Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Druckempfindlichkeit am Zahnfleisch nach Implantation

Daniel89
Mitglied seit 01. 05. 2015
8 Beiträge

Hallo zusammen,
ich habe vor ca. 2,5 Wochen 8 Implantate (Straumann Bonelevel) in der Uniklinik gesetzt bekommen, dabei wurden 11 Milchzähne entfernt.
4 im OK 4 im UK, die Einheilung erfolgt abgedeckt.
Die OP verlief laut Arzt gut, das anschließende Röntgenbild war einwandfrei.
Die äußerliche Schwellung ist nach ca. 4-5 Tagen vollständig abgeklungen. 10 Tage nach OP wurden die Fäden gezogen. Der Assistenzarzt war mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden.
Spätestens seit dem Fäden ziehen bin ich schmerzfrei.

Jetzt zu meiner Frage. 7 der 8 Implantate merke ich gar nicht, weder Fremdkörpergefühl noch Druckempfinden oder Schwellung.
Nur ein einziges Implantat fühlt sich irgendwie anders an. Es ist an Position 33. An diesem Implantat habe ich zum Beispiel nach körperlicher Anstrengung ein ganz leichtes bis mittleres Pulsieren welches aber auch schnell wieder verschwindet. Schmerzen habe ich keine. Beim berühren des Kiefers in dem Bereich lässt sich meiner Meinung nach eine minimale Schwellung füllen, außerdem ist eine gewisse Druckempfindlichkeit gegeben. Kein Schmerz eher ein unangenehmes Gefühl sowie ein blauer Fleck. Eine Rötung ist nicht ersichtlich auch kein Sekret oder so.

Handelt es sich hier um den normalen Heilungsprozess und seine "Nebenwirkungen" oder sollte ich einen neuen Kontrolltermin ausmachen? Seitens der Uni sehen wir uns erst zur Freilegung in ca. 6 Monaten wieder...

Vielen Dank,
Daniel



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

hallo,
da würde ich schon noch einen korntrolltermin ausmachen. ein zeitfenster von 6 monaten ist imho auch ungewöhnlich.
gruß
b. zahedi



Kurtbig
Mitglied seit 17. 04. 2015
25 Beiträge

Ich hatte es bei mir auch und muss sagen dass es nach einer Zeit weg war.



Daniel89
Mitglied seit 01. 05. 2015
8 Beiträge

Hallo,
ich werde morgen nochmal hingehen. Habe mich gestern nochmal selber eingehend "untersucht" nachdem sich keine Änderung in den letzten Tagen ergeben hat. Weder besser noch schlechter.
Dabei habe ich festgestellt, dass am äußeren Rand des Zahnfleisches eine Art kleiner weicher Beule ist. Die Beule ist sehr weich und nicht exakt im Bereich des Implantates sondern eher daneben.
Bei leichtem Druck auf die Blase ist das unangenehme Gefühl da, jedoch kein Schmerz. Es sondern sich auch keine Flüssigkeiten wie Eiter o.Ä. ab. Diese Beule war mir schon vor 3-4 Tagen aufgefallen, hatte es aber auf Schwellung geschoben.

Jetzt tendiere ich eher dazu zu sagen, es ist eine kleine Eiterbeule. Wie gesagt macht sie aber größenmäßig seit dem Erkennen keine Änderung.

Ist es hier ratsam heute noch einen Notdienst aufzusuchen zum Abklären oder reicht es morgen?
Kommt es vor, dass sich das Zahnfleisch (unabhängig vom Implantat) so entzündet, dass sich Eiterblasen bilden können oder deutet das auf einen drohenden Implantatverlust hin?

Viele Grüße,
Daniel



Daniel89
Mitglied seit 01. 05. 2015
8 Beiträge

Mal ein Update:
Ich war heute morgen beim Arzt, es handelt sich tatsächlich um eine kleine Eiterblase. Da die Region aber sonst sehr gut aussieht (nicht entzündlich) und sich große und Art der Blase die letzten Tage nicht verändert haben geht die Ärztin von einem Einschluss (?!) oder so ähnlich aus.
Ich soll jetzt eine Woche ein Antibiotikum nehmen (hatte ich nach der OP nicht) und die Entwicklung genau beobachten. Wenn es größer/schmerzhafter wird sofort wieder kommen, ansonsten Kontrolle Ende der Woche.

Sie wollte die Blase nicht öffnen, ihrer Aussage nach liegt sie momentan nicht am Implantat, bei der Öffnung sieht sie aber eine mögliche Gefährdung. Da der Druck nicht besonders hoch ist möchte sie zunächst versuchen ob es so abheilt.

Freitag werde ich nochmal Fragen, ob ein Röntgenbild sinnvoll ist um eine Entzündung am Implantat auszuschließen.

Viele Grüße,
Daniel



Daniel89
Mitglied seit 01. 05. 2015
8 Beiträge

Heute war ich erneut zur Kontrolle in der Uni. Die Eiterblase ist praktisch komplett verschwunden, die Empfindlichkeit geht ebenfalls gegen 0.
Äußerlich war die Ärztin sehr zufrieden. Zur Sicherheit wollte sie dann noch einen Zahnfilm machen von den beiden Implantaten 33 und 35. Dabei stellte sich heraus, dass um das Implantat 33 ein sehr großer Schatten liegt, 35 hingegen perfekt.
Hierüber ist sie natürlich gestolpert und hat sich mit dem Oberarzt besprochen. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schatten so groß ist, dass eigentlich ein Knochenabbau in dem Umfang in nicht mal 4 Wochen Post-OP nicht stattgefunden haben kann. Dafür tastet sich der Bereich für sie auch viel zu unauffällig.
Der Zahnfilm verfügt wohl über eine gewissen Ungenauigkeit sodass nicht 100% unterschieden werden kann, ob es wirklich Knochenschwund ist oder ein ohnehin dünner Knochen oder auch nur eine Ablenkung des Röntgenstrahls.

Aufbauend auf der These, dass der Schatten für die 4 Woche viel zu groß ist soll ich in 10-14 Tagen wieder kommen, dann soll ein DVT gefertigt werden um eine weitere Entscheidung zu treffen.
Bis dahin soll ich mein Antibiotikum weiter nehmen.

Bin echt etwas frustriert und ratlos...



DocWolff
DocWolff

Guten Tag,
eine Eiterherd nicht eröffnet (korrekte Therapie) im Röntgenbild einen Schatten gesehen, wo es fachlich korrekt eine Aufhellung sein dürfte, diese dann nicht direkt abklären und evtl. unpopuläre aber richtige Entscheidungen auf Kosten der Gesundheit des Patienten zu verschieben (Entfernung des Implantats).. Das flösst mir persönlich kein Vertrauen ein.
mfg
Wolff



Daniel89
Mitglied seit 01. 05. 2015
8 Beiträge

Was wäre dementsprechend Ihre Meinung?
DVT sofort?

Ist denn über ein DVT jetzt schon eine gesicherte Diagnose möglich?
Ich persönlich habe kein Problem mit DVT, tut ja nicht weh nur kann ich als Patient (sofern ich die Kosten nicht seöber trage) ja nicht darauf bestehen oder?



docWolff
docWolff

wer einen deutlichen knochenabbau um ein implantat auf einem zahnflim nicht erkennen kann, der sollte sich von der implantologie fernhalten.
mfg
wolff



Daniel89
Mitglied seit 01. 05. 2015
8 Beiträge

Naja im Grunde geht die Uni scheinbar davon aus, dass der Abbau in diesem Umfang äußerst unrealistisch ist und deshalb keinen aktuen Handlungsbedarf sieht.

Ist es denn möglich dass Ablenkung oder ein in der Ausgangssituation schwacher Knochen das Bild verfälscht?

Wäre Ihr Rat sofort ein DVT durchzuführen?
Kann ich darauf bestehen?