Krone aus Kunststoff, PEEK-Kronen

Bisherige Versuche, Hochleistungskunststoffe für festsitzende Kronenversorgung von Zähnen zu etablieren, waren nicht erfolgreich. Zahnärzte konnten von den Qualitäten der Kusnstoffkronen was  Bruchstabiltät, Abriebfestigkeit und dauerhaften ästhetischen Erfolg angeht, nicht überzeugt werden. Die technologische Entwicklung auf dem Kunststoffsektor schreitet aber rasant voran. Vor allem  Keramik-Kunststoff-Verbundsystemen werden propagiert, wobei es sich eher um Keramikstrukturen handelt, die in eine (anteilig geringe) Kunsstoffmatrix eingebettet sind.

PEEK der neue Hoffnungsträger für den Zahnersatz auf Kunststoffbasis

PEEK (Polyetheretherketon) ist ein Kunststoff mit keramischen Füllpartikeln aus der Gruppe der Polyaryletherketone (PAEK). Er ist wasserunlo?slich und daher extrem biokompatibel. Mit einer Schmelztemperatur von ca. 334°C ist er absolut hitzebeständig. Sein Elastizita?tsmodul entspricht dem des menschlichen Knochens, seine Bruchfestigkeit ist ausreichend für Zahnbrücken. und die Oberfläche ist hochglanzpolierbar und widersteht Plaqueanlagerungen. Alles nur hervorragende Qualitätseigenschaften, durch die PEEK bereits seit Jahrzehnten als Implantatmaterial (z.B. Wirbelkörperersatz) Wertschätzung erhält.

Für die Nutzung als Kronenmaterail muss PEEk jedoch verblendet werden, was technisch zwar gut funktioniert, aber mit der man sich letztendlich die Nachteile des Verblendmaterials einkauft: mangelhafte Abriebfestigkeit und fragliche Farbbeständigkeit.

Kunststoffe sind aber unersetzlich für die Herstellung von provisorischen Kronen (s.o.) und werden als Verblendung bei herausnehmbarem Zahnersatz genutzt.

  • Haltbarkeit: Mäßig. Abriebfestigkeit und Stabilität nicht gut.
  • Verträglichkeit: Gut, aber Plaque-Anlagerung möglich (Karies und Ginigivitisgefahr),  Zahn muss stärker beschliffen werden als bei einer Metallkrone.
  • Aussehen: Anfänglich gut, dann Verfärbungen möglich.
  • Kosten: Privatleistung. Material günstig. Billigste zahnfarbene Krone.

 

Mit Kunststoff verblendete Krone

Wie bereits erwähnt, stellte die Verblendung von Metallgerüsten mit Kunststoffen eine "Mode" der 70er und 80er-Jahre dar, die hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Ästhetik unzureichende Ergebnisse erzielte und daher nicht mehr zu den wissenschaftlich akzeptablen Kronenversorgungen zu zählen ist. Verblendungen aus Kunststoff finden lediglich bei herausnehmbarem Zahnersatz Verwendung, bei den sogenannten Teleskopprothesen

Weitere Material-Optionen für Zahnkronen

  • Kronen aus Vollkeramik
  • Metallkronen (Goldkrone, Titan oder Stahl)
  • Verblendkronen.

Die Kassen bezuschussen bei Überkronungsbedürftigkeit eines Zahnes nach Antrag mit einem Heil- und Kostenplan (HKP) (medizinische Indikation)  die Behandlung: den Festzuschuss für eine Krone. Hier gibt es Infos zu den Kosten für eine Zahnkrone.

 

Literatur:
Wolfgang Gernet, Reiner Biffar,  Norbert Schwenzer und Michael Ehrenfeld; Zahnärztliche Prothetik; Thieme-Verlag (9. März 2011) 

Heinrich Friedrich Kappert, Karl Eichner Zahnärztliche Werkstoffe und ihre Verarbeitung, Bd. 2: Werkstoffe unter klinischen Aspekten,  Thieme; Auflage: 6. Bearb. u. erg. (24. September 2008)

Letzte Aktualisierung am Freitag, 03. April 2015



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    bei Beantragung eines Zuschusses für Zahnersatz (Heil- und Kostenplan) bei der gesetzlichen Krankenkassen dieser immer den gleichen Betrag ausmacht, egal ob Sie sich für ein Implantat, eine Brücke oder einen herausnehmbaren Zahnersatz entscheiden? Das ist dann der sogenannte Festzuschuss. Dieser lässt sich allerdings durch regelmässige Zahnarztbesuche in den letzten 5 Jahren (um 20%) bzw. 10 Jahren (um 30%) steigern.

    Mehr zum Thema Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen.