Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Knirschen und Pressen

Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4036 Beiträge

Hallo,
egal ob natürliche Zähne oder Implantatkronen: bei Knirschern ist der Zahnschutz durch eine Knirscherschiene notwendig. Einer Implantatbehandlung sollte das nicht im Wege stehen. Unter FA Q´s gibt es noch ein paar Gedanken zum Thema Brücke oder Implantat.
Bei gutem Knochenangebot dürfte sich das Implantat zm Goldstandard entwickelt haben. Das ist die einzige Versorgungsform bei der man gewinnt.
Bei überkronungsbedürftigen Nachbarzähnen ist die Brückenlosung allerdings meist praktikabler und deutlich kostengünstiger.
Gruß
B. Zahedi



B.
B.

Hallo Renata,
nach nochmaliger eingehender Beratung mit meiner Zahnarztin wegen des Knirschens, habe ich mich nun doch für die Implantate entschieden. (Bei mir müssten für die Brücke 3 Zähne beschliffen werden und der eine Pfeilerzahn macht keinen vertrauenserweckenden Eindruck mehr - und wenn der rausmuss, ist auch die Brücke dahin...
Ich bekomme dann eine andere Knirscherschiene, die nicht nur vor Abrieb schützt, sondern auch ausgeformter ist, so dass die oberen Zähne in die Knirscherschien etwas "einrasten". Eventuell verlernt der Körper damit das Knirschen etwas, weil es nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Bislang hatte ich nur normale Knirscherschienen, die eben ausgewechselt wurden, wenn ich sie abgeschliffen hatte. Nun sitze ich hier mit meiner dicken Backe, und hoffe, dass alles gut geht...
Wenn erst der 2. Zahnarzt festgestellt hat, dass Du knirscht, kann es doch nicht so schlimm sein, oder? Bei mir hat bis jetzt jeder Zahnarzt was zu meiner Knirscherei gesagt! Vielleicht sollte noch mal ein anderer Zahnarzt drauf gucken?
B.



Renata
Renata

Hallo B.,

ich muss sagen, dass mein Zahnarzt sich noch nie meine komplette "Zahnsituation" angeschaut hat. Was mich eben bei dem zweiten Zahnarzt sehr verwundert hat, wie akribisch er vorgegangen ist. Unter Berücksichtigung der Situation, Zähneknischen, Paradontitisanfälligkeit, große Füllung im nebenliegender Zahn, ist er zu dem Entschluss gekommen, dass für mich eine Brücke empfehlenswerter wäre. Wobei mein Zahnarzt, sobald festgestellt wurde, die Krone könnte nicht erneuert werden, sofort zum Implantat geraten hat und mich zu einem Zahnchirurgen überwiesen hat. Jedoch hatte ich beim zweiten Zahnarzt das Gefühl, dass er generell gegen Implantate ist (wie gesagt nur ein Gefühl), weil er sehr oft von Fremdkörper usw. sprach.
Habe auch schon überlegt, einen dritten Zahnarzt zu konsultieren. Doch denke ich, dass es ein Rattenschwanz wird. Der dritte ist evtl. dafür und der vierte evtl. wieder dagegen. Welcher "Meinung" kann man vertrauen??? Ich habe mittlerweile soviel über die Folgeprobleme nach dem Einsetzen eines Implantates gelesen, dass ich das Gefühl habe, bei den wenigsten läuft es 100% glatt. Wobei mir auch bewusst ist, dass man sich nur Mitteilt und Hilfe sucht, wenn irgendwas im argen liegt.
Hätte nie gedacht, dass eine Entscheidungsfindung bei einem Zahn so schwierig sein kann. Man hat ausführliche Berichte pro Implantat, doch wird immer wieder ganz kurz, im Nebensatz, erwähnt, dass bei Parandotitis, Zähneknirschen usw Probleme auftreten können. Doch in welchem Umfang ist schwer herauszufinden. Desweiteren weiss ich eben nicht, wie ernsthaft und stark mein Zähneknirschen, Parandotitis ist (da wie gesagt, beim ersten Zahnarzt keiner Erwähnung nötig und der zweite dies als Problem sah).
Wünsche Dir jedenfalls, dass alles glatt läuft und ich hoffe, das ich mich auch bald, mit einem guten Gefühl, entscheiden kann.
Gruß,
Renata