Die Auswirkung der chirurgischen Bohrschablone auf die von der Implantatbohrung generierten Hitze

ZWECK: Der Zweck dieser Studie war die Bewertung der Hitzeentwicklung, welche im Knochen durch 2 Implantat-Bohrersysteme in vitro mit und ohne Verwendung von chirurgischen Bohrschablonen verursacht wird.

MATERIALEN UND METHODEN: Die Temperatur wurde in vitro mit einem K-Typ Thermoelement unter Verwendung eines kortikalen Rinder-Oberschenkelknochenmodells. Während des ganzen Bohrprozedere wurde eine konstante Bohrlast von 2,0 kg über ein Bohrgestell und einer Geschwindigkeit von 1.500 RPM angewendet. Bewertet wurden zwei verschiedene Implantat-Bohrersysteme: System A (mit externer Spülung) und System B (mit sowohl externer als auch interner Spülung). Die Proben wurden in 4 Gruppen aufgeteilt.
Die System-A-Testgruppe 1 (TG1) beinhaltete das folgende: 20 Proben zum Bohren mit chirurgischen Bohrschablonen; die Kontrollgruppe 1 (CG1): 20 Proben für die klassische Implantatbereichspräparation. Die System-B-Testgruppe 2 (TG2) beinhaltete das folgende: 20 Proben zum Bohren mit chirurgischen Bohrschablonen; Kontrollgruppe 2 (CG2): 20 Proben für die klassische Implantatbereichspräparation. Die Hitze wurde bei der finalen Bohrung in der Bohrsequenz (4,2 und 4,4 mm) gemessen. Die Thermoelemente wurden mit einer Distanz von 1-mm zum Osteotomiebereich in Tiefen von 3,6 und 9 mm eingebracht. Die Hitzemessungen wurden bis zu 50 Anwendungen mittels eines Softwareprogramms aufgezeichnet. Die Daten wurden anhand des Mann-Whitney-U- und Kruskal-Wallis-Tests bewertet. Das Alpha-Level wurde a priori bei 0,05 gesetzt.
Ergebnisse: Bei Tiefen von 3,6 und 9 mm betrugen die Durchschnittstemperaturen unter Verwendung chirurgischer Bohrschablonen 34,2 Grad, 39,7 Grad und 39,8 Grad Celsius, obwohl die Werte ohne Verwendung chirurgischer Bohrschablonen 28,8 Grad, 30,7 Grad und 31,1 Grad Celsius betrugen. Ein statistisch signifikanter Unterschied wurde in Tiefen von 3,6 und 9 mm zwischen der Verwendung von chirurgischen Bohrschablonen und dem klassischen Bohrverfahren festgestellt .
SCHLUSSFOLGERUNGEN: Vom Standpunkt der Hitzegenerierung schlussfolgern wir, dass die Aufbereitung eines Implantatbetts unter Verwendung chirurgischer Bohrschablonen mehr Hitze generiert, als die klassische Implantatbettaufbereitung – unabhängig von der Art der Wasserkühlung.

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 09. Februar 2010

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