Eine der wichtigsten Botschaften der DMS-6-Längsschnittstudie richtet sich direkt an Patienten zwischen 35 und 45: Die entscheidende Phase der Parodontitis liegt im mittleren Erwachsenenalter. Genau dann, wenn viele Menschen die Erkrankung noch nicht ernst nehmen – weil sie kaum Schmerzen verursacht – legt sie die Grundlage für schwere Verläufe im späteren Leben.
KZBV-Vorstandsvorsitzender Martin Hendges bringt es auf den Punkt: Wer im mittleren Erwachsenenalter nicht behandelt wird, kämpft als Senior mit den Folgen. Die DMS 6 liefert dafür den Beleg: Bei den damals 35- bis 44-Jährigen ist die Neuerkrankungsrate besonders hoch – und die Progressionsschübe verlaufen in dieser Lebensphase am dynamischsten.
Für Patienten in diesem Alter gilt: Eine Parodontitis im Frühstadium lässt sich ohne chirurgische Eingriffe behandeln und langfristig stabilisieren. Wer wartet, bis starke Beschwerden auftreten, riskiert Zahnverlust und einen deutlich aufwendigeren Behandlungsweg. Seit Juli 2021 übernehmen die gesetzlichen Kassen die strukturierte Parodontitis-Therapie inklusive zweijähriger Nachsorge – eine Möglichkeit, die viele Berechtigte bisher noch nicht genutzt haben.
Wichtig dabei: Die Kosten der Behandlung sind für GKV-Patienten überschaubar. Alles zur Parodontitis-Behandlung und den Kosten sowie zur Früherkennung findet sich auf implantate.com.
Quelle: IDZ/KZBV/BZÄK: Längsschnittergebnisse der DMS 6. Pressekonferenz Berlin, 14. April 2026. Ergebnisportal DMS 6: www.deutsche-mundgesundheitsstudie.de
