Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Antwort auf: Entfernung 2 Titan-Implantete morgen

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Entfernung 2 Titan-Implantete morgen

Kajo
Kajo

Hallo Jürgen
Als mit den ähnlichen Problemen behafteter Patient, würde ich eine Untersuchung auf Titan Unveträglichkeuit siuchen. Erst dann - alles Titan raus machen. Die Firma BTI in Pforzheim hat Werkzeuge zum Raus-schrauben der Ti Implantate . dazu empfehle ich Versorgung der offenen Löcher mit Blutplasma, auch von BTI . Diese Firma hat auch über die BRD verteilt Ärzte- die eine Versorgung machen. Dann Versorgung mit Zirkon Implants



nickles69
Mitglied seit 31. 12. 2015
5 Beiträge

Hallo an Alle,

ich hatte mich vor Wochen schon einmal gemeldet wegen Problemen mit Titanimplantaten (2 Stück Unterkiefer). Ich hatte mir alles mögliche "eingebildet" (Aufzählung folgt). Nach wochenlanger Recherche zum Thema "Probleme mit Titanimplantaten" bin ich auf den Titanunverträglichkeitstest des IMD Labor in Berlin gestoßen. am Wochenende ist die Backe auf der Implantatseite dicker geworden. Verzweifelt bin ich zum 30 mal zu Zahnärzten - ohne Befund. Zum Glück lag am gleichen Tag das Ergebnis des Test im Briefkasten.

Ergebnis Titanunverträglichkeit.

Das Testergebnis wurde mir vorab noch vor dem Ergebnis der LTT-Tests (ich weiß es gibt kein Ergebnis für Titan im LTT - aber mein Implantat ist zum Unglück auch noch eine Legierung Aluminium, Titan, Vanadium). Mit dem Zettel in der Hand war ich beim Arzt der die Implantate gesetzt hat. Er hat die Backe und die Hautreaktion und vor allem das Testergebnis gesehen und entfernt die Implantate morgen.

Meine Symptome:
- aller stärktste Zahnfleischreaktion an den Frontzähnen
- ein Zahn neben Implantat hat sich entzündet und brauchte eine Wurzelbehandlung
- jeder Zahn wird vom Immunsystem mal kurz "angetestet"
- ich habe einen Frontzahn aus Panik entfernen lassen (lange Geschichte - ist vor 36 Jahren abgebrochen) - Knochen hatte sich entzündet
- dicke Backe auf der Implantatseite rechter Unterkiefer
- Ziehen im rechten Unterkiefer bei Armbewegungen
- viele andere körperliche Reaktion - die natürlich auch dann Stressbedingt sind

Ich stelle mich darauf ein, dass die Symptome nur langsam abklingen - sich eventuell kurz wegen Titanabrieb verstärken - abgesehen von den Operationsfolgen (Der Frontzahn wird nicht mehr nachwachsen - aber eine Brücke mit allen seinen Nachteilen wird es auch tun) Die Ursache ist dann auf jeden Fall weg. Ich bin überzeugt davon, dass ich schlicht und einfach "draufgegangen wäre" wenn die Implantate drin bleiben. Die Symptome haben nach der Freilegung der Implantate und dem Setzen der Heilkappen begonnen - das war erst August 2015!

Ich kann jeden nur einen Test empfehlen - wobei ich ganz eindeutig rate auf Titan schlicht zu verzichten. Ich bin mir sicher das Titan auch bei Verträglichkeit nichts im Körper zu suchen hat.
Dem Thema Implantate stehe ich jetzt mehr als kritisch gegenüber. Nur im Extremfall - bei der Gefahr im Backenzahnbereich komplett auf der "Felge" essen zu müssen würde ich eventuell ein Keramikimplantat versuchen.

So jetzt können mich alle verklagen - aber ich nenne ja niemanden persönlich.

Persönliche Meinungsäußerung:
Hände weg von Titanimplantaten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! - lieber gute Brücken, Zahnwurzelbehandlungen, Zähneputzen usw. und nur im Extremfall Implantate - dann aus Vollkeramik wenn überhaupt.

Jeder der Fragen hat kann sich gerne an mich wenden - am liebsten würde ich eine Selbsthilfegruppe "Titangeschädigter" bilden.

Allen denen ich Angst gemacht habe - Sorry - aber besser Aufschrecken als jahrelange Entzündungsbehandlungen.



SabineM
Mitglied seit 06. 01. 2016
26 Beiträge

Hallo Nickles,

geht's dir nach dem Entfernen des Implantates besser? Hab selbst große gesundheitliche Probleme und bin unsicher ob ev eine Unverträglichkeit bei mir vorliegt.

Gruß Sabine



HOGO
HOGO

Es gibt einen Bluttest, mit dem man einfach eine Titanunverträglichkeit austesten lassen kann. Privatleistung, aber bezahlbar, ca. 100 €. Wird vom Arzt (Internist, Allerlologe etc.) an ein Speziallabor in Berlin gemacht (googeln). Wenige Ärzte wissen davon oder machen das. Habe ich vor der Implantation auch abgeklären lassen und bezüglich des Titan keine Probleme mit den Implantaten. Es sind sehr wenige Menschen, die eine Unverträglichkeit haben. Eine Allergie ist bislang unbekannt. Auch zu empfehlen für Leute mit Hüftgelenks-OP.



HOGO
Mitglied seit 18. 01. 2015
13 Beiträge

Hallo,
manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass auch Titan-Implantate nicht aus reinem Titan bestehen (was suggeriert wird) und die von Euch geschilderten Beschwerden auf Allergie auslösende Bestandteile, die dem Titan beigemischt werden, zurück zu führen sind. Natürlich aus Profitstreben, da reines Titan natürlich teurer ist. Daher vorher sich genau über den Hersteller informieren, keine billigen nehmen und bei bereits vorhandenen Allergien anhand Materialproben vorher austesten lassen. Übrigens muss der Zahnarzt sich nicht um die individuelle Allergieverträglichkeit vor der Verwendung von (bekannt) Allergie auslösenden Zahnersatzmaterialien kümmern bzw. vorher austesten.Der Patient hält die Knochen hin, try and error! Wenn's nicht funktioniert, muss der Zahnarzt (kostenpflichtig) noch mal ran...Dasselbe gilt für die oft verwendeten Nichtedelmetalle (NEM). z.B. verwendet bei Metallkeramikverblendung (Metalle mit aufgebrannter Keramik bei Überkronungen) z.B. auf/ohne Implantate.Großhändler kaufen weltweit die Metalle auf, die dann an u.a. an dt. Labors angekauft u. dort verwendet werden.Es ist z.B.bekannt geworden, dass manche Metalle aus verstrahlten Bergwerken Russlands bzw. der Ukraine kamen. Potentiell Allergie auslösende Metalle sind immer untergemischt. Die Chargen können nicht jedes Mal einer Prüfung auf Gesundheitsbedenken unterzogen weden. Man kann sich vorstellen, was auf einem solchen freien Markt alles abgeht.... Für die Berufsgenossenschaft der Zahntechniker sind die gesundheitlichen Folgen der Schwermetallbelastung eine anerkannte Berufskrankheit...Das sagt doch eigentlich Alles!



SabineM
Mitglied seit 06. 01. 2016
26 Beiträge

Hallo Hogo,

hab einen Titanstimulationstest machen lassen und das Ergebnis waren extrem hohe Werte. Mein Kieferchirurg glaubt nicht an eine Unverträglichkeit da keine Entzündungszeichen zu sehen sind.

Mir geht's gesundheitlich extrem schlecht, weiß nicht was ich glauben soll...

Gruß



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4038 Beiträge

hallo,
da sollten sie nicht auf ihren kieferchirurgen hören, er mag da noch ein wenig gestrig-konservativ unterwegs sein. bei einer nachgewiesenen unverträglichkeit riskieren sie ihre gesundheit.
gruß
b. zahedi



SabineM
Mitglied seit 06. 01. 2016
26 Beiträge

bin wirklich verzweifelt, dachte zuerst es liegt eine Entzündung vor. Aber alle bildgebenden Verfahren zeigten nichts ungewöhnliches an.

Auch Gewebeprobe war negativ - wie gesagt nur der Test auf Unverträglichkeit hatte extrem hohe Werte. Hab an die LMU München geschrieben, die suchen Patienten mit einer Materialunverträglichkeit. Wartezeit mindestens 2 Monate...

denk halt nicht mehr so lange durch..

Danke für Ihre Antwort Hr Dr Zahedi



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4038 Beiträge

die gewebproben bleiben auch negativ, da es keine entzündung des knochens oder bindegewebes ist, sondern von zellen des immunsystems.



nickles69
nickles69

Hallo Sabine,

mein Mitgefühl. Ja es geht mir nach der Entfernung der Implantate besser. Die Prozedur bei eingewachsenen Implantaten ist aber nicht besonders angenehm. Ich hatte dauerhafte Probleme. Eventuell ist auch beim Setzen der Implantate etwas schief gegangen da eine Folgeoperation bei einem anderen Kieferchirurgen ein kleines abgebrochenes Kieferstückchen zum Vorschein brachte. Zusätzlich hat auch ein Test des BioOss - Rinderknochenersatzmaterials ein postives Ergebnis gebracht.
Die Implantate sind jetzt draußen. Das Knochenstückchen auch. Es geht mir besser. Ich habe meine persönlichen sportlichen Rekorde alle gebrochen.
Leider muss ich schon vornweg auch sagen das wohl irgendwelche Klagen, Ersatz des Schadens und was auch immer wohl nicht zu erreichen ist. Das Geld streicht der Zahnarzt ein - das Risiko ist zu 100 % beim Patienten. Als mir bewusst wurde das langwierige Behandlungen wegen Implantatsfolgen zu 100% Eigenleistung sind, sah ich mich schon als Hartz IV Empfänger. Derzeit aber scheinen die Implantatsfolgen auszuheilen und letztlich sind die Zähne bis auf den 47 vollständig durch Brücken ersetzt.
Sollte sich eine junger angehender Rechtsanwalt hier finden dann wäre wohl dieses Thema rechtlich eine Diplomarbeit wert.
Wenn man sich die riesigen Anzeigen und Poster bei Zahnärzten ansieht dann ist ein Implantat völlig normal. Dann bekommt man ja auch noch eine 5 Jahre Garantie. Auf was - das das Implantat abbricht?? Selbstverständlich geht der Patient von einer Absicherung bei gesundheitlichen Problemen aus. Mein Zahnarzt hat nach dem Setzen der Implantate dann auch noch einen Brief geschrieben die Garantie gilt - bei zweimaliger Untersuchung im Jahr und dreimaliger professioneller Zahnreinigung.
Mein Implantat war übrigens auch kein Reintitan wie ich später rausgefunden habe. Außerdem ist das BioOss Knochenersatzmaterial wie erwähnt als Allergen bei mir erkannt worden.
Alles in allem eine fast unbeschreibliche Erfahrung die jegliches Vertrauen in Zahnärtze zerstört hat. Ich kann nur fordern - Gesetzgeber bitte einschreiben. Ich habe keinerlei Maßnahmen gegen den Zahnarzt eingeleitet - er hat sich den besseren Rechtsanwalt.