Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Alendron oder Prolia?

Hellemai
Mitglied seit 02. 11. 2014
35 Beiträge

Hallo zusammen - ich dachte, nach 3 Jahren "Quälerei" mit Knochenaufbau, Implantatsetzung etc. wären meine Probleme gelöst. Leider ist etwas Unvorhergesehenes eingetreten. Vor einem Jahr hatte ich zunehmend Schmerzen an der linken Backe, dachte aber an eine Nebenhöhlenentzündung und wollte keine Panik auslösen. Auch verspürte ich beim "Schluzen" Eitergeschmack an der Stelle des Implantates. Nach der Röntgenaufnahme fiel mein Zahnarzt aus allen Wolken - der Kieferknochen um das Implantat hat sich bis auf 1 mm aufgelöst. Ursache war wohl das Medikament Fosavance/Alendron, welches ich seit 5 Jahren gegen Osteoporose eingenommen habe. Der Orthopäde zuckte erst auch mit den Schultern und meinte, ich solle es halt weglassen. Bei der Anamnese vor den Zahn-OPs habe ich zwar im Fragebogen Osteoporose angekreuzt, aber es wurde nach keinem Medikament gefragt.Es wurde beim ZA erneut ein Knochenaufbau gemacht und die bestehende Nekrose samt erbsengroßem Eiterballen entfernt. Gestern beim erneuten Besuch beim Orthopäden, meinte er aufgrund der Knochendichte, ich solle schon wieder ein Medikament einnehmen und verschrieb mir ein Rezept für die 6-monats-Spritze Prolia 60 mg. Das Rezept habe ich in der Handtasche, weiß aber nicht, ob dieses neue Präperat nicht auch Auswirkungen auf den Kieferknochen haben kann. Ich möchte weder meinen Zahnarzt, noch meinen Orthopäden verprellen (habe mich auch nicht mehr getraut, ihn danach zu fragen, nachdem er bei der Alendron-Sache schon etwas verschnupft reagiert hat), aber ich möchte schon gerne laufen und beissen können.
Hat irgendjemand hilfreiche Erfahrungen oder Ratschläge, oder mache ich mich selbst ein wenig verrückt, weil ja bei jedem Präparat hunderte Nebenwirkungen aufgeführt werden?
Danke Hellemai



docwolff
docwolff

Guten Tag,
die Wirkung von Bisphosphonaten hält lange an.
https://www.implantate.com/kontraindikationen-gegenanzeigen-fuer-zahnimplantate-rauchen-bisphosphonate-diabetes-mellitus.html
mfg
Wolff



Hellemai
Mitglied seit 02. 11. 2014
35 Beiträge

Danke Docwolff für die Antwort, leider hilft die momentan nicht wirklich weiter, vielleicht habe ich meine Frage schlecht formuliert. Nachdem durch das Medikament Alendron wahrscheinlich die Nekrose entstanden ist und ich auch meinen Orthopäden darüber informiert habe und er mir daraufhin nach einem Jahr Pause die 6-Monats-Spritze Prolia gegen Osteoporose verschrieben hat, müsste doch da die Gefahr geringer sein und ich als Laie gehe davon aus, daß dieses Medikament keine, oder nicht so viele Bisphosphonate enthält. Ich werde jedenfalls vor dem Gebrauch mit meinem Zahnarzt darüber reden - ich dachte jemand hätte damit schon Erfahrungen gemacht. Mir ist schon klar, daß es dem Zahnarzt wichtig ist, daß man beissen kann und der Orthopäde ist bemüht, daß man laufen kann, es müßte aber doch auch einen Weg geben, der sich auch beides positiv auswirkt.



Hellemai
Mitglied seit 02. 11. 2014
35 Beiträge

Sorry vielmals - aber gibt es in dem ganzen Forum außer mir keine Frau über 60, welche Osteoporose hat, Implantate bekam und gegen die Osteoporose Medikamente einnimmt, aber trotzdem ihre Zähne behalten möchte?



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
3981 Beiträge

hallo,
das problem ist gravierend. da es anzunehmen ist, dass ihre frühere bisphosphonat-behandlung für die knochennekrose mit verantwortlich ist, dürfte das risiko sich nun kaum vermindert haben, da bisphosphonate bekannterweise noch über jahre nachwirken. da kann man ihnen kaum eine empfehlung geben, welches der neuen präparate (on top der bisherigen problematik) da weniger schädigend für sie sein dürfte.
gruß
b. zahedi



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