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Brauchen Implantate eine intensivere Pflege?
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Sie haben mit Implantaten den hochwertigsten Zahnersatz gewählt. Natürlich soll Ihnen diese Investition in Ihre Gesundheit auch dauerhaft gute Dienste tun. Entscheidend für den langfristigen Implantaterfolg ist, dass die Implantate stabil und entzündungsfrei im Knochen verankert bleiben. Die richtige Pflege der Zahnimplantate ist hierfür einer der entscheidenden Faktoren. Neben der optimierten häuslichen Mundhygiene, mit der sich dieses Kapitel beschäftigt, ist aber auch eine professionelle Betreuung durch bzw. als besonders sinnvoll anzusehen. Seit den Anfängen der Implantologie wurde davon ausgegangen, dass Implantate eine über das normale Maß des Zähneputzens hinausgehende Pflege benötigen. Das hatte vor allem zwei Gründe:

1. Die grundsätzlichen anatomischen Unterschiede zwischen Zahn und Implantat:
Der Zahn ist durch spezielle Fasern zwischen Wurzel und Knochen befestigt, dieser Komplex ist der so genannten Zahnhalteapparat. Auch die Anheftung des Zahnfleisches an den Zahnhals hat eine faserige Struktur. Das Zahnbett gilt damit als besser gegen Angriffe geschützt als das Implantatbett, bei dem das Zahnfleisch lockerer anliegt. Zudem ist davon auszugehen, dass die regenerative Potenz, also die Fähigkeit nach einer Entzündung auszuheilen, durch die biologischen Voraussetzungen des Zahnhalteapparates günstiger ist als beim direkt am Implantat anliegen Knochen.

2. Die Sorge der Behandler, durch Nachlässigkeit könnte der individuelle Implantaterfolg, ja sogar der Ruf der Implantologie gefährdet werden.
Bis dato bleibt diese Forderung nach extensiver Zahnpflege unwidersprochen. Warum auch? Gute Zahnpflege scheint ja nur Vorteile zu haben. Es ist allerdings an der Zeit, sich mit diesem Thema etwas differenzierter zu befassen.

Es gibt tatsächlich kaum einen Hinweis, dass Implantate einen erhöhten Pfelegebedarf gegenüber den eigenen Zähnen haben. Die individuellen biologischen Verhältnisse (z.B. Parodontitisgefährdung) als auch die häuslichen Möglichkeiten der Pflegbarkeit bei aufwendigen Konstruktionen können einen erhöhten Aufwand aber rechtfertigen.
Im Folgenden erfahren Sie, was Sie tun können, um Ihren Implantaten ein Leben lang sicheren Halt zu geben.

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Literatur:
Hellwege, Klaus-Dieter;  Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe: Ein Leitfaden für die Individualprophylaxe, Gruppenprophylaxe und initiale Parodontaltherapie, Thieme, Stuttgart (2003)
Bernd Koeck und Wilfried Wagner, Praxis der Zahnheilkunde - Implantologie, Elsevier, München  2005
Tetsch, J. u. Tetsch, P.; Zahnärztliche Implantate: Ein Ratgeber für Patienten, Deutscher Zahnärzte Verlag (2008)

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 24. November 2012 )
 
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Wußten Sie schon, dass...

man beim Fehlen der hinteren Zähne einer Zahnreihe von einer Freiend-Situation spricht? Da nach hinten hin keine eigene Zähne vorhanden sind, ist auch ein fester Zahnersatz durch eine Brücke nicht mehr möglich. Hier besteht allerdings durch den Einsatz von Implantaten die Möglichkeit, eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden und auf festen Zähnen zu beissen. Mehr im Kapitel Zahnersatz-Alternatven.

 
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