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Probleme mit Sinuslift

Verfasst am: 07. 08. 2018, 16:30
Jesse
Gast
Themenersteller
Dabei seit: 07.08.2018
Beiträge: 1
Hallo,
Bei mir soll im OK und UK eine Implantatgetragene Vollprothese zum Einsatz kommen. UK kein Problem, hab ich seit letzter Woche meine Implantate drin. OK sollte ein Sinuslift gemacht werden. Dieser musste aber abgebrochen werden, da die Membran in der Kieferhöhle sehr dünn ist und beim ablösen vom Knochen gerissen ist. Nun wurde mir vorgeschlagen es in 2 Monaten nochmals mit einem Sinuslift zu versuchen und wenn es nicht klappt, die 4 Implantate nur im vorderen Bereich einzubringen.
Nun meine Fragen:
1. macht es Sinn, den Sinuslift nochmals zu versuchen?
2. Wenn es nicht klappt und die Implantate nur im vorderen Bereich eingebracht werden können, ist dann ausreichend Stabilität gegeben? Mein Arzt meine man müsste dann eine kleine Gaumenplatte mit vorsehen für die Stabilität, ist das so? Oder kann dies vermieden werden?
Gibt es eventuel andere Lösungen, wenn kein Sinuslift möglich ist?
Danke.
 
Verfasst am: 10. 08. 2018, 19:36
docwolf
Gast
Dabei seit: 10.08.2018
Beiträge: 1
Guten Tag,
ein 2. Sinusliftversuch ist noch schwieriger, da es zu narbigen Verwachsungen durch den ersten Eingriff gekommen sein dürfte. Dementsprechend muss man noch sauberer operieren.
4 Implantate im vorderen Bereich sind alternativ eine gute Option, um eine Prothese zu fixieren. Es kommt aber auch darauf an, wie weit die Implantate (ohne Sinuslift) in den hinteren Bereich gesetzt werden können.
mfg
Wolff
 
Verfasst am: 13. 08. 2018, 16:08
gwittstock
Expert Boarder
Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Dabei seit: 30.06.2014
Beiträge: 94
Hallo,


ich sehe das auch so, ein erneuter externer Sinuslift in eine voroperierte Kieferhöhle gestaltet sich natürlich schwieriger. Dennoch ist dies kein Ausschlusskriterium. Es muss lediglich vorsichtiger die Kieferhöhlenmembran abpräpariert werden.

Eine Implantation von 4 Implantaten im "vorderen Bereich" ist natürlich bei ausreichenden Knochenangebot auch möglich.
Zusätzlich hat sich als sehr erfolgsversprechende Lösung das setzen von sogenannten "angulierten" Implantaten etabliert. Dabei wird das hintere Implantat links und rechts bewusst schräg gesetzt und knapp an der Kieferhöhle vorbei navigiert. So gelangt die Implantatschulter deutlich weiter nach hinten (distal) und die Prothese ist flächiger abgestützt. Auch festsitzender Zahnersatz, also eine Brücke, ist so möglich. Dies im Sinne des sogenannten "all on four" Verfahren.
Entscheidend ist hier eine exakte Positionierung der Implantate mittels dreidimensionaler Diagnostik (DVT) und Planung der Implantatposition am Computer und Anfertigung einer Bohrschablone (geführte Implantation/guided surgery).

Viele Grüße,

Dr. Gero Wittstock

LU1 - Praxis für Zahnheilkunde Dr. Wittstock
Schwerpunkt Implantologie

www.dr-wittstock.de
 


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