Wissenschaftliche Kurzinfos (Abstracts) über Keramik in der Implantologie: Zirkonimplantate, Zirkonabutments,

Der Einfluss der Präparation und der Wandstärke auf den Frakturwiderstand von Implantatabutments aus Zirkondioxid


Att W, Yajima ND, Wolkewitz M, Witkowski S, Strub JR.
Influence of preparation and wall thickness on the resistance to fracture of zirconia implant abutments.
Clin Implant Dent Relat Res. 2012 May;14 Suppl 1:e196-203.

Derzeit gibt es wenige Studien, die den Einfluss von Schleifvorgängen und der Materialstärke auf den Frakturwiderstand von Abutments aus Zirkondioxid zum Gegenstand haben. Um diese Zusammenhänge zu untersuchen, wurden 64 Implantate mit Abutments aus Titan (Ti) und Zirkondioxid (Zr-8, Zr-18 und
Zr-1) versorgt. Die Abutments aus der Zr-8-Gruppe wiesen eine Wandstärke von 0,8 mm auf und die aus Gruppe Zr-1 hatten eine Wandstärke von 1 mm. Bei den Abutments der Gruppe Zr-18 wurde die Wandstärke von 1 mm auf 0,8 mm heruntergeschliffen.

Auf alle Abutments wurden standardisierte Metallkronen (erster mittlerer Oberkiefer-Schneidezahn) zementiert. Die Bruchfestigkeit aller Prüfkörper wurde vor und nach artifizieller Kaubelastung in einer Prüfmaschine ermittelt. Die mittlere Frakturresistenz vor und nach Belastung und künstlicher Alterung betrug in Gruppe Ti 500-504 N, in Gruppe Zr-8 487-491 N, in Gruppe Zr-18 490-451 N und in Gruppe Zr-1 519-480 N. Signifikante Unterschiede konnten nicht ermittelt werden.

Schlussfolgerung: Alle Abutments sind in der Lage, physiologischen Belastungen in der Mundhöhle standzuhalten. Allerdings sollten die vorliegenden Ergebnisse mit anderen Implantatsystemen nochmals überprüft und verifiziert werden.

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 14. August 2012