Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Aussehen meines Implantats - was meint Ihr dazu?

Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4020 Beiträge

Hallo,
das ist ästhetisch perfekt selbst mit einem Bindegewebstransplantat kaum zu lösen. Sieht man den Bereich denn beim Lachen?



Erika123
Mitglied seit 27. 07. 2009
69 Beiträge

Hallo,

ja, leider sieht man es auch beim Lachen.

Gibt es denn außer einer Bindegewebstransplantation aufwendigere Methoden - etwa Knochenaufbau?

Die Zähne sind mir allmählich peinlich, nicht nur des Aussehens wegen, sondern auch weil die Oberfläche beim Lächeln oder Sprechen leicht trocken wird und ich dann mit der Zunge drübergehen muß, damit die Lippe nicht "hängenbleibt".



Erika123
Mitglied seit 27. 07. 2009
69 Beiträge

Er hat einen Knochenaufbau erwähnt, meinte aber, daß man nach einem Knochenaufbau monatelang keinen provisorischen Ersatz tragen könne, ich also quasi "zahnlos" rumlaufen müsse.

Bin aber schon am überlegen, ob sich das über den Sommer (Urlaubszeit etc.) nicht doch irgendwie einrichten ließe. Ich will einfach mit diesen Dingern nicht den Rest meines Lebens verbringen.



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4020 Beiträge

tatsächlich scheint mir Ihr Behandler schon zu früh mit dem Latein am Ende gewesen zu sein, sonst hätte er erst gar keine Kronenversorgung vorgenommen. Ein nachträglich Knochenaufbau erscheint mir unrealistisch Um die Radikallösung: raus-Knochenaufbau-neu zu umgehen ist da das Bindegewebstransplantat noch am erfolgversprechendsten. Aber da muss ein absoluter Spezialist ran.



dr.kaizwanzig
Mitglied seit 26. 04. 2008
429 Beiträge

Guten Tag,
die Frage ist, wäre ein Knochenaufbau überhaupt notwendig gewesen? Vielmehr sieht es so aus, als wäre das Implantat völlig falsch positioniert worden; es steht viel zu weit nach bukkal, also zur Wange oder Lippe hin. Ist das denn die Implantatschulter die man da sieht, oder erst der Aufbau (Abutment)? Sollte es sich um das Abutment handeln, dann kann man das einfach wieder rausschrauben und gegen ein keramisches ersetzen. Zusätzlich würde ich dringend zu einem Bindegewebstransplantat raten, um das Zahnfleisch zu verdicken und so weiteren Resorptionen vorzubeugen. Ein Knochenaufbau ist in dieser Phase unmöglich. Was man noch machen könnte, was allerdings sehr aufwendig ist, eine sogenannte Segmentosteotomie. Man müsste das Stück Knochen, in dem das Implantat sitzt heraussägen und an der richtigen Stelle wieder festschrauben. Mit Zahnfleischkorrektur ein teures und zeitaufwendiges Verfahren, wo auch natürlich für einige Zeit ein Provisorium getragen werden müsste.
MfG
Dr. Kai Zwanzig
Spezialist Implantologie



Erika123
Mitglied seit 27. 07. 2009
69 Beiträge

Vielen Dank für Ihre Einschätzungen, die für mich sehr wertvoll sein werden, wenn ich meinen ZA in drei Wochen wiedersehe.

Hätte vielleicht noch hinzufügen können, daß auch die Funktionalität nicht mehr 100% gegeben ist, weil sich relativ schnell eine Druckempfindlichkeit einstellt. Habe letztens mal auf ein Radieschen gebissen ohne mich vorzusehen, und das war eindeutig zu viel. Hatte tagelang eine - wenn auch leichte - Druckempfindlichkeit an dem "kritischen" Implantat.



Erika123
Mitglied seit 27. 07. 2009
69 Beiträge

Liebe Board-Teilnehmer,

war inzwischen wieder bei meinem Behandler mit dem mißglückten Implantat am 2 oben rechts. Das Röntgenbild zeigte deutlichen Knochenschwund. Sein Lösungsversuch bestand darin, das Implantat rauszunehmen und es daneben, am 3 oben rechts, wiedereinzusetzen. Das ist knapp drei Wochen her. Inzwischen wiederholt sich das Problem: Das Zahnfleisch zieht sich nach oben, und auch vertikal scheint der Kieferknochen "einzufallen". Etwas Weißes vom Implantat lugt hervor. An der alten Implantatsstelle ist ein kleines Loch zurückgeblieben:

Meine Hoffnung, daß sich daraus noch eine anständige Brücke machen läßt, schwindet bei mir allmählich.

Würde deshalb gern den Rat der Spezialisten hören oder Kommentare von ähnlich Betroffenen.

Danke!

Erika

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Nachtrag: Die momentane Brücke ist ein Kunststoff-Provisorium.



Klaus
Mitglied seit 21. 01. 2010
62 Beiträge

Hallo Erika,
aus meiner Zahntechnikersicht ist deine Brücke keine Meisterleistung.Ich weiß zwar nicht wie mein Kollege gearbeitet hat, aber der Übergang zum Zahnfleich ist miserabel.
Die Formgebung der Front.....ebenfalls nicht prickelnd.Laß bitte die Arbeit durch einen Gutachter einer Zahntechnikerinnung beurteilen.Ich würde mir das nicht gefallen lassen.
Klaus



Erika123
Mitglied seit 27. 07. 2009
69 Beiträge

Danke, Klaus. Wie gesagt, handelt es sich hier um ein Provisorium. Aber ich bin trotzdem besorgt über den raschen Geweberückgang. Die vorherige Brücke war schon unschön, weil die "Zähne" auffallend hoch waren (siehe Bilder weiter oben).

Wie riesig müssen denn die Brücken"zähne" diesmal werden, um den durch Gewebeschwund entstandenen Leerraum auszufüllen?



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4020 Beiträge

Hallo,
dass Weisse sind nach Zirkon aus. Ist das ein (damit ja wohl sofortbelastetes) Zirkonimplantat oder ein Zirkonabutment?
Gruß
B. Zahedi