Mit welchen Kosten muss ich für ein Zahnimplantat rechnen?
Kostenrechner, Preisvergleich, Eigenanteil
⏱ Lesezeit: ca. 13 Minuten
Ein Zahnimplantat kostet mit Markenimplantat und Operation rund 1.100 bis 1.250 €. Mit günstigen Implantatsystemen kann man durchaus 100 bis 150€ einsparen, für Keramikimplantate kann man dagegen das Gleiche on top rechnen. Das erste Implantat ist durch Grundkosten etwas teurer als jedes weitere. Kommt ein aufwendiger Knochenaufbau dazu, können sich die Kosten durchaus verdoppeln.
Dazu kommen in einem zweiten Schritt die Kosten für den Zahnersatz auf den Implantaten. Bei einer Einzelkrone sind das noch einmal ca. 1.100 bis 1.650 €, je nach Steigerungssatz, Aufbauteil und Labor. Die Kasse beteiligt sich nur am Zahnersatz, nicht am Implantat.
Nachfolgend eine Übersicht der Gesamtkosten (ohne Kassenanteil) für hochwertige Markenimplantate und Zahnersatz aus deutschem Meisterlabor. Am besten nutzen Sie unseren Implantat-Kostenrechner etwas weiter unten. Der durchschnittliche Eigenanteil für Ihre anstehende Implantatversorgung wird Ihnen direkt angezeigt.
Kostenbeispiele Zahnimplantate 2026
| Versorgung | Preisbereich |
|---|---|
| Einzelzahnimplantat (einfach) | 2.200 – 3.410 € |
| Implantatbrücke (i-b-i) | 3.935 – 6.185 € |
| Herausnehmbar auf 2 / 4 Implantaten | 4.050 / 6.485 € |
| Feste Brücke (zahnlos, 6 Implantate) | 12.615 – 19.710 € |
Import-Zahnersatz und günstige Implantatsysteme können die Kosten um bis zu 30 % senken.
Wir wissen genau, was bei einer Implantatbehandlung welche Kosten verursacht. Ihre genaue Situation kennen wir allerdings nicht. Wir haben deswegen fast alle Schwierigkeitsgrade in unserem Rechner berücksichtigt, damit Sie vorab Ihren Rechnungsbetrag kalkulieren können. Den Kostenvoranschlag von Ihrem Zahnarzt ersetzt unser Implantat-Kostenrechner trotzdem nicht.
Zahnimplantat Kostenrechner 2026
Ermitteln Sie die geschätzten Kosten für Ihre Implantatbehandlung
Ihre Kostenübersicht
Berechnungsdetails
- 1 Einzelzahnimplantat mit Krone
- Festzuschuss Befund 2.1
Unverbindliche Kostenschätzung. Der zahnärztliche Steigerungssatz richtet sich nach Schwierigkeit und Zeitaufwand (§ 5 Abs. 2 GOZ); ab dem 2,3-fachen Satz ist er auf der Rechnung schriftlich zu begründen (§ 10 Abs. 3 GOZ), oberhalb des 3,5-fachen Satzes bedarf es einer individuellen Honorarvereinbarung (§ 2 GOZ). Die endgültige Höhe wird zwischen Behandler und Patient vereinbart.
Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnimplantaten?
Ihr Zuschuss für die Kosten einer Implantatbehandlung:
Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich grundsätzlich auch an den Kosten für Zahnersatz auf Implantaten. Die Kosten der Implantation, also das Implantate selbst wird zwar nicht bezuschusst, aber der fertig eingesetzte Zahnersatz. Ausschlaggebend für diesen sogenannten Festzuschuss sind definierte Regelleistungen. Die Bezuschussung ist nämlich abhängig von Ihrem Zahnproblem: Eine Zahnlücke, die geschlossen werden soll, wird anders bezuschusst als eine Prothese bei Zahnlosigkeit. Dazu kommen noch die Graduierung nach gut geführtem Bonusheft oder sogar die Härtefallregelung.
Beispiel 1: Kassenzuschuss für ein Einzelzahnimplantat/Zahnlücke (Befund 2.1): 552,96 € (60 %), 645,12 € (70 %), 691,20 € (75 %), im Härtefall 921,60 € (100 %). Liegt der Zahn im Sichtbereich, kommt der Verblendungszuschuss (Befund 2.7) hinzu: 79,46 € (60 %), 92,71 € (70 %), 99,33 € (75 %), im Härtefall 132,44 € (100 %) – zusammen also 632,42 € / 737,83 € / 790,53 € / 1.054,04 €.
Beispiel 2: Kassenzuschuss für eine Vollprothese bei Zahnlosigkeit (Befund 4.2 Oberkiefer bzw. 4.4 Unterkiefer): Oberkiefer 576,44 € (60 %), 672,52 € (70 %), 720,56 € (75 %), im Härtefall 960,74 € (100 %); Unterkiefer 617,72 € (60 %), 720,68 € (70 %), 772,16 € (75 %), im Härtefall 1.029,54 € (100 %). Der Zuschuss gilt unabhängig davon, ob die Prothese konventionell oder implantatgetragen verankert wird – bezuschusst wird der Zahnersatz, nicht das Implantat.
Privatversicherte / Beihilfe: Erstattung abhängig vom Vertrag, meist 60–80 %.
Gesetzesänderung: Kassenzuschuss sinkt zum 1. Januar 2027
Das Beispiel oben zeigt den Festzuschuss, wie er 2026 gilt. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz senkt diesen Zuschuss zum 1. Januar 2027 um zehn Prozentpunkte: statt 60/70/75 Prozent der Regelversorgung gelten dann nur noch 50/60/65 Prozent, je nach Bonusheft. Bei implantatgetragenem Zahnersatz ändert sich dadurch nichts an der Berechnungslogik – nur die Prozentsätze fallen niedriger aus. Die Härtefallregelung mit 100 Prozent bleibt bestehen.
Kostenrechner: Ihren individuellen Eigenanteil können Sie auch direkt hier über unseren Implantat-Kostenrechner selbst berechnen.
Preise für feste Zähne auf Implantaten
Ein Zahn fehlt: das kostet ein Einzelzahnimplantat
Die klassische Zahnlücke ist einer der häufigsten Gründe für eine Implantatversorgung. Die Spanne der Implantatkosten kann trotzdem groß sein.
Preisrechner: ein Implantat mit Krone (Stand 2026)
Preise für deutsches Dentallabor. Importlabor bis zu 30% günstiger. Evtl. Knochenaufbau nicht berücksichtigt.
| Leistung | Implantatpreise |
|---|---|
| Implantat Backenzahn | 2.200 €-3.410 € |
| Frontzahnimplantat | 2.200 €-3.410 € |
| zus. Knochenaufbau | 260-1.040 € |
| zus. 3D-Planung | 210 € |
| zus. 3D-Bohrschablone | 520 € |
Festzuschuss Befund 2.1 (Einzelzahnlücke) 2026:
60% Bonus: 552,96 €, 70% Bonus: 645,12 €, 75% Bonus: 691,20 €, Härtefall 100%: 921,60 €
Befund 2.7 (Verblendung Sichtbereich): Je nach Sichtbereich bis zu 3× zusätzlich
60% Bonus: 79,46 €, 70% Bonus: 92,71 €, 75% Bonus: 99,33 €, Härtefall 100%: 132,44 € (je Verblendung)
So viel darf ein Front-Zahnimplantat kosten
Ein ästhetisch schwieriges Frontzahnimplantat, das einen Knochenaufbau und Zahnfleischkorrekturen benötigt, kann schon mal 4000€ und mehr kosten.
Ein einzelnes Implantat ist übrigens relativ teuer, da zwei Gebührenpositionen, die dem OP-Aufwand Rechnung tragen (Implantatplanung und der OP-Zuschlag, ca. 250€), einmalig anfallen, ab 2 Implantaten wird es also günstiger.
IMPLANTAT-SPEZIALISTEN IN IHRER NÄHE

Die Preise für Implantatteile sind nicht unerheblich. Selbst kleine Verschlussschrauben können gut und gerne 45€ kosten.
Implantate bei beidseitiger Freiendsituation: höherer Zuschuss der Krankenkasse möglich
Wenn auf beiden Seiten alle Backenzähne hinter dem 4. Zahn fehlen, dann gibt es als Regelleistung den Festzuschuss für eine Teleskopprothese, die sich auf den letzten Zähnen abstützt. Ansonsten, z.B. einseitiges Freiende oder 5. Zähne auf beiden Seiten vorhanden, gibt es nur einen einfachen Zuschuss für eine Klammerprothese. Der ist im Vergleich zu den Gesamtkosten leider gering.
Das werden Zahnimplantate kosten wenn mehrere Zähne fehlen...
Das müssen Sie für eine Implantatbrücke ausgeben
Wenn mehr als 2 Zähne nebeneinander fehlen, muss für eine feste Brücke nicht mehr jeder fehlende Zahn durch ein Implantat ersetzt werden. 2 Implantate reichen um 3-4 (5) Zähne zu ersetzen. Wenn 6-8 Zähne fehlen, können 3 Implantate genügen.
Was kostet eine Implantatbrücke? 2026
3-gliedrige Brücke auf 2 Implantaten (1 Brückenglied)
| Leistung | Preis |
|---|---|
| 3-gliedrige Implantatbrücke (2 Implantate) | 3.935-6.185€ |
| zus. Knochenaufbau | 260-1.040€ |
| zus. 3D-Planung (DVT) | 210€ |
| zus. 3D-Bohrschablone | 520€ |
Spanne: Import-Labor bis deutsches Meisterlabor. Berechnung 1:1 nach Zahnimplantat-Kostenrechner aus CSV.
Festzuschuss Befund 2.1 je nach Bonus: 553€ (60%), 645€ (70%), 691€ (75%), Härtefall 922€ (100%)
Faustformel für die Kostenberechnung von Implantatbrücken
Um nicht für jede mögliche Konstellation eine eigene Rechnung aufzustellen, kann man für die Berechnung der Aufwendungen für Implantatkronen und Implantatbrücken folgende Faustformel verwenden: für das erste Implantat kann man gut 2.200 € rechnen, jedes weitere etwas weniger, je Brückenglied ca. 400 €. Für eine Brücke über 4 fehlende Zähne (i-b-b-i) liegen Sie demnach bei rund 4.900 €. Wenn man Import-Zahnersatz wählt, lassen sich die Kosten um 20–30 % reduzieren.
Da für die Versorgung einer beidseitigen Freiendsituation (Zähne 5, 6+7) mindestens 4 Implantate nötig sind (mit Gesamtkosten von 8.800 € und mehr), bleibt hier ein besonders hoher Eigenanteil beim Patienten, da der Zuschuss gering ausfällt.
Fast alle Zähne fehlen
Was ist besser: herausnehmbar oder festsitzend?
Wenn kaum noch eigene, stabile Zähne in einem Kiefer vorhanden sind, stellt sich die Frage, welche Option die beste ist, um die fehlenden Zähne zu ersetzen:
Wenn man festsitzende Brücken oder Einzelzahnimplantate wählt, ist das komfortabel aber kostspielig. Allerdings sind nicht immer die Voraussetzungen (gutes Knochenangebot) für eine feste Konstruktion über alle Kieferabschnitte gegeben. Den Kosten hierfür kann man sich über die vorherigen Tabellen (Implantatbrücke, Einzelzahnimplantat) nähern.
Alternativ kann man herausnehmbaren Zahnersatz auf Implantaten wählen, der anpassungsfähig und preisgünstiger ist, und leichter große Höhenunterschiede kaschieren kann. Für die Berechnung der Kosten kann man die Tabelle weiter unten für den zahnlosen Kiefer nutzen.
Implantat und Zahn gemeinsam?
Eine weitere Option ist die gemeinsame Nutzung von Zähnen und Implantaten in Form einer Hybridbrücke oder einer Hybridprothese. Die Hybridbrücke hat sowohl ein Implantat als auch einen Zahn als Pfeiler, auf die eine festsitzende Brücke eingeklebt wird. Bei einer Hybridprothese wird herausnehmbarer Zahnersatz sowohl an Implantaten als auch an Zähnen verankert. Als Halteelemente können Teleskopkronen (Zähne und Implantate) oder bei Implantaten konfektionierte Haltelementen (z.B. Locatoren®) dienen.
Mehr zu den Kosten für Hybridbrücke und Hybridprothese.
Zahnloser Kiefer: herausnehmbarer Zahnersatz auf 2 bis 4 Implantaten
2 Implantate sind wohl die Mindestzahl, um bei Zahnlosigkeit eine Prothese zu verankern. Für einen besonders sicheren Halt werden 4 Implantate genommen. Die Kosten hängen nicht nur von der Implantatzahl ab, sondern auch von der Art der Verankerung. Konfektionierte Halteelemente (Locatoren®, Kugelkopfanker, Magnete o.ä.) sind die preiswerteste Variante, man kann hier ca. 1.600€ je Implantat rechnen. Stegreitende Prothesen sind teurer, das geht meist nicht unter 2.100€ je Implantat. Teleskope oder individuell gefräste Steg-Geschiebe erzeugen noch höhere Kosten.
Locator-Prothese auf Implantaten (Stand 2026)
| Versorgung | Preisbereich |
|---|---|
| 2 Implantate/Locator | 4.050 €-5.920 € |
| 4 Implantate/Locator | 6.485 €-9.775 € |
Festzuschuss:
Oberkiefer (Befund 4.2): 576 € (60%), 673 € (70%), 721 € (75%), 961 € (Härtefall 100%)
Unterkiefer (Befund 4.4): 618 € (60%), 721 € (70%), 772 € (75%), 1.030 € (Härtefall 100%)
Stegprothese auf Implantaten (Stand 2026)
| Versorgung | Preisbereich |
|---|---|
| 2 Implantate/Steg | 5.370 €-7.835 € |
| 4 Implantate/Doldersteg | 8.290 €-12.505 € |
Festzuschuss:
Oberkiefer (Befund 4.2): 576 € (60%), 673 € (70%), 721 € (75%), 961 € (Härtefall 100%)
Unterkiefer (Befund 4.4): 618 € (60%), 721 € (70%), 772 € (75%), 1.030 € (Härtefall 100%)
Preise für eine Implantat-Teleskopprothese 2026
Import-Labor mit Stahl-Teleskopen kann deutlich günstiger sein
| Versorgung | Gesamtkosten |
|---|---|
| Teleskopprothese auf 4 Implantaten | 10.760-16.420€ |
| Teleskopprothese auf 6 Implantaten | 15.185-23.410€ |
Spanne: Import-Labor bis deutsches Meisterlabor. Berechnung 1:1 nach Zahnimplantat-Kostenrechner aus CSV.
Festzuschuss (2026):
Oberkiefer (Befund 4.2): 576€ (60%), 673€ (70%), 721€ (75%), 961€ (Härtefall 100%)
Unterkiefer (Befund 4.4): 618€ (60%), 721€ (70%), 772€ (75%), 1.030€ (Härtefall 100%)
Feste Zähne auf 6-8 Implantaten oder All-on-4®
Feste Zähne bei Zahnlosigkeit: dieser Wunsch kann heute durch viele Konzepte verwirklicht werden. Es ist zwar möglich, jeden verloren gegangenen Zahn durch ein Zahnimplantat zu ersetzen, aber das wäre eine teure Überversorgung. Empfohlen werden 6 bis maximal 8 Implantate für eine festsitzende Brücke. Aber auch das All-on-4®-Konzept gilt mittlerweile als bewährt.
Die Preise für feste Zähne fangen bei ca. 12.600 € an.
Feste Bruecke zahnloser Kiefer (Stand 2026)
| Versorgung | Preisbereich |
|---|---|
| All-on-4 (4 Implantate) | 12.555 €-15.435 € |
| All-on-6 (6 Implantate) | 12.615 €-19.710 € |
Festzuschuss (2026):
Oberkiefer (Befund 4.2): 576,44 € (60%), 672,52 € (70%), 720,56 € (75%), 960,74 € (Härtefall 100%)
Unterkiefer (Befund 4.4): 617,72 € (60%), 720,68 € (70%), 772,16 € (75%), 1.029,54 € (Härtefall 100%)
Zusammensetzung der Kosten für eine Implantatbehandlung
Die Gesamtkosten einer Implantatversorgung setzen sich aus vier Haupt-Posten zusammen, die Ihnen auch in unserem Implantat-Kostenrechner transparent ausgewiesen werden:
- Praxismaterial Implantat – Implantat selbst und Aufbauteile (Standardsystem ca. 355 € je Implantat, günstigeres System ca. 180 €).
- Praxismaterial pauschal – Verbrauchsmaterialien wie Knochenmaterial-Pauschale, Membran, chirurgisches Einwegbesteck (ca. 50 € je Behandlung).
- Laborkosten – prothetische Versorgung auf dem Implantat (Krone, Brücke, Prothese, Stege). Beispiel Einzelkrone: deutsches Meisterlabor ca. 1.015 €, Import-Labor ca. 730 €. Laborkosten bleiben Laborkosten, auch wenn sie umgangssprachlich als „Suprakonstruktion“ bezeichnet werden.
- Zahnarzthonorar nach GOZ – Diagnostik, Planung, Implantation, Freilegung und prothetische Versorgung, berechnet nach GOZ-Regelfaktoren (Punktwert 2026: 0,05624 €). Beim Einzelzahn typisch ca. 1.060 € über den gesamten Behandlungsverlauf.
Die Summe ergibt den voraussichtlichen Eigenanteil – abzüglich des Festzuschusses der gesetzlichen Kasse.
Die oben aufgeführten Gesamtkosten für die Implantattherapie berücksichtigen die Herstellung in einem deutschen Meisterlabor sowie wissenschaftlich langjährig dokumentierte Titan-Markenimplantatsysteme. Hierbei können je nach Implantathersteller noch starke Schwankungen auftreten. Etwaige Erstattungen von Versicherungen bzw. Festzuschüsse wurden nicht berücksichtigt.
- Im Kapitel Kosten für Keramikimplantate können Sie einen Preisvergleich zu Zirkonimplanten ziehen,
- für eine Kostengegenüberstellung mit Mini-Implantaten lesen Sie bitte das Kapitel Kosten für Mini-Implantate.
Wann kann es besonders teuer werden?
In schwierigen Fällen können sich die Implantatkosten, z.B. über einen erhöhten Steigerungsfaktor für die Zahnarztleistung, erhöhen. Auch ein Knochenaufbau verteuert die Behandlung.
Insbesondere bei Frontzahnimplantaten und höchsten ästhetischen Ansprüchen in Knochenmangelsituationen (hier sind absolute Spezialisten gefragt!) kann sich der finanzielle Aufwand um einige tausend Euro steigern. Auch sind regionale Unterschiede, z.B. höhere Preise in Großstädten mit allgemein hohem Preisniveau, bekannt.
Was einzelne Behandlungsschritte kosten
Nicht immer steht die ganze Versorgung an. Manchmal geht es nur um einen Teilschritt: die Freilegung des eingeheilten Implantats, ein neues Aufbauteil, die Krone auf ein Implantat, das längst sitzt, oder die reine Planung. Der Kostenrechner oben kalkuliert komplette Versorgungen. Einzelne Schritte kosten für sich genommen:
| GOZ-Ziffer und Leistung | 2,3-fach | 3,5-fach | 5,0-fach |
|---|---|---|---|
| 9000 – Analyse und Vermessung (Planung), je Kiefer | 114,35 € | 174,01 € | 248,59 € |
| 9003 – Orientierungsschablone, je Kiefer | 12,94 € | 19,68 € | 28,12 € |
| 9005 – 3D-Navigationsschablone, je Kiefer | 38,81 € | 59,05 € | 84,36 € |
| 9040 – Freilegung, je Implantat | 80,98 € | 123,23 € | 176,04 € |
| 9050 – Aufbauteile in der Versorgungsphase, je Sitzung | 40,49 € | 61,61 € | 88,02 € |
| 9060 – Aufbauteile im Reparaturfall, je Implantat und Sitzung | 40,49 € | 61,61 € | 88,02 € |
| 5170 – Abformung, je Kiefer | 32,34 € | 49,21 € | 70,30 € |
| 2200 – Vollkrone auf Implantat | 171,01 € | 260,23 € | 371,76 € |
Punktzahlen der Ziffern: 9000 = 884, 9003 = 100, 9005 = 300, 9040 = 626, 9050 und 9060 = je 313, 5170 = 250, 2200 = 1.322. Berechnet mit dem GOZ-Punktwert von 5,62421 Cent. Der Steigerungssatz richtet sich nach Schwierigkeit und Zeitaufwand; oberhalb des 3,5-fachen Satzes ist eine schriftliche Vereinbarung erforderlich. Materialpreise in den folgenden Abschnitten sind Netto-Listenpreise der Hersteller, auf die Praxen üblicherweise Rabatte erhalten.
Was kostet die Freilegung eines Implantats?
Beim zweiphasigen Vorgehen heilt das Implantat drei bis sechs Monate unter dem Zahnfleisch ein. Danach wird es in einem kleinen zweiten Eingriff wieder eröffnet, und ein Gingivaformer kommt hinein, der das Zahnfleisch für die spätere Krone formt. Wie die Implantatfreilegung im Einzelnen abläuft, ist dort beschrieben.
Abgerechnet wird nach GOZ 9040 – das sind je Implantat 80,98 € (2,3-fach), 123,23 € (3,5-fach) oder 176,04 € (5,0-fach). Der Gingivaformer kommt als Material dazu und liegt je nach System bei 20 bis 60 €.
Zusammen also rund 100 bis 235 € je Implantat, dazu Anästhesie und gegebenenfalls Nahtmaterial.
Bei einphasiger, transgingivaler Einheilung entfällt dieser Schritt ganz – das Implantat ragt von Anfang an durch das Zahnfleisch. Kommt das Implantat schon vorher von selbst zum Vorschein, spricht man von einer Spontanfreilegung.
Was kostet der Wechsel von Aufbauteilen (Abutments)?
Hier unterscheidet die GOZ zwei Situationen, und der Unterschied steht später auch auf der Rechnung.
Während der laufenden Versorgung gilt GOZ 9050 – Aufbauelemente entfernen, wieder einsetzen oder auswechseln. Die Ziffer ist höchstens dreimal je Implantat und höchstens einmal je Sitzung berechnungsfähig, und sie ist nicht neben der Implantation und der Freilegung ansetzbar.
Im Reparaturfall – also Jahre nach der Eingliederung, wenn sich ein Abutment gelockert hat oder gebrochen ist – gilt GOZ 9060, je Implantat höchstens einmal je Sitzung.
Beide Ziffern sind gleich bewertet: 40,49 € (2,3-fach), 61,61 € (3,5-fach) oder 88,02 € (5,0-fach) je Sitzung. Das neue Aufbauteil kommt als Material dazu: konfektioniert 40 bis 170 €, individuell gefräst 100 bis 270 €.
Für den reinen Wechsel also rund 80 bis 360 €. Muss die Krone dafür abgenommen und wieder eingegliedert werden, kommt das zusätzlich dazu – verschraubte Versorgungen sind in dieser Situation klar im Vorteil.
IMPLANTAT-SPEZIALISTEN IN IHRER NÄHE
Was kostet nur die Krone, wenn das Implantat schon sitzt?
Diese Frage stellt sich immer dann, wenn der Zahnarzt zwei getrennte Heil- und Kostenpläne erstellt: einen für die Implantation, einen für den Zahnersatz. Der zweite Plan umfasst die Aufbauteile, die Abformung und die Krone selbst.
| Position | 2,3-fach | 3,5-fach | 5,0-fach |
|---|---|---|---|
| GOZ 9050 – Aufbauteile, bis 3× | 121,47 € | 184,84 € | 264,06 € |
| GOZ 5170 – Abformung | 32,34 € | 49,21 € | 70,30 € |
| GOZ 2200 – Vollkrone auf Implantat | 171,01 € | 260,23 € | 371,76 € |
| Zahnarzthonorar | 324,82 € | 494,28 € | 706,12 € |
Dazu kommen die Laborkosten der Krone – 730 € beim Importlabor, 1.015 € beim deutschen Meisterlabor – sowie das Aufbauteil mit 40 bis 270 €.
In der Summe rund 1.100 bis 1.990 €, typisch – beim 3,5-fachen Satz – etwa 1.350 € mit Importlabor und 1.650 € mit deutschem Meisterlabor.
Der Festzuschuss der Kasse fließt vollständig in diesen zweiten Schritt, denn bezuschusst wird der Zahnersatz und nicht das Implantat. Bei 645,12 € (Befund 2.1, 70 Prozent Bonus) bleibt ein Eigenanteil von rund 700 bis 1.000 €.
Was kostet die Planung eines Implantats?
Die Planung ist nach GOZ eine eigene Leistung – und sie wird je Kiefer berechnet, nicht je Implantat. Wer drei Implantate im selben Kiefer bekommt, zahlt sie also nur einmal.
Grundlage ist GOZ 9000, die implantatbezogene Analyse und Vermessung: 114,35 € (2,3-fach), 174,01 € (3,5-fach) oder 248,59 € (5,0-fach). Kommt eine Schablone zum Einsatz, wird sie gesondert berechnet – die einfache Orientierungsschablone nach GOZ 9003, die dreidimensional gestützte Navigationsschablone nach GOZ 9005.
Dazu die Bildgebung und das Schablonenmaterial: ein DVT kostet rund 210 €, die Bohrschablone einschließlich Labor rund 520 €.
Daraus ergeben sich drei typische Stufen:
- Klassische Planung mit Modellen und zweidimensionalem Röntgenbild: rund 115 bis 250 €
- Mit DVT: rund 325 bis 460 €
- Mit DVT und navigierter Bohrschablone: rund 880 bis 1.060 €
Die Planung ist der Posten, an dem am wenigsten zu sparen ist. Sie entscheidet darüber, ob das Implantat an der richtigen Stelle und in der richtigen Achse sitzt – und damit darüber, wie die Krone später aussieht und wie gut sie zu reinigen ist.
Wie kann ich bei Zahnimplantaten Geld sparen?
Implantate gehören zu den kostenintensiveren Versorgungen, da die Kasse nur den Zahnersatz bezuschusst. Dennoch gibt es Wege, den Eigenanteil zu senken: Eine Zahnzusatzversicherung kann – sofern rechtzeitig abgeschlossen – einen Teil der Implantatkosten abdecken.

Das größte Einsparpotenzial liegt bei den Laborkosten, gefolgt vom Zahnarzthonorar. Beim Implantatmaterial selbst ist die Ersparnis am geringsten.
Mehrere Kostenvoranschläge, günstige Implantatsysteme, Import-ZE
Leicht vergleichen kann man die Material- und Laborkosten. Günstiger Import-Zahnersatz ist die aussichtsreichste Option, um an die Suprakonstruktion, der mitunter grösste Batzen, günstiger ran zu kommen.
Aber auch das zahnärztliche Honorar ist vergleichbar. Wenn Sie sich Kostenvoranschläge (Heil- und Kostenplan, HKP) für Zahnimplantate von verschiedenen Zahnärzten einholen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Leistungen vergleichbar sind! Einige Behandler erstellen z.B. getrennte Kostenvoranschläge für das Implantat und anschließend für die Krone auf dem Implantat. Sie werden einige Möglichkeiten bereits über unsere Kostenrechner durchgerechnet haben.
Ein Beispiel: Der eine Behandler sieht einen Knochenaufbau als notwendig an. Für dieselbe Situation sieht ein anderer Implantologe gute Erfolgschancen durch die Verwendung kürzerer oder dünnerer Implantate, was preisgünstiger ist. Welcher Ansatz im Einzelfall medizinisch besser ist, lässt sich hier natürlich nicht beantworten.
Auch das verwendete Implantatsystem bietet durchaus Einsparpotenzial. Alleine die Kosten für das Implantat selbst können bei einem Billig-Anbieter bei 100€ liegen. Bei etablierten Hersteller liegen die Listenpreise deutlich über 200€, für Keramikimplantat wird schon mal das doppelte verlangt.
Bei allen Möglichkeiten des Sparens sollte aber auch bedacht werden, was passiert, wenn bei der implantologischen Versorgung nachgebessert werden muss. Bietet mir mein Behandler eine Garantie für diesen Fall – beispielsweise in Form der implantate.com – Gewährleistung?
Umfangreiche Informationen, wo Sie wie viel sparen können und welche Risiken eventuell damit verbunden sind, haben wir ausführlich im Kapitel günstige Zahnimplantate für Sie zusammengetragen.
Mit herkömmlichem Zahnersatz vergleichen
Obgleich Implantate in vielen Fällen die medizinisch nachhaltigste Lösung für Zahnersatz darstellen, kann es sich lohnen, auch alternativen Zahnersatz in Betracht zu ziehen.
Rechner und Tabellen: der belastbare Vergleich
Die Tabellen auf dieser Seite zeigen, was üblich ist — der Rechner zeigt, was auf Sie zukommt. Am meisten bringt beides zusammen: erst die eigene Versorgung mit Bonusstufe durchrechnen, dann den Heil- und Kostenplan des Zahnarztes danebenlegen und Posten für Posten vergleichen — Material, Labor, Honorar. Weicht ein einzelner Posten deutlich ab, haben Sie eine konkrete Frage für das Beratungsgespräch.
Häufige Fragen zu den Preisen von Zahnimplantaten
Was zahlt die Krankenkasse für Zahnimplantate?
Die Krankenkasse zahlt keinen Zuschuss für das Implantat selbst, sondern nur den Festzuschuss für den Zahnersatz. Bei guter Bonuspflege oder im Härtefall kann der Zuschuss einen guten Teil der Kosten abfedern. Es gibt sogar Ausnahmeindikationen, bei denen die Kasse die gesamten Kosten übernimmt.
Wie kann man bei Zahnimplantaten Geld sparen?
Am ehesten über günstigere Implantatsysteme, Import-Zahnersatz und den Vergleich mehrerer Kostenvoranschläge.
Zahlt die Privatversicherung Zahnimplantate?
Das hängt vom gewählten Tarif ab und reicht von einer Teilerstattung bis zur vollen Übernahme. Vor Behandlungsbeginn sollten Sie einen Kostenvoranschlag einreichen.
Kann man Implantatkosten finanzieren?
Viele Praxen bieten Ratenzahlung oder Finanzierung an. Auch Zahnzusatzversicherungen können sich lohnen, wenn vor Behandlungsbeginn abgeschlossen. Manche Arbeitgeber gewähren Darlehen für Zahnbehandlungen.
Lohnen sich etablierte Markenimplantate?
Markenimplantate (Straumann, Camlog, Zimmer uvm.) sind zwar teurer, dafür ist die Ersatzteilversorgung weltweit gesichert. Einige Implantathersteller konnten sich nach gutem Start im Markt nicht behaupten. Patienten haben hier große Probleme, wenn Erneuerungen notwendig sind.
Zahnimplantate steuerlich absetzen
Die Kosten für Zahnimplantate lassen sich als außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Das gilt für den gesamten Eigenanteil – also alles, was die Krankenkasse oder Zusatzversicherung nicht übernimmt. Absetzbar sind sowohl die Implantat-OP als auch der Zahnersatz, die Knochenaufbaukosten und sogar die Fahrtkosten zum Zahnarzt.
Voraussetzung ist, dass die Aufwendungen die sogenannte zumutbare Belastung übersteigen. Diese Hürde richtet sich nach dem Einkommen, Familienstand und der Kinderzahl. Ein konkretes Beispiel: Bei einem Alleinstehenden mit 50.000 Euro Jahreseinkommen liegt die zumutbare Belastung bei etwa 3.000 Euro – nur der darüber hinausgehende Teil wirkt sich steuerlich aus. Deshalb kann es sinnvoll sein, mehrere Behandlungen in ein Kalenderjahr zu legen.
Für das Finanzamt zählen Rechnungen, Heil- und Kostenplan und die Zuzahlungsbescheinigung der Kasse. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite Zahnimplantate steuerlich absetzen.
Ratenzahlung und Finanzierung von Zahnimplantaten
Viele Zahnarztpraxen bieten eine Ratenzahlung für Implantatbehandlungen an – entweder direkt oder über spezialisierte Abrechnungsdienstleister. Zinsfreie Ratenzahlung ist bei kürzeren Laufzeiten von 6 bis 12 Monaten häufig möglich. Bei längeren Laufzeiten fallen in der Regel Zinsen an, vergleichbar mit einem kleinen Konsumentenkredit.
Fragen Sie vor Behandlungsbeginn nach den Zahlungsmöglichkeiten. Die meisten Praxen sind offen für individuelle Vereinbarungen. Bedenken Sie dabei: Wenn Sie die Kosten auf mehrere Kalenderjahre verteilen, kann sich das auch bei der steuerlichen Absetzbarkeit negativ auswirken – manchmal ist es günstiger, die Gesamtsumme in einem Jahr zu zahlen und steuerlich geltend zu machen.
implantate.com-Fazit:
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) 2012, Anlage 1 Gebührenverzeichnis
Preislisten Implantathersteller: Straumann, Dentsply Sirona, Camlog, Medentis, Champions-Implants, Nobel Biocare: Produktregister
Preislisten verschiedener Dentallabore: Bartels u. Ursprung, WeJo Düsseldorf, Zahnersatz-Müller (Import) in Ratingen.
Kassenzahnärztliche Gebührenordnung (BEMA)
Befundorientierte Festzuschüsse in der Zahnersatzversorgung, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) 1/2026
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