Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Re:Frontzahnbereich - Katastrophe

elja
elja

Ich habe im Frontzahnbereich eine Brücke, die über 6 Zähne geht. 2 fehlen. Nun ist muss ein dritter Zahn gezogen werden, der die ganze Konstruktion hält.
Für mich ist es ein absolutes Grauen, auch nur eine Minute ohne Zähne rumzulaufen. Gibt es Lösungen, um dies zu vermeiden? Kann man nach dem Knochenaufbau ein Provisorium, welcher Art auch immer, tragen.
Und noch eine Fragen zu den Implantologen in der Datenbank. Gibt es Kriterien, die überprüft werden, für die Bezeichnung Implantologe? Wer hat die Ärzte in der Datenbank ausgewählt, oder tragen sich die Ärzte selbst ein?
Danke!



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
156 Beiträge

Ich kann nicht alle Fragen beantworten, aber die vielleicht erste wichtige schon mal: Man muss zu keiner Zeit ohne Zähne durch die Welt laufen! Mir fehlen momentan alle vier Frontzähne! Ich hab eine sogenannte Klammerprothese drin (krieg aber demnächst etwas Teleskopierendes). Wer\'s nicht weiß, sieht nichts!
Unmittelbar nach dem Knochenaufbau, wenn alles geschwollen ist, ist Zahnersatz wohl nicht tragbar (vermute ich - bin noch nicht so weit). Aber da geht man wegen der Schwellungen ja auch nicht unter Menschen. Danach wird das bisherige Provisorium angepasst. In den meisten Fällen behält man es, bis der endgültige Zahnersatz angefertigt werden kann.

Nach welchen Kriterien die Implantologen-Datenbank hier bestückt wird, weiß ich leider nicht. Wenn Du in einer Großstadt sitzt, in der mit mehr Auswahl zu rechnen ist, würde ich die Suche gezielt auf "Knochenaufbau" ausweiten. Hat bei mir lange gedauert, bis ich kapiert hab: Nicht jeder ZA, der mal ein Implantat setzt, hat auch Erfahrung mit Knochenaufbau, oder mit größeren Baustellen!



Danke
Danke

für deine ausführliche Antwort. Was meinst du mit "Teleskopierendes"? Ist das auch ein Provisorium, ist besser als diese Gaumenplattenlösung und wenn ja, kann man das auch gleich bekommen?
Ich denke mit Grauen daran, vorne diese Lücken zu haben. Ich mag mich dann selbst nicht sehen, komme aber wohl nicht darum herum - oder? Wie kommst du damit klar. Kann man sich auch an so etwas gewöhnen. Ich wohne übrigens in Frankfurt/M. und bin noch auf der Arztsuche.
Sorry, das waren jetzt wirklich viele Fragen.



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
156 Beiträge

Schau mal hier links, neben dem Forum-Fenster. Unter "Implantat-Infos von A bis Z" gibt es den Bereich "Zahnersatz-Alternativen". Da kannst Du u.a. eine Teleskop-Prothese sehen (oder bei google suchen).

Ich habe jetzt seit ca. sechs Wochen nur noch drei abgeschliffene Zähne im Oberkiefer. Darüber die erwähnte Klammerprothese. Nein!!!! Das ist (ohne Prothese) KEIN schöner Anblick! Und ich glaub auch nicht, dass man sich daran gewöhnt!

Der falsche Gaumen ist zwar nicht SO schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber inzwischen frag ich mich jeden Tag, wie lange ich es damit noch aushalt. IMMER mit der Zunge auf Kunststoff - das ist unerträglich. Aber sicherlich ist das auch eine Frage, WIE empfindlich jemand ist.

Für mich ist jetzt ein Langzeitprovisorium ohne Gaumenplatte in Arbeit. Es ist offenbar möglich, aber nicht einfach, und auch nicht "billig". Ich musste eine ganze Weile nach Ärzten suchen, die das überhaupt anbieten/umsetzen.

Wenn Du Implantate hast, ist so eine abnehmbare Prothese (manchmal mit falschem Zahnfleisch) oft eine gute Alternative, wenn festsitzender Zahnersatz kaum oder gar nicht möglich ist.

In FFM sollten sich doch wirklich gute Experten finden lassen! Viel Glück bei der Suche!

LG lena

Nachtrag:
Ich hatte mich vor dem Zähneziehen bei insgesamt acht Implantologen informiert. ALLE haben mir versichert, dass ich zu keiner Zeit ohne Zähne die Praxis verlassen muss! Also nicht verrückt machen, ok?! ;-)



Hanne
Hanne

Hallo,ich habe ein ähnliches Problem.Bekommst Du ein reines Kunststoff - Langzeitprov.oder muß es eines auf einem Metallgerüst sein?
Wie teuer ist denn so etwas?
Hanne



elja
elja

Danke, jetzt weiß ich, was sich hinter der Teleskoplösung verbirgt. Zur Zeit habe ich an einem anderen Zahn die Gaumenplattenvariante. Ich finde sie gar nicht so schlimm. Allerdings ist es nicht im sichtbaren Bereich. Darunter schlummert jetzt ein Implantat, das hoffentlich weiter gut einwächst.

Die nächsten Wochen werde ich mich von mehreren Zahnärzten beraten lassen. Vielleicht gewöhne ich mich auf diesem WEge auch schrittweise an das grauenhafte Unvermeidliche :-(

An Hanne: Die "Zähne" sind noch drin. Welches Provisorium ich dann bekomme, hängt sicher von mehreren Faktoren ab. Für mich ist Haltbarkeit mit das Wichtigste. Ich will auf keinen Fall bei unpassender Gelegenheit zahnlos dastehen.



Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Hallo Lena,
Du schreibst, dass Du Dich vor der Behandlung bei 8 Implantologen informiert hast. Mich würde interessieren, ob jeder dieser Implantologen für diese Beratungen wieder Panoramaaufnahmen der Kiefer, DVD/Knochendichtemessung etc. gemacht und berechnet hat. Ich war nur bei 2 Implantologen und bin bei insgesamt ca. 1.600,00 € Kosten, ohne dass ich mich schon für etwas entschieden hatte, ich wollte vorab erstmal nur wissen, was speziell bei mir machbar und zu empfehlen ist. Trotzdem ich beim 2. Implantologen alle aktuellen Unterlagen von Nr. 1 dabei hatte, ordnete er nochmals Knochendichtemessung (1. angeblich nicht ausreichend) Panoramaaufnahme:1. angebl. auch nicht genügend, Zahnreinigung, trotzdem vorherige erst 4 Wochen her, aber angeblich nicht gründlich genug und ausserdem schon mal Blutabnahme und für alle Fälle, was man hat, hat, man ausserdem gleich beim 1. Beratungsgespräch schon mal eine Bohrschablone. Da das ja alles Privatleistungen sind, und ich vorher gar nicht wusste, was für Kosten da auf mich zukommen, sitze ich schon mal mit der dicken Rechnung da, die ich auch sofort bezahlen soll. Das war mal wieder Lehrgeld.
LG Nanny



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
156 Beiträge

Um Himmels Willen, Nanny! An was für Geldschneider bist Du denn DA geraten?! Das gibt\'s doch wohl gar nicht! Hast Du denn vor all diesen teuren Maßnahmen eine Kostenübernahme unterschrieben? Wenn nicht, würde ich mich weigern! Das ist ja wohl totale Halsabschneiderei!

Ich war zur Erstberatung bei allen Ärzten mit der recht simplen Röntgenaufnahme (Totalansicht) meines Ex-Zahnarztes.

Von zwei dieser Ärzte wollte ich ein Kostenangebot. Die haben dann neue Digitalaufnahmen gemacht (eine hätte auch gereicht, passte aber zeitlich nicht).

Die teure 3-D-Aufnahme wurde erst jetzt, während der Behandlung gemacht. Und so weit ich das kapiert habe, ist der Sinn dieser Aufnahme u.a., den Zustand des Knochens in jeder Hinsicht zu sehen - eine Knochendichtemessung ist dann gar nicht mehr nötig!

Also um das klar zu sagen: Eine Knochendichtemessung wurde bei mir bis heute nicht gemacht und ist auch kein Thema.

Ich habe bei den meisten Ärzten für die Erstberatung Honorare zwischen ca. 1o und 30 Euro bezahlt.

Alles andere erscheint mir wirklich Geldschneiderei zu sein! Zu diesen Ärzten würde ich niemals in Behandlung gehen!



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
156 Beiträge

Hanne schrieb:

Zitiert von:
Hallo,ich habe ein ähnliches Problem.Bekommst Du ein reines Kunststoff - Langzeitprov.oder muß es eines auf einem Metallgerüst sein?
Wie teuer ist denn so etwas?
Hanne

Hanne, um ehrlich zu sein weiß ich das gar nicht so genau. Ich meine, eine metallische Unterkonstruktion gesehen zu haben. Irgendwoher muss ja auch der Halt kommen...

Den zu erwartenden Preis konnte ich im Kostenangebot nicht genau erkennen, weil da nur die Einzelteile aufgeführt sind. Ich werd bei der nächsten Anprobe mal nachfragen.
Ich wurde nur darauf vorbereitet, dass eine Kostenübernahme durch die KV ggf. erkämpft werden müsse, weil die gaumefreie Variante als Provisorium wohl etwas aufwändig und daher nicht ganz üblich sei. Weiß nicht, ob das stimmt.



Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Hallo Lena,
ja, ich habe eine Kostenübernahme unterschrieben, aber dass muss man ja immer, wenn man Privatleistungen in Anspruch nimmt. Ich hätte wohl aber vorher fragen müssen, was die jeweilige Leistung kostet. Da ich ja auch alles an aktuellen Aufnahmen mithatte, die gerade teuer bezahlt waren, wurde mir eben gesagt das wäre alles für eine genaue Diagnose notwendig. Das es sich teilweise sogar um die gleichen Leistungsnummern z.B. 5370 DVT Computergesteuerte Tomographie, 5004 Panoramaschichtaufnahme beider Kiefer, oder 405 prov. Zahnreinigung ect. alles gerade erst gemacht, habe ich erst genau gesehen, als ich beide Rechnungen verglichen habe. 30,00 € für eine Erstberatung ist völlig ok, Ich will auch gerne alles bezahlen, was notwendig ist, aber hier fühle ich mich abgezockt.Der größte Posten macht die Bohrschablone aus (ca. 600,00 €), die wurde schon mal vorsorglich gemacht, obwohl noch gar kein Knochen da ist, wo man etwas reinbohren könnte.Bei dem Abdruck wurde mir nicht gesagt, was das kosten würde und warum, eben nur dass das für eine genaue Diagnose notwendig ist.
für meine Einwändungen wuden mir nochmals 31,00 €extra berechnnet für"überdurchschnittlicher Zeitaufwand aufgrund ausführlicher Besprechung über Behandlungsablauf"
Ja so kann es gehen, wenn man nicht auf sich selber aufpasst.
Würde gerne wissen, was bei dir gemacht wurde, oder noch geplant ist. Wurde auch ein Knochenaufbau gemacht?
LG Nanny