Teleskopprothese - Lexikon - implantate.com

Lexikon

Teleskopprothese

 

Die Teleskopprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz (Teilprothese) bei der mit Hilfe eines Innen- und Aussenkronensystems ein klammerfreier Halt an Zähnen erzielt wird. Sie wird auch Doppelkronen-Prothese oder Konuskronen-Prothese genannt.

Diese in Deutschland häufige Zahnersatzversorgung erzielt ihren Halt über Reibungshaftung durch präzise ineinanderlaufende Innen(teleskop)- und Außen(teleskop)kronen.
Die für die Stützung des Zahnersatzes gewählten Pfeiler werden vom Zahnersatz präpariert und nach Abdrucknahme und Modellherstellung fertigt der Zahntechniker zunächst die Innenteleskopkronen, meist aus Metall/Gold aber auch Zirkonoxid ist mittlerweile geläufig. Diese werden in 100%er Parallelität zueinander gefertigt, dass eine sogenannte gemeinsame Einschubrichtung zustande kommt. Dadurch können die passend gefertigten Außenteleskopkronen ohne zu verkanten über die Innenteleskope gleiten und erzielen in der Endposition, bei der die Innenteile komplett bedecken werden, einen festen Reibungshalt. Je mehr Teleskope, desto sicherer ist der Halt und so geringer ist auch die Belastung für die einzelnen Pfeiler. Bei vielen Pfeilern verliert die Telekopprothese durch den besonders festen Sitz den Charakter einer Prothese und wird mehr zu einer abnehmbaren Brücke.

Teleskope können rein zahngetragen, rein implantatgetragen und in Kombination von Zähnen und Implantaten (Hybridprothese) eingesetzt werden. Bei spitz zulaufenden Innenteleskopkronen (Friktion nur in der Endposition) spricht man von Konuskronen. 

Vor- und  Nachteile von Teleskopkronen finden Sie unter Zahnersatz-Alternativen zu Implantaten und im speziellen Kapitel Doppelkronen-Teleskopprothese .

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