Irena Sailer; Duygu Karasan; Ana Todorovic; Maria Ligoutsikou; Bjarni E. Pjetursson
Prosthetic failures in dental implant therapy
Periodontology 2000,(2022) , https://doi.org/10.1111/prd.12416
Sowohl festsitzende als auch herausnehmbare implantatgestützte Prothesen sind etablierte Methoden zum Ersatz fehlender Zähne in partiell oder vollständig zahnlosen Patienten. Zahlreiche systematische Übersichten haben die Erfolgsraten und Komplikationen von implantatgetragenen festsitzenden Zahnersatz und implantatgetragenen Overdentures bewertet und zeigen hohe 5‑Jahres‑Erfolgsraten, die von 97,1 % bei festsitzenden Prothesen bis zu 95 %–100 % bei implantatgetragenen Overdentures reichen. Allerdings repräsentieren die Erfolgsraten nur das Fortbestehen der Prothesen für eine definierte Nachbeobachtungszeit und berücksichtigen nicht zwangsläufig auftretende prothetische Komplikationen, die den Gesamterfolg der Implantatbehandlung beeinflussen können. Die häufigsten technischen Komplikationen bei festsitzenden implantatgetragenen Einzelkronen sind Kronenfrakturen, Brüche keramischer Abutments und ästhetische Probleme. Die vorherrschende technische Komplikation bei mehrgliedrigen festsitzenden implantatgetragenen Suprakonstruktionen ist das Brechen/Abplatzen der Verblendkeramik. Für implantatgetragene Overdentures werden Überdenture‑Frakturen oder Abplatzungen der Verblendmaterialien berichtet; mechanische Komplikationen umfassen Implantatbrüche, Versagen von Retentionssystemen sowie Probleme mit Gehäusen oder Einsätzen der Attachments. Um das Risiko solcher Misserfolge zu reduzieren, ist eine umfassende diagnostische Vorplanung essenziell, einschließlich der Definition des prothetischen Ziels mittels Wax‑up oder Set‑up und der damit verbundenen idealen, prothetisch orientierten dreidimensionalen Implantatposition. Darüber hinaus ist die Auswahl des geeigneten Prothesentypen sowie der entsprechenden Implantatkomponenten und Materialien entscheidend für einen langfristigen klinischen Erfolg
