Oberkiefer-Implantatprothesen mit Steg- oder Einzelverankerung – eine randomisierte kontrollierte 5-Jahres-Studie

Zielsetzung Die randomisierte kontrollierte Studie verglich über fünf Jahre Oberkiefer-Implantatprothesen (Overdentures) mit Steg- oder mit Einzelverankerung.

Material und Methoden 50 aufeinanderfolgende, vollständig zahnlose Patienten mit Problemen mit ihrer konventionellen Prothese wurden mit vier Implantaten versorgt und randomisiert einer Steg- oder einer Einzelverankerung zugeordnet.

Ergebnisse Nach fünf Jahren war die mittlere Veränderung des marginalen Knochenniveaus in der Einzelverankerungs-Gruppe größer (−1,41 ± 1,38 mm; P = 0,024) als in der Steggruppe (−0,99 ± 0,96 mm). Zudem überlebten weniger Implantate in der Einzelverankerungs-Gruppe (89,5 %; P = 0,027) als in der Steggruppe (96,3 %). Die Prothesenüberlebensrate lag bei 95,0 % (Steg) beziehungsweise 91,3 % (Einzelverankerung).

Schlussfolgerung In der Oberkiefer-Implantatprothesen-Therapie fielen somit marginales Knochenniveau, Implantatüberleben und Komplikationszahl mit einer Stegverankerung günstiger aus als mit Einzelverankerungen.

Onclin P, Boven GC, Vissink A, Meijer HJ, Raghoebar GM. Maxillary implant overdentures retained with bars or solitary attachments: A 5-year randomised controlled trial. J Prosthodont Res. 2023;67(3):400-409. https://doi.org/10.2186/jpr.JPR_D_22_00076

Letzte Aktualisierung am Montag, 27. Juli 2026

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