Lexikon

Unterfütterung

Verfahren um Kunststoffprothesen den (sich verändernden) zahnlosen Kieferkonturen anzupassen, um Halt und Passgenauigkeit zu verbessern. Dabei werden enstehende Hohlräume durch Prothesenmaterial wieder aufgefüttert. Es gibt einerseits ein indirektes Verfahren, bei dem das Ausmass der Inkongruenz zwischen Prothese und Kieferkamm durch ein anhaftendes Abdruckmaterial dokumentiert, und diese anschliessend in einem Zahnlabor durch Prothesenkunststoff (Anpolymerisieren) ausgeglichen wird. Bei der direkten Unterfütterung werden die Prothesensättel kieferseitig mit fliessfähigem Kunststoff beschickt, der sich mit dem Prothesenkunsstoff verbindet und nach weinigen Minuten aushärtet. Durch Einsetzen der Prothese in den Mund in regelrechter Position kommt es zu einer formkongruenten Anpassung der Prothese an den Kieferkamm. Die Prothese wackelt nicht mehr und erzielt einen besseren Halt.

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    wackelnde oder schlecht sitzende Prothesen den Abbau des Knochens (Atrophie) durch die wechselnden Drücke von außen besonders stark vorantreiben? Eine Prothese muss deswegen regelmäßig angepasst (unterfüttert) werden, da der Kiefer ohne naturgemäße Belastung weiter schrumpft. Mit Hilfe von Implantaten gelingt allerdings der Knochenerhalt nach Zahnverlust. Mehr hierzu.


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