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implantate.com - die unabhängige Infoseite über Zahnimplantate und Zahnersatz

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln. Sie haben die Form einer Schraube und werden mit einer kleinen Operation in den Kiefer eingepflanzt. Der Knochen verbindet sich nach einigen Wochen fest mit dem Implantat und sorgt so für eine dauerhaft stabile Basis für einen Zahnersatz. So füllen Implantate Zahnlücken, geben Zahnprothesen festen Halt oder ermöglichen sogar feste Zähne bei Zahnlosigkeit.

Auf implantate.com erfahren Sie was Zahnimplantate kosten, was bei einer Zahn-Implantation passiert, welche Risiken Implantate haben und welche Zahnersatz-Alternativen es gibt. Für eigene Fragen ist Platz in unserem großen Implantat-Forum. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Implantat-infos.

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Wie sind Zahnimplantate aufgebaut?

Beim Aufbau eines Zahnimplantats  unterscheidet man den Implantatkörper, der „Dübel“ , der in den Knochen eingepflanzt wird, und die Aufbauteile, die zur Befestigung einer Krone oder einer Prothese dienen. Implantatsysteme sind meistens zweiteilig (siehe Bild), dadurch ist man in der Wahl der Aufbauteile flexibel und kann entscheiden, wie der aufgesetzte Zahnersatz fixiert werden soll. Es gibt aber auch einteilige Implantate, bei denen das Verbindungselement schon integriert ist. Dadurch ist man zwar weniger flexibel, jedoch sind einteilige Implantate preiswerter.

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Wie viele Zahnimplantate sind nötig?

Wenn nur ein fehlender Zahn ersetzt werden muss, ist die Frage leicht zu beantworten. Jede Einzelzahnlücke benötigt ein Implantat. Bei größeren Lücken gilt: nicht jeder verloren gegangene Zahn muss auch durch ein Implantat ersetzt werden. Eine Lücke von 3-4 Zähnen kann man z. B. sehr gut mit 2 Implantaten und einer Implantatbrücke schließen.
Wenn sehr viele Zähne fehlen, kann fester Zahnersatz teuer werden. Insbesondere wenn die Zukunft der noch vorhandenen Zähne auf der Kippe steht, kann ein herausnehmbarer Zahnersatz, der auf Implantaten "eingeklickt" (fixiert) wird, die flexiblere und auch preiswertere Lösung darstellen.


Wie werden Zahnimplantate eingesetzt?

Für ein Implantat reicht fast immer eine Spritze

Wie auch beim Zahnziehen, reicht für eine schmerzlose Implantation eine lokale Betäubung, eine „Spritze“, fast immer aus.  Wenn der Behandlungsstress aber zu stark wird, kann eine zusätzliche Sedierung mit Dormikum® oder Lachgas Abhilfe schaffen.

Nach Munddesinfektion wird zunächst das Zahnfleisch an der Implantatstelle mit einem Schnitt oder einer Stanze freigelegt. Mit aufsteigenden Bohrergrössen wird dann die ideale Position im Knochen eingehalten. Dafür kann eine vorab gefertigte Bohrschablone hilfreich sein. Eine Messschablone im Bohrkanal bestätigt im Kontrollröntgenbild, dass man in korrekter Länge geplant hat. Wenn alles stimmt, wird das Zahnimplantat eingeschraubt. Man kann dann die Wunde dicht vernähen (geschlossene Einheilung) oder schon einen Zahnfleischformer einsetzen (offene Einheilung). 6-12 Wochen lässt man dem Knochen Zeit, sich mit dem Implantat zu verbinden (Osseointegration). Dann kann die Belastung mit Zahnersatz erfolgen.

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Was kosten Zahnimplantate?

Die Preise für Zahnimplantate sind von 3 Faktoren abhängig:

1. Was nimmt der Zahnarzt an Honorar? Hier hat der Behandler je nach Schwierigkeit Spielraum.
2. Es gibt etablierte und preisgünstige Implantatsysteme. Die Preisspanne liegt zwischen 60 und 450€ je Implantat. Dazu kommen noch die Aufbauteile.
3. Das Zahnlabor: Eine Top-Krone (inklusive dem Implantataufbau) hierzulande kostet 650€ und mehr. Durch preiswertere Materialien und Import-Zahnersatz kann man hier bis zu 50% sparen.

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Preise für Implantatversorgungen in der Übersicht

Fast immer hat man also die Wahl zwischen einer preisgünstigen Lösung, einer Versorgung mit hohem Standard und einer teuren Luxusversorgung. Hier sehen Sie Preisbeispiele mit etablierten Implantatsystemen und Meisterlabor in Deutschland.

Versorgung Preis
Backenzahn-Implantat 1850 – 2900€
Frontzahn-Implantat 2200 – 3750€
Implantatbrücke 4300-5000€
 Feste Brücke bei Zahnlosigkeit  ab ca. 14.000€
2 Implantate Kugelkopf/Locator® 3800-4200€
4 Implantate Steg 7200-9600€
5 Miniimplantate ca. 3200€
4 Teleskop-Implantate  ab. 9000€

 

 


Wann keine Zahnimplantate?

Am häufigsten wird auf Implantate wahrscheinlich aus Kostengründen verzichtet. Angst vor dem Eingriff oder fehlende Kompetenz des Zahnarztes sind auch häufige Gründe. Nur selten sprechen medizinische Gründe gegen ein Implantat. Eine unbehandelte Parodontose, Rauchen, Diabetes mellitus, Herz- und Nierenerkrankungen erhöhen zwar das Risiko für einen Misserfolg, sind aber kein Grund für ein striktes „nein“. Bei einer Titanallergie oder Tiitanunverträglichkeit wären Keramikimplantate eine Alternative. Zu wenig Knochen kann durch einen Knochenaufbau oder die Wahl kurzer oder dünner Implantate angegangen werden.
Lediglich nach intravenöser Gabe von Bisphosphonaten, die zur Erhöhung der Knochendichte bei schwerer Osteoporose oder Knochentumoren eingesetzt werden, ist das Risiko für einen Knochenschaden unkalkulierbar hoch.

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Welche Risiken haben Zahnimplantate?

Es gibt keine Behandlung ohne Risiko. Bei Implantaten unterscheidet man was während der Operation schief gehen kann, und Probleme, die sich erst im Laufe der Zeit ergeben.
Bei der Implantation im Kieferknochen müssen wichtige Strukturen, wie Nervenbahnen und Zahnwurzeln geschont werden. Das ist mit einer exakten Planung durch Röntgenbilder (gegebenenfalls auch 3D-Röntgen/CT, DVT) und einem sorgfältigen Vorgehen eigentlich immer zu vermeiden.
Als langfristiges Risiko ist vor allem in der Entwicklung einer Entzündung am Implantat (Periimplantitis) zu nennen, die ganz ähnlich einer Parodontitis an den Zähnen zu einem frühzeitigen Implantatverlust führen kann. Brüche am Implantat oder Aufbauteilen kommen eher seltene vor. Auch eine Unverträglichkeit gegenüber Titan dürfte eine doch sehr seltenes Ereignis darstellen.

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Wie finde ich meinen Implantat-Spezialisten?

Möglicherweise setzt auch Ihr Zahnarzt erfolgreich Implantate, ohne dass Sie es wissen. Natürlich ist langjährige Erfahrung und gute Übung von Bedeutung, aber Individuelle Beratung, Kostentransparenz und Sicherheit sind ebenfalls wichtige Kriterien für die Zahnarztwahl.
Über unsere Implantologensuche können Sie Spezialisten finden können, die Preisgarantie und Gewährleistung auf Implantate anbieten.

Zudem können Sie nach besonderen Qualifikationen und Angeboten, wie Knochenaufbau oder Keramikimplantaten filtern.

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Wie Pflege ich meine Implantate richtig?

Sie sollen lange halten, die Implantate, für die man gelitten und viel Geld bezahlt hat. Das soll doch an der eigenen Nachlässigkeit nicht scheitern, oder? Zunächst einmal die gute Nachricht: das erlernte Putzen der eigenen Zähne kann hier durchaus als gute Basis dienen, man schreibt der elektrischen Zahnbürste dabei eine  bessere Putzwirkung zu. Als Hilfsmittel sollte man auf flauschige Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten nicht verzichten. Für Implantatpatienten gilt die Empfehlung, 2 mal jährlich eine professionelle Zahnreinigung (PZR) zu nutzen.

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Welche anderen Möglichkeiten des Zahnersatzes habe ich?

Nicht immer ist die Implantatversorgung die sinnvollste Option. Es gab schon sehr guten Zahnersatz vor der Ära der Implantologie, und auch dieser ist weiterentwickelt worden. Genau wie bei Implantaten gibt es dabei festsitzende und herausnehmbare Versorgungen.

Festsitzende Zahnbrücke

Die Klassische Zahnbrücke ist auch heutzutage noch die häufigste Versorgung, um eine Zahnlücke zu schließen. Sie ist festsitzend und ästhetisch perfekt zu gestalten. Als Nachteil ergibt sich die Notwendigkeit, die sogenannten Pfeilerzähne zu beschleifen. D.h. die Substanz der Zahnkrone abzutragen bis ein sogenannter Zahnstumpf entsteht, damit eine Krone aufgesetzt werden kann. Wenn aber ein Zahn neben einer Lücke bereits eine Krone hat oder mit einer großen Zahnfüllung belastet ist, ergibt sich hingegen kein Nachteil.

Eine Brücke kann über mehrere Zahnpfeiler, wenn nötig sogar über eine ganzen Kiefer gehen. Zwischen 2 Zähnen dürfen aber aus statischen Gründen maximal 3 Zähne fehlen. Wenn die letzten Backenzähne fehlen (Freiendsituation), ist auf eigenen Zähnen hingegen keine Brücke möglich, da die Abstützung nach hinten fehlt.
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Herausnehmbare Zahnprothesen

Bei Zahnlosigkeit gibt es kaum Auswahl: da bleibt nur die Vollprothese. Wenn noch Zähne vorhanden sind, dann ist die Palette des herausnehmbaren Zahnersatzes allerdings recht groß. Als einfachste Lösung steht die Klammerprothese zur Verfügung. Sie ist zwar nicht hübsch (wegen der sichtbaren Klammern), aber dafür preiswert und man kann die Zähne so lassen, wie sie sind.

Bei Klammer-freien Verankerungen geht es in den hochwertigen und auch teuren Bereich. Die Zähne müssen für eine Krone abgeschliffen werden. Weit verbreitet ist die Teleskopkrone, eine Doppelkrone, bestehend aus Innen- und Aussenteleskopkrone, die übereinander geschoben werden und so einen besonders sicheren Halt über Reibung (Friktion) erzielen.

 

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WIE SIND DIE PREISE FÜR NORMALEN ZAHNERSATZ?

Auch herkömmlicher Zahnersatz hat seinen Preis. Während eine Klammerprothese zu den preisgünstigsten Versorgungen gehört, kann eine Teleskopprothese aus hochwertigen Materialien ordentlich ins Geld gehen und sogar teurer sein als eine alternative Implantatversorgung.

Zahnersatz Preise
Zahnbrücke (Vollkeramik, 1 Zahn) 1200-1600€
Modellgußprothese 600-850€
Teleskopprothese (auf 2 Zähnen) 2400-2800€
Vollprothese je Kiefer 600-800€
Hybridbrücke Zahn-Implantat 2900-3500€

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WAS ÜBERNIMMT DIE KRANKENKASSE BEI ZAHNERSATZ UND IMPLANTATEN?

Der Festszuschuss ist der Anteil, den die Krankenkasse bei jedem Zahnersatz beisteuern muss. Diesen Kassenanteil kann man von den oben genannten Gesamtkosten abziehen, um den Eigenanteil zu ermitteln.

Der Festzuschuss liegt je nach Bonusheft bei:
Regelleistung Kassenzuschuss
Zahnlücke (Backenzahn) 336-437€
Zahnlücke  (Front) 387-504€
Zahnkrone (teilverblendet) 193-251€
Freiende (Backenzähne fehlen) 340-442€
Zahnlosigkeit je Kiefer 315€ -435€

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