Tatiana Miranda Deliberador 1, Gilmar José Begnini 1, Flávia Tomazinho 1, Carlos Eduardo Edwards Rezende 1, Fernando Luis Esteban Florez 2, Denise Piotto Leonardi
Immediate Implant Placement and Provisionalization Using the Patient’s Extracted Crown: 12-Month Follow-Up
Compend Contin Educ Dent. 2018 Mar;39(3):e18-e21.
Problemstellung: Die Sofortimplantation mit anschließender provisorischer Versorgung in frischen Extraktionsalveolen hat sich als zuverlässige Behandlungsmethode zur Wiederherstellung nicht erhaltungsfähiger Zähne im Frontzahnbereich des Oberkiefers erwiesen.
Ziel: In dieser Arbeit wird ein klinischer Fall beschrieben, bei dem ein Sofortimplantationsprotokoll angewendet wurde, das zwei aufeinanderfolgende Augmentationen (Rinderknochen und Bindegewebe) mit einer provisorischen Sofortversorgung unter Verwendung der natürlichen Krone des extrahierten Zahnes kombiniert.
Klinischer Fallbericht: Bei einer 23‑jährigen Patientin zeigten klinische, physikalische und bildgebende Untersuchungen am oberen rechten zentralen Schneidezahn (Zahn 11) eine leichte Beweglichkeit infolge einer ausgeprägten zervikalen Resorption. Der Behandlungsplan umfasste die schonende Extraktion des Zahns, gefolgt von Sofortimplantation und sofortiger provisorischer Versorgung. Aufgrund einer sehr dünnen fazialen Knochenlamelle und eines feinen Gingivatyps wurden zwei Materialien eingebracht: ein bovines Knochenersatzmaterial und ein Bindegewebstransplantat.
Ergebnisse: Die Wiederverwendung der extrahierten natürlichen Krone als provisorische Krone nach Sofortimplantation führte zu einem unmittelbar ästhetisch überzeugenden Ergebnis und zeigte nach 12 Monaten stabile, langfristig günstige Resultate.
Schlussfolgerung: Das vorgeschlagene Behandlungsprotokoll ermöglicht eine sofortige Wiederherstellung der Ästhetik und Funktion bei gleichzeitiger Erhaltung von Gesundheit, Volumen und Kontur des periimplantären Weichgewebes über einen Beobachtungszeitraum von 12 Monaten.
Klinische Relevanz: Extraktionen im Frontzahnbereich erfordern gewöhnlich Einzelzahnrekonstruktionen aus synthetischen Materialien (z. B. Kunststoffe), die häufig weder das natürliche Erscheinungsbild noch die physiologische Gewebefunktion vollständig wiedergeben können. Die Verwendung der eigenen natürlichen Krone des Patienten stellte sich als effektive Alternative heraus, mit der das Gewebevolumen, die Kontur und die Ästhetik auf natürliche Weise erhalten werden können.
