Zielsetzung Ein achtköpfiges Panel aus Experten mit langjähriger klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung erarbeitete Behandlungsempfehlungen zur Versorgung der Extraktionsalveole.
Material und Methoden Die Empfehlungen entstanden auf einer zweitägigen Konsensuskonferenz der Giuseppe-Cardaropoli-Stiftung.
Ergebnisse Bei intakter Alveole gilt die Sofortimplantation mit sofortiger prothetischer Versorgung als Referenz, sofern eine ausreichende Primärstabilität erreichbar ist und die bukkale Knochenlamelle vorhanden ist; ein Spalt von mehr als 2 mm zwischen Knochen und Implantat sollte augmentiert werden. Alveoläre Kammerhaltung sowie Frühimplantation mit Konturaugmentation stellen Alternativen dar. Bei kompromittierter Alveole wird ein gestuftes Vorgehen (Früh- oder Spätimplantation) mit Knochenaufbau bevorzugt.
Schlussfolgerung Entscheidend für die Wahl des Vorgehens sind die Eigenschaften der Extraktionsstelle – das verfügbare Knochenvolumen, die Integrität der bukkalen Knochenlamelle und der parodontale Phänotyp.
Cardaropoli D, Araujo M, Buser D, Grunder U, Kan J, Levine RA, et al. Treatment Options for the Management of the Postextraction Socket: Report From the First Giuseppe Cardaropoli Foundation Consensus Conference. J Periodontal Res. 2025;60(5):398-416. https://doi.org/10.1111/jre.13385
