Wissenschaftliche Kurzinfos (Abstracts) über Augmantations-Methoden in der Implantologie: Sinuslift, BMP, Distraktion, Knochenersatzmaterialien:

Eine retrospektive Analyse mittels Kegelstrahl-Computertomografie zur Resorptionsrate deprotenisierten Knochenersatzmaterials bovinen Ursprungs als Material zur Sinusbodenaugmentation


Umanjec-Korac S, Wu G, Hassan B, Liu Y, Wismeijer D.
A retrospective analysis of the resorption rate of deproteinized bovine bone as maxillary sinus graft material on cone beam computed tomography.
Clin Oral Implants Res. 2013 Apr 17. [Epub ahead ofprint]


Die Resorption des Transplantats stellt den wesentlichen Nachteil im Zusammenhang mit einer Sinusbodenaugmentation dar. Daher war das Ziel der vorliegenden Untersuchung, den prozentualen Anteil des Volumenverlusts von deproteinisiertem Knochenersatzmaterials boviner Herkunft (deproteinized bovine bone, DBB) mittels Kegelstrahl-Computertomografie (cone beam computed tomography, CBCT) zu messen.

Dazu wurde eine retrospektive Analyse von 29 augmentierten Kieferhöhlen von 19 Patienten durchgeführt. Bei dem Augmentationsmaterial handelte es sich entweder um DBB als alleinigem Material oder um eine Mischung von 80% DBB mit 20% autolog gewonnenen Knochenchips.

Anschließend wurden insgesamt 55 Implantate im Oberkiefer-Seitenzahnbereich inseriert. CBCT wurden prä- und postoperativ sowie nach einem Follow up von zwei Jahren durchgeführt. Die mittlere krestale Knochenhöhe betrug präoperativ 2,7 ± 1,2 mm.

Postoperativ konnte eine mittlere Knochenhöhe von 14,13 ± 4,6 mm gemessen werden. Der mittlere prozentuale krestale Höhenverlust und der Volumenverlust betrugen für DBB nach einem zweijährigen Follow up 18,58% und 19,30% und für DBB mit autologen Knochenchips 27,62% und 19,85%.

Letzte Aktualisierung am Mittwoch, 17. April 2013