Artma war ein österreichischer Anbieter computergestützter Chirurgie aus Wien. Das Unternehmen entwickelte mit dem Artma Virtual Patient® ein System zur stereotaktischen Navigation auf Basis von Augmented Reality und gehörte in den 1990er-Jahren zu den frühen Anbietern navigierter Verfahren in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der HNO-Chirurgie und der zahnärztlichen Implantologie.
Als klinische Referenzzentren nannte das Unternehmen unter anderem die Universität Wien (Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Zahnklinik und Abteilung für Orale Chirurgie), die Universität Innsbruck (HNO) sowie Universitäten in Berlin und Zürich. Der Vertrieb der implantologischen Planungssoftware im deutschsprachigen Raum lief laut Fachliteratur zunächst über die Baumgartner & Rath GmbH in München, in späteren Veröffentlichungen wird die MEDLIBRE Forschungsgesellschaft mbH in München genannt.
Firmengeschichte: Die Gesellschaft ist im österreichischen Firmenbuch unter FN 059789a (Handelsgericht Wien) seit 1993 eingetragen, zunächst als ARTMA medizintechnik GmbH. Nach zwischenzeitlicher Umfirmierung wurde daraus im Jahr 2000 die ARTMA Medical Technologies GmbH und noch im selben Jahr die ARTMA Medical Technologies AG. 2005 folgte ein Konkursverfahren, das im Juni 2005 aufgehoben wurde; 2010 wurde die Gesellschaft von Amts wegen gelöscht. Auf den Unternehmensseiten traten daneben die Bezeichnungen Artma Biomedical (Wien) und Artma Biomedical, Inc. (Salt Lake City) auf.
Die Produkte werden nicht mehr angeboten. Die Domain artma.com ist zwar weiterhin erreichbar, wird heute aber nicht mehr vom Hersteller betrieben: Laut dortigem Impressum handelt es sich um eine 2020 aus dem Internet Archive rekonstruierte Fassung der alten Unternehmensseite, verantwortet von der EURODOC Telemedizin Forschungsgesellschaft mbH in Wien. Die Inhalte selbst stammen aus den Jahren 1996 und 1997 und sind die maßgebliche Quelle für die Produktbeschreibungen in diesem Register.