Auch geringer Zuckerkonsum erhöht die Zahl der Kariesbakterien im Mund

Laut einer aktuellen Studie kann schon eine kleine Menge Zucker zusätzlich am Tag die Bakterienzusammensetzung in der Mundhöhle verändern und somit Karies begünstigen.

Veränderte Mundflora erhöht Kariesrisiko

Ein erhöhter Zuckerkonsum führt zu Karies, das wissen wir alle. Jetzt haben Wissenschaftler erstmals nachgewiesen, dass bereits die Zuckermenge von einem Glas Apfelschorle am Tag genügen könnte, damit sich die Mundflora grundlegend verändert und kariesverursachende Bakterien leichteres Spiel haben.

Zuckerkonsum beeinflusst Wachstum schädlicher Bakterien

Über einen Zeitraum von 3 Monaten lutschten die Studienteilnehmer täglich 10g Kandiszucker. So viel Zucker enthälz beispielsweise ein Glas Apfelschorle. An ihren sonstigen Essgewohnheiten oder der Zahnpflegeroutine änderten sie nichts. Am Ende der Versuchsphase war die Artenvielfalt der Bakterien im Speichel der Probanden deutlich geringer. Stattdessen hatte sich die Anzahl der schädlichen Bakterien, zum Beispiel der an Karies beteiligten Streptococcus-Bakterien, erhöht.

Keine Demineralisierung nach 3 Monaten

Durch die Ergebnisse der Studie konnte der direkte Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und verminderter Artenvielfalt von Bakterien in der Mundhöhle nachgewiesen werden.
Die für Karies typische Demineralisierung der Zähne konnte nach der Studiendauer von 3 Monaten nicht eindeutig bewiesen werden. Daher planen die Wissenschaftler, eine weitere Studie mit mehr Teilnehmern über einen längeren Zeitraum durchzuführen.


Quelle: Universitätsklinikum Freiburg

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 02. Oktober 2018

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