Wissenschaftliche Kurzinformationen (Abstracts) zur implantologischen Therapie: periimplantäre Mukositis und

Mukositis-Management für die Periimplantitis-Primärprävention


Jepsen S, Berglundh T, Genco R, Aass AM, Demirel K, Derks J, Figuero E, Giovannoli JL, Goldstein M, Lambert F, Ortiz-Vigon A, Polyzois I, Salvi GE, Schwarz F, Serino G, Tomasi C, Zitzmann NU.
Primary prevention of peri-implantitis: managing peri-implant mucositis
J Clin Periodontol. 2015 Apr;42 Suppl 16:S152-7.

Die Prävention einer periimplantären Mukositis wird als wirksame präventive Maßnahme zur Verhinderung einer Periimplantitis betrachtet. Die Ziele der Arbeitsgruppe waren daher die Ermittlung der Prävalenz periimplantärer Erkrankungen und die Bewertung, wie ein Management der Mukositis erfolgen könnte. Anhand einer systematischen Recherche wurden
Prävalenzraten für eine Mukositis von 43,0 % sowie für eine Periimplantitis von 22,0 % ermittelt. Blutung bei Sondierung wurde als hauptsächlicher klinischer Parameter eingestuft,
um zwischen gesundem und erkranktem periimplantären Gewebe zu unterscheiden. Eine fehlende regelmäßige supportive Therapie der Mukositis erhöht das Risiko der Entstehung einer Periimplantitis. Während eine Plaque-Akkumulation einen eindeutigen Risikofaktor darstellt, handelt es sich bei den Faktoren Rauchen und Zementüberschüsse im periimplantären Bereich um patientenspezifische bzw. lokale Risikofaktoren, die eine Entstehung der Mukositis beeinflussen. Eine wirksame präventive Maßnahme stellt die häusliche Mundhygiene mit normalen oder elektrischen Zahnbürsten dar. Mundhygieneinstruktionen und regelmäßige Zahnreinigungen führen zu weniger klinischen Entzündungszeichen, während Antiseptika, die lokale und systemische Antibiotikagabe sowie der Einsatz von Pulverstrahlgeräten im Zusammenhang mit den professionellen Präventionsmaßnahmen nicht zu einem Zusatznutzen führten.

Letzte Aktualisierung am Montag, 17. Juni 2019