Zielsetzung Die randomisierte kontrollierte Studie verglich zwei Verfahren zur Deckung periimplantärer Weichgewebsdehiszenzen: den koronal verschobenen Lappen und die Tunneltechnik, jeweils in Kombination mit einem Bindegewebstransplantat.
Material und Methoden Eingeschlossen wurden 28 Teilnehmer mit isolierten, nicht-molaren Implantaten mit periimplantärer Weichgewebsdehiszenz.
Ergebnisse Nach zwölf Monaten betrug die mittlere Defektdeckung 90,23 % beim koronal verschobenen Lappen gegenüber 59,76 % bei der Tunneltechnik (p = 0,03). Auch beim Zugewinn an Breite keratinisierter Mukosa und an Mukosadicke sowie bei den patientenberichteten Ergebnissen (PROMs) schnitt der koronal verschobene Lappen besser ab.
Schlussfolgerung Die Autoren folgern, dass der koronal verschobene Lappen in Kombination mit einem Bindegewebstransplantat der Tunneltechnik bei der Behandlung isolierter periimplantärer Weichgewebsdehiszenzen überlegen ist.
Tavelli L, Majzoub J, Kauffmann F, Rodriguez MV, Mancini L, Chan HL, et al. Coronally advanced flap versus tunnel technique for the treatment of peri-implant soft tissue dehiscences: a randomized controlled clinical trial. J Clin Periodontol. 2023;50(7):980-995. https://doi.org/10.1111/jcpe.13806