Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie: Deutschlands Mundgesundheit auf dem Prüfstand

Die Basisdaten sind bereits verfügbar, tiefer gehende statistische Analysen werden noch folgen, so das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) als zuständiges Forschungsinstitut. Diese wissenschaftlich aufwendige Studie befasst sich nun zum fünften Mal mit der Mund- und Zahngesundheit der deutschen Bevölkerung. In insgesamt 90 Untersuchungsgemeinden befragten und untersuchten die Mitarbeiter des IDZ etwa 4.600 Menschen aus allen Altersgruppen und sozialen Schichten im Zeitraum von Oktober 2013 bis Juni 2014, um wichtige Erkenntnisse über den Zustand der zahnmedizinischen Versorgung zu gewinnen. Und die Ergebnisse sind laut IDZ erfreulich. 81 Prozent der 12-Jä̈hrigen sind heute kariesfrei. Die Anzahl der Zähne mit Karies der 35-44-jährigen Erwachsenen ist seit 1997 um fast ein Drittel zurückgegangen und die Zahl der Wurzelkarieserkrankungen dieser Gruppe hat sich seit 1997 halbiert.

Die Anzahl der schweren Parodontalerkrankungen ist in dieser Gruppe um die Hälfte reduziert. Betrachtet man die Häufigkeit der Parodontitis (entzündliche Zahnbetterkrankung) bei jungen Senioren im Alter von 65- bis 74 gibt es dort ebenfalls eine rückläufige Tendenz. Allgemein hat sich der Behandlungsbedarf im Zusammenhang mit Parodontitis jedoch gesteigert. Und auch der Anteil der Zahnlosen hat sich reduziert, was jedoch auf Dauer zu einer Erhöhung der Karies- und Parodontalerkrankungen führen kann, da in dieser Gruppe mehr Zähne in die Gesamtbeurteilung mit hinein fließen.

Im Bereich der prothetischen Versorgung bedeutet dies, dass die 65- bis 74-jä̈hrigen Senioren, die laut der aktuellen DM-Studie mehr Zähne behielten und von denen nur jeder achte zahnlos ist, auch mehr prothetische Versorgungen erhielten. Nicht überraschend aber bei den immer älter werdenden Senioren und der damit verbundenen Krankheitslast immer wichtiger sind die Daten zu den 75-100-jährigen Senioren. Diese Älteren, die noch zu Hause leben können, sind der gleichen Altersgruppe im Heim (Seniorengruppe der 75-100-Jährigen) in Bezug auf die Selbstständigkeit bei der Organisation von Zahnarztterminen, einer guten Mundgesundheitspflege und den Unterstützungsbedarf bei der Mundhygiene überleben.

Für die zahnärztliche Prävention aller in Deutschland tätigen Prophylaxehelferinnen und Zahnärzte spricht, dass sich die Zahn- und Mundgesundheit der Bevölkerung über alle sozialen Schichten hinweg in allen Bereichen noch einmal verbessert hat. Damit das auch so bleibt ist das erklärte große Ziel der DMS neben der aussagekräftigen Datenlage auch mithilfe der Erkenntnisse evidenzbasierte Grundsatzentscheidungen in der gesundheitspolitischen Diskussion unterstützen zu können und künftige Versorgungskonzepte daran zu orientieren. Es ist nämlich zu vermuten, dass angesichts der demografischen Veränderungen und den politischen Auswirkungen der Flüchtlingspolitik der Behandlungsbedarf künftig steigt.


Quelle:
IDZ, DMS V

Letzte Aktualisierung am Donnerstag, 15. September 2016
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