Parodontitis erhöht Krebsrisiko um 50 Prozent

Der gefährliche Einfluss einer Parodontose auf den gesamten Körper wurde bereits durch etliche Studien belegt. Ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Diabetes mellitus sind nur einige der negativen Auswirkungen der entzündlichen Zahnbetterkrankung auf die Allgemeingesundheit. Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Studie belegen desweiteren ein beunruhigend hohes Risiko für Kehlkopf- und Magenkrebs.

Daten von fast 150.000 Personen in Langzeitstudie ausgewertet

Über einen Zeitraum von 20 Jahren untersuchten Wissenschaftler der Harvard TH Chan School of Public Health (USA) das Auftreten von Magen- und Kehlkopfkrebs bei insgesamt 98.469 Frauen und 49.685 Männern.

Parodontitisvorgeschichte erhöht das Krebsrisiko signifikant

Es stellte sich heraus, dass Patienten mit bereits behandelter oder akuter Parodontitis, ein um 52 Prozent höheres Risiko für Magenkrebs und ein um 43 Prozent höheres Risiko für Kehlkopfkrebs aufwiesen. Wer zwei oder mehr Zähne verloren hatte, war umso gefährdeter: Das Risiko, an einer der beiden Krebsarten zu erkranken, war zusätzlich um ein Drittel erhöht.

Zahnärztliche Vorsorge senkt Krebsrisiko

Die genauen Zusammenhänge zwischen der entzündlichen Zahnbetterkrankung und der Entstehung von Krebs sind nicht abschließend erforscht. In jedem Fall wurde durch die Studie einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig eine gründliche Zahnpflege und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt sind.


Quelle: dx.doi.org/10.1136/gutjnl-2020-321949

Letzte Aktualisierung am Montag, 23. November 2020

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