Implantation der Zukunft? Roboter setzt zwei Zahnimplantate

Einen fähigen Implantologen finden? Hierzulande mithilfe unserer Implantologensuche kein Problem. Was aber tut man, wenn es weit und breit keinen gibt? Die Nachfrage nach Implantaten ist derzeit groß in China, doch können die wenigen praktizierenden Zahnärzte nur einen winzigen Teil der bedürftigen Menschen versorgen. Die Antwort des technikversierten Chinas: ein Roboter als Implantologe.

Experiment: ein Roboter setzt 2 Zahnimplantate in den Mund einer Patientin

Xi’an City, China- Laut Medienberichten, ist es einem Roboter erfolgreich gelungen, einer freiwilligen Patientin zwei Zahnimplantate zu setzen. Unter strenger Beobachtung erfahrener Implantologen, fand das Experiment Mitte September diesen Jahres statt.

Zahnersatz in China: rund 400 Millionen Menschen benötigen eine Implantatversorgung

Die moderne Technik schreitet stetig voran und soll unsere Lebensqualität verbessern. In China ist das zahnmedizinische Versorgungsdefizit ein großes Problem. So besteht derzeit bei rund 400 Millionen Menschen Bedarf an einer Implantatversorgung; die Implantologendichte kann jedoch nur etwa 1 Million Patienten pro Jahr versorgen.
Um für die Zukunft eine bessere Perspektive zu schaffen, entwickelten Wissenschafter der Beihang University und des Stomatological Hospitals in den vergangenen vier Jahren einen Roboter, der dazu in der Lage ist, Patienten mit Zahnimplantaten zu versorgen.

Implantate aus dem 3D-Drucker, implantiert durch einen Roboter

Nachdem die erfahrenen Implantologen den Roboterarm am Patientenmund platzierten und alle nötigen Programmierungen auf der Grundlage einer Computertomografie (CT) vorgenommen wurden, konnte die Implantation, scheinbar ohne weitere Eingriffe des Zahnärzte-Teams, durchgeführt werden.
Auf mehreren Bildschirmen konnten technische Daten zum Bohrverlauf, sowie das Wohl der Patientin verfolgt werden. Der Eingriff war nach etwa einer Stunde abgeschlossen. Implantiert wurden 2 aus dem 3D-Drucker stammende Zahnimplantate. Laut der Wissenschaftler entsteht bei der Implantation durch den Roboter eine maximale Abweichung von 0,2 bis 0,3 Millimetern.

Versorgung mit Zahnersatz: andere Länder, andere Sitten?

Der scheinbar erfolgreiche Test des implantierenden Roboters, soll für den zahnmedizinisch unterversorgten Markt in China eine perspektivische Abhilfe schaffen.
Während eine Implantat-Therapie hierzulande ohne eine zwischenmenschliche Basis und ein daraus resultierendes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Behandler kaum vorstellbar ist, scheint das Bild von programmierten Robotern, für die Abfertigung von Patienten im großen Stil, Teil der (nicht nur fern-östlichen) Zukunft zu sein.

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 17. Oktober 2017
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