Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Prothese - Vorsicht Ärzte!!!

Rocas
Rocas

Hallo noch mal,

Tatsache ist, dass mir Zähne gezogen hätten werden sollen, die jetzt erhalten werden. Mir wollten nicht alle befragten Zahnärzte alle Zähne ziehen, nur zwei davon.

Die Lösung mit Implantaten kann immer noch gemacht werden, wenn ich keine Zähne mehr habe.

Nur zur Kenntnis, ich bin Privatpatient. Die Prothese wäre auch wesentlich teurer gekommen, die Kronen/Brücken allerdings auch.

Unterstelle auch keine finanziellen Interessen - schreibe nur VORSICHT, OFT WIRD ZU SCHNELL MANCH EIN ZAHN GEZOGEN.

Mehr soll mein Post nicht aussagen.

Lieber einen vierten oder auch fünften Arzt fragen, bevor man sich Zähne entfernen lässt - habe ich gelernt!

LG Rocas



Charly
Charly

Hallo nochmal,

richtig, man soll schon mehrere Ärte befragen.

Bei mir war aber leider im OK KEIN Zahn mehr erhaltungswürdig.

Deshalb die Implantation!

Weiterhin alles Gute für Sie!

Lg
Charly



Sina-Marie
Sina-Marie

Hallo Rocas, ich war in der genau gleichen Situation wie Sie und bin fast im gleichen Alter.
3 Aerzte wollten Implantate setzen. Einer baute mir eine ( zugegeben ) kunstvolle Brücke. Ich hab mich für diesen endschieden und war glücklich über diese unerwartete Lösung. Hätte ich doch nur auf die anderen gehört. Ich hätte mir viel Ärger, Schmerzen und Geld gespart, denn auch ich bin Privatpatient. Nun habe ich im OK 6 Implantate, Knochenaufbau und Sinuslift und k e i n e Gaumenplatte. Ich könnte sogar Nüsse mit den Zähnen knacken
( tu ich aber nicht ) und bin rundum zufrieden.
Mein Rat an Sie : noch einen Arzt konsultieren, darauf kommt es nun auch nicht mehr an.
Alles Gute
Sina



hans
Mitglied seit 29. 10. 2008
43 Beiträge

Hallo,
es gibt leider ZÄrzte,die nicht die langfristig für die Gesundheit des Patienten beste Lösung wählen.So wurde bei mir eine teure Konstruktion auf vorhersehbar nicht lang haltende Zähne gesetzt.Leider wurde auch noch die Konstruktion falsch eingesetzt.Mein Zahnarzt meinte ich hätte ein "occlusion mind" und würde mich verbeißen. Ich glaube eher,dass er seinen Fehler
nicht eingestehen wollte und die Konsequenzen gescheut hat.
Nachdem er ein halbes Jahr herumprobiert hatte und auch mittlerweile Wurzelbehandlung wg Entzündung gemacht und ein abgebrochener Zahn neu aufgebaut hatte,hatte ich die Schnauze wirklich voll.
Dann bin ich zu einem Kieferorthopäden(zufällig in der Zeitung gelesen,dass er Spezialist für Bisslagen ist),der mir mit einer Schienentherapie erstmal eine Bisslage verschafft hat,mit der ich endlich ohne Kopfschmerzen war. Das hat aber auch wiederum ein halbes Jahr gedauert.
Nun habe ich mir einen neuen Zahnarzt gesucht,der sollte nur die Konstruktion auf die neue Bisslage bringen.Dieser zeigte mir die Schwächen des Fundaments auf, auf das der vorherige ZA das ganze gebaut hat.Herr Zahedi,der hat mich also nicht lange zufrieden gemacht,sondern nie!!!!Es ging kein Weg daran vorbei: Es muss alles neu gemacht werden,um meine Zahngesundheit langfristig zu erhalten. Solide mit Implantaten und nicht auf halb im Knochen hängende oder entzündete oder tote Zähne.
Der richtige Zahnarzt hätte mir eine Menge Leid und Geld gespart.
Man sollte auch rechtzeitig weggehen,wenn man kein gutes Gefühl mehr hat. Lieber 5 andere Ärzte befragen,als einem blind vertrauen!!! hans



hans
Mitglied seit 29. 10. 2008
43 Beiträge

hallo rocas,ich will noch anfügen,dass bei mir diese Woche Knochenaufbau mit Sinuslift stattgefunden hat und in einem halben Jahr Implantate gesetzt werden und dann in nochmal einem halben Jahr die neue Suprakonstruktion.
Begonnen hatte ich mal 2004 und seitdem nie Ruhe,sondern ständige Baustelle im Mund.(außerdem über 20000€ für Dauerleiden bezahlt)
Also nochmals mein Rat:längerfristig denken und den richtigen ZArzt (der soll dann auch ruhig verdienen) Lb Grüße hans



Rocas
Rocas

Liebe Leute,

ich lasse es, alles was ich zur Antwort bekomme ist, lass Dir Deine Zähne ziehen.

Ne, ganz sicher nicht und wenn die Konstruktion nur drei Jahre hält, dann hatte ich drei Jahre Ruhe. Lt. meinem Zahnarzt geht er aber davon aus, dass es gut 10 Jahre hält, wenn ich zweimal jährlich Zahnreinigung machen lasse.

Also, wer will kann sich seine Zähne ja ziehen lassen. Im Zweifel glaube ich dem Arzt, der meine erhalten will statt dem, der das nicht mal versuchen will.

Danke für die Diskussion!

LG Rocas



dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Hallo,
also ich verstehe Roccas sehr gut. Als bei mir das Problem anfing, stand ich kurz vor dem 50. Geburtstag. Und verdammt nochmal, wenn es auch leider leider hier einige blutjunge Menschen gab mit solchen gravierenden Zahnproblemen, ich fand mich auch wesentlich zu jung. In meinem Freundeskreis bin ich die einzige Prothesenträgerin (weshalb ich das Thema gar nicht oder halt nur in begrenztem Rahmen anspreche) und ich kenne auch genügend ältere Leute mit bald 80 Jahren, die haben vielleicht mal eine Brücke, aber ansonsten alle Zähne.

Also, ich habe auch geprüft und den und jenen Zahnarzt gefragt und mich dann für Teleskopkronen und eine herausnehmbare teleskopgetragene Prothese entschieden. Schon dies hat mich sehr belastet. Ich wollte nichts Herausnehmbares und alle Haare haben sich mir gestellt. Der ZA meinte damals, es sei keine einfache Situation und am liebsten hätte man mir damals schon alle Zähne gezogen. Ja, vielleicht wäre es besser gewesen und vielleicht hätte ich Geld gespart - aber ich war damals einfach nicht so weit!.

Also - es ging leider nicht lange gut - ein Zahn entzündete sich und musste gezogen werden, nach einem Jahr wieder einer usw. usf. - zum Schluss hing diese teleskopgetragene Prothese so halber in meinem Mund - und - ja ihr kennt ja inzwischen den Ausgang der Geschichte: Dieses Jahr wurden dann die letztenWackelpeterzähne gezogen und 6 Implantate im OK gesetzt.

Ich hätte mir also die Zwischenlösung sparen können, es hätte aber auch ein paar Jahre gut gehen können.

Rocas - probier es - vielleicht hast Du Glück - und Du wirst es ewig bereuen - und immer sagen - hätte ich doch.

Wenn es in drei Jahren doch nicht klappt, ist immer noch Zeit für Implantate.

Aber verstehen tue ich Dich gut, man ist einfach noch zu jung für Prothesen - sowas ist für Leute mit 70 und aufwärts - habe ich halt immer gedacht, leider ist es oft anders.

Machs gut
alle anderen auch
Grüße von dodo



Rocas
Rocas

Hallo dodo,

danke für den Beitrag. So kann es mir natürlich auch gehen, wobei das länger halten sollte, vorausgesetzt lt. Zahnarzt, ich lasse zweimal jährlich die Zahnreinigung durchführen.

Nachdem ich im Moment eine Teilprothese trage, merke ich, wie groß die Umstellung ist.

Denke auch, ich muss es probieren. Wenn es keine drei Jahre halten sollte, wäre das sicherlich ärgerlich. Hält es jedoch fünf und mehr Jahre, dann war es das alles wert.

LG Rocas



Peter Benkendorff
Peter Benkendorff

Hallo Rocas, ich stand mit damals 61 vor dem gleichen Problem. Also entweder alle Restzähne entfernen und Prothese auf Implantaten oder drei Brücken auf Restzähnen im OK. Ich habe mich fast könnte man sagen natürlich für die Brückenlösung entschieden, ein großer Fehler im nachhinein. Zwei Jahre später ( 63 Jahre) waren zwei der Brücken so marode, dass sie entfernt werden mußten und auch der dritten wurde nur noch geringe Überlebenschancen gegeben, Das Ergebnis ; OK zahnfrei und Trapezlösung auf 4 Implantaten. Mit dieser Prothese kann ich sehr gut leben. Kein Rentnerfeeling . Brücke sitzt wie angegossen und ist nicht als Zahnersatz erkennbar.Hätte ich gleich haben können und mir viel, viel Ärger, Schmerzen, Zeit und Geld ( bin auch Privatpatient; Kasse wollte nach drei Brücken zwei Jahre vorher für OK Sanierung nichs mehr zahlen und die Beihilfe ist sowieso ein Kapitel für sich. Nach zähen Verhandlungen mit der PKV kamen wir dann aber doch zu einer für mich halbwegs erträglichen Lösung. Ein beträchtlicher Teil der Kosten blieb dabei aber bei mir hängen. Das hätte ich vermeiden können, hätte ich auf den Rat anderer Zahnärzte gehört und gleich die " Radikallösung " gewählt. Wünsche Ihnen alles Gute,MfG P. Benkendorff



Rocas
Rocas

Hallo P.B.,

danke für die Antwort. Aber irgendwie ist es klar, wie das Ergebnis ausfällt, wenn man es hier zur Diskussion stellt. Immerhin geht es hier um Implantate.

Nun vielleicht bin ich in zwei Jahren auch enttäuscht und eines "besseren" belehrt. Aber, vielleicht geht nicht jeder Fall schlecht aus und mir bleiben tatsächlich noch 5 - 10 Jahre mit meinen eigenen Zähnen.

Werde auch die Antworten hier nochmals als Diskussionsgrundlage für ein weiteres Gespräch mit meinem Zahnarzt nehmen. Aber, prophylaktisch werde ich sie mir ganz, ganz sicher nicht ziehen lassen.

Schönes WE! LG