Die Behebung von späten Implantatverlusten ist schwierig und kostenintensiv; dennoch haben nur wenige Übersichten die mit späten Implantatverlusten verbundenen Risikofaktoren untersucht. Ziel dieser Literaturübersicht war es, Einflüsse verschiedener potenzieller Risikofaktoren auf das Auftreten von späten Implantatverlusten zusammenzufassen. Das Protokoll dieser systematischen Übersicht wurde nach PRISMA erstellt und umgesetzt. Im Dezember 2018 wurden Studien der vorangegangenen zehn Jahre selektiert, die die Kriterien zur Untersuchung des späten Implantatverlusts erfüllten; identifizierte Risikofaktoren wurden mit einer vordefinierten Extraktionsvorlage erfasst. Vierzehn geeignete Studien wurden ausgewertet. Häufige Risikofaktoren für späte Misserfolge wurden in drei Gruppen eingeteilt: Patientenanamnese (Strahlentherapie, Parodontitis, Bruxismus und frühe Implantatverluste), (2) klinische Parameter (posteriore Implantatlage und Knochenqualität Grad 4) und (3) klinische Entscheidungen (niedrige initiale Stabilität, mehrere während einer Operation gesetzte Implantate, Entzündung an der OP‑Stelle im ersten Jahr oder Verwendung einer Konus‑Überdenture). Kliniker sollten während des gesamten Implantatprozesses — von der Erstuntersuchung über die Behandlungsplanung und Operation bis zur Prothesenwahl — Vorsicht walten lassen, um das Risiko späten Implantatverlusts zu minimieren[2].
Thanh An Do; Hoang Son Le; Yen‑Wen Shen; Heng‑Li Huang; Heng‑Li Huang; Lih‑Jyh Fuh
(2020)
Risk factors related to late failure of dental implant—A systematic review of recent studies
International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(11), https://doi.org/10.3390/IJERPH17113931
