Volksimplantat (18089) - Forum - implantate.com

Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Volksimplantat

Verfasst am: 04. 12. 2006, 21:55
Hanne
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Hallo,
ich habe hier im Netz Infos gelesen zu einem sogennannten "Volksimplantat" namens "templant".
Scheint auf den ersten Blick gar nicht schlecht und v.a.sehr preisgünstig- untersucht bzw. beforscht wurde es von Wissenschaftlern der Uni Köln- das sind ja wohl keine Scharlatane ---???
Frage an die Fachleute hier im Forum: Was ist davon zu halten?
viele Grüße und gute Nacht
hanne
 
Verfasst am: 08. 12. 2006, 17:34
hexe
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
also schon sehr merkwürdig. Bisher 206 Aufrufe und kein einziger Kommentar.
Vielleicht ist dieses "Volksimplantat" ja der Anfang, daß die Mondpreise bei den Implantaten endlich auf ein vernünftiges Niveau kommen. Oder kann mir einer erklären, warum der Preis bisher so hoch liegt.
Bei einem Implantat handelt es sich doch schlicht einfach um ein primitives Drehteil, wie sie täglich industriell gefertigt werden Gut, das Material ist deutlich teurer als normales Metall, aber es wiegt ja auch nur eine Gramm.
Wenn dann noch die Implantologen einen fairen Preis berechnen, dürften sich deutlich mehr Patienten für Implantate entscheiden.
Warum verrechnet man nicht einfach einen ordentlichen Stundenlohn?
Ich denke mit 200,-- Euro pro Stunde könnten doch alle leben, oder?
Mal sehen, ob der Beitrag dann gleich wieder gelöscht wird.
Es grüßt die
Hexe
 
Verfasst am: 08. 12. 2006, 17:59
Karl-Josef Mathes
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Hallo hexe,

also, Implantate um die 100 - 150 Euro/Stück gibt es schon lange auf dem Markt. Das ist nichts Neues. Den Hinweis auf das Gewicht nehm ich mal als Scherz. In den Teilen steckt in der Regel eine Menge Entwicklungsarbeit und es ist auch recht kostspielig, etwas im Medizinsektor zuzulassen.

Und was bitte ist für ein Implantat ein fairer Preis? Das würde mich sehr interessieren. Mit 200 Euro/Stunde kann man in der Implantologie sicher nicht leben. Das wird nicht die Kosten decken. Sie vergessen, dass es extrem aufwendig ist, personell wie finanziell. Die Geräte und Instrumente müssen aufwendig gewartet werden, die Hygienevorschriften sind derart explodiert, dass das mittlerweile einer der großen Kostenfaktoren ist. Die Dokumentationspflichten verbrauchen heute einen großen Teil der Resourcen, die man lieber dem Patienten zukommen lassen würde. Und dann betreiben wir alle noch (natürlich in unserer Freizeit) regelmäßige umfangreiche Fortbildung, die in unserer Sparte recht teuer ist. Auch die will bezahlt werden. Ich denke, dass die GOZ sich am unteren Ende dessen bewegt, wofür Implantologie zu den in D geltenden Regeln zu erbringen ist.

Ich glaube nicht, dass dieser Beitrag gelöscht wird.

Viele Grüße

K.-J. Mathes
 
Verfasst am: 22. 01. 2007, 22:30
Journalist
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
200 Euro - 8 Stunden - 5 Tage - 4 Wochen = Euro 32.000
Kosten? 15.000/Monat????
Verdienst (brutto) 17.000 monatlich
HERZLICHES BEILEID HR. DOKTOR !!!
...wie mein alter, inzwischen leider verstorbener Zahnklempner, schon damals sagte, ist ein Zahnarzt, der weniger als 1 Million (damals noch DM) im Jahr verdient, ein schlechter Zahnarzt...
Ich hoffe, sie können sich ihr Ferienhaus noch leisten und müssen es nicht an einen Hartz-IV-Empfänger (345 Euro Einkommen monatlich netto) vermieten...
 
Verfasst am: 22. 06. 2008, 10:27
Dr.P
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
personal 12000.- miete 2500.- materialien 3500 reparaturen 1500 fortbildungen 2000 finanzamt und und und...die liste geht weiter..von deinen 17000 bleibt nix übrig... nicht mal 354 euro
 
Verfasst am: 28. 01. 2011, 11:12
GWG
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Leider nichts!
Habe die Implantate in Köln (Zöller) nach Kieferaufbau bekommen.
Schrauben der Aufbauten lockern sich ständig. Die Oberfläche der Implantate ist nicht ganz glatt, was man auf der vergrößerten Röntgenaufnahme gut sieht. Bei Knochenabbau, der normaler Weise nicht tragisch ist, ist das aber ein großes Problem, da sich hier Bakterien trotz großer Hygiene nicht so leicht entfernen lassen.
 
Verfasst am: 28. 01. 2011, 22:06
Razvan
Junior Boarder
Dabei seit: 10.01.2011
Beiträge: 23
hexe schrieb:
also schon sehr merkwürdig. Bisher 206 Aufrufe und kein einziger Kommentar.
Vielleicht ist dieses "Volksimplantat" ja der Anfang, daß die Mondpreise bei den Implantaten endlich auf ein vernünftiges Niveau kommen. Oder kann mir einer erklären, warum der Preis bisher so hoch liegt.
Bei einem Implantat handelt es sich doch schlicht einfach um ein primitives Drehteil, wie sie täglich industriell gefertigt werden Gut, das Material ist deutlich teurer als normales Metall, aber es wiegt ja auch nur eine Gramm.
Wenn dann noch die Implantologen einen fairen Preis berechnen, dürften sich deutlich mehr Patienten für Implantate entscheiden.
Warum verrechnet man nicht einfach einen ordentlichen Stundenlohn?
Ich denke mit 200,-- Euro pro Stunde könnten doch alle leben, oder?
Mal sehen, ob der Beitrag dann gleich wieder gelöscht wird.
Es grüßt die
Hexe



Damit der Implantologe das implantat nicht mitten ins Auge oder voll durch den Unterkiefernerv setzt hat er an zigtausend Fortbildungskursen teilgenommen, die ja nicht umsonst sind. Von den (mindestens) 5 Iahren Uniausbildung und den damit verbundenen Kosten mal ganz abgesehen. Es ist eine enorme Verantwortung, die keineswegs mit derjeninigen einer Friseuse die einmal einen falschen Haarschnitt verpasst, zu vergleichen ist. Irgendwie muss das belohnt werden. Warum lasst du dir das Implantat nicht von einem Handwerker in Blaumann setzen? Es ist ja \' nur ein primitives Drehteil" und du wuerdest bestimmt billiger wegkommen. Obwohl wenn ich bedenke was fuer Preise die fuers Tueraufmachen nehmen...da bin ich mir nicht mehr so sicher
 
Verfasst am: 29. 01. 2011, 13:26
Razvan
Junior Boarder
Dabei seit: 10.01.2011
Beiträge: 23
Es ist nunmal so, dass die Implantatkosten von den Praxiskosten stark abhaengig sind. Ich kann es mir leisten ein Implantat samt Krone fuer 1000 Euro anzubieten, weil meine Personalkosten lediglich bei umgerechnet 500 Euro im Monat liegen, der Zahntehniker recht preiswert ist, Miete muss ich ja nicht bezahlen, da ich Wohnungseigentuemer bin und die Nebenkosten (Waerme, Strom, Reinigung, Beitrag zur Krankenversicherung, Rentenversicherung und Zahnaerztekammer usw) sich monatlich auf etwa 400 Euro belaufen. Die Mehrheit meiner Kollegen in Deutschland haben ein viel hoeheren Kostenfaktor, daher auch die grossen Preisunterschiede.

MfG,

Razvan
 
Verfasst am: 29. 01. 2011, 13:32
Razvan
Junior Boarder
Dabei seit: 10.01.2011
Beiträge: 23
Es ist nunmal so, dass die Implantatkosten von den Praxiskosten stark abhaengig sind. Ich kann es mir leisten ein Implantat samt Krone fuer 1000 Euro anzubieten, weil meine Personalkosten lediglich bei umgerechnet 500 Euro im Monat liegen, der Zahntehniker recht preiswert ist, Miete muss ich ja nicht bezahlen, da ich Wohnungseigentuemer bin und die Nebenkosten (Waerme, Strom, Reinigung, Beitrag zur Krankenversicherung, Rentenversicherung und Zahnaerztekammer usw) sich monatlich auf etwa 400 Euro belaufen. Die Mehrheit meiner Kollegen in Deutschland haben ein viel hoeheren Kostenfaktor, daher auch die grossen Preisunterschiede.

MfG,

Razvan
 
Verfasst am: 29. 01. 2011, 13:36
Dr.Thilo Fechtig
Premium Boarder
geprüfter Experte der Implantologie (DGOI)
Dabei seit: 14.08.2010
Beiträge: 350
Hallo

ja klar ist das verlockend. Je Implantat lässt sich so ein Materialkostenanteil von mind. 200.-€ sparen.
Leider gibt es von dieser Firma viel Werbung, beinahe jeden Tag im Briefkasten in den Zahnarztpraxen, aber wenig wissenschaftliches, nur Umsatzrekorde werden versprochen.
Meist steckt der Teufel im Detail, managed by Bananas, d.h. der Patient oder der Behandler können die unausgereiften Früchte reifen lassen. . .
Da die Firma bis jetzt nur in Deutschland auftritt muss Sie sich nicht dem internationalen Wettbewerb stellen und kann günstig anbieten, da die Verpackung ja nur dem dt.Markt taugen muss.
Angesichts der Tragweite mancher Eingriffe sollte man sich schon überlegen, was dieser denn Kosten darf.
Ganz ehrlich: Patienten, die zu günstig an eine Implantatversorgung kommen haben meiner Erfahrung nach auch nicht die Wertschätzung ihren neuen Zähnen gegenüber. Am Ende wird auch keine vernünftige Prophylaxe betrieben, da 80.-€ für die PZR zu teuer sind, fröhlich weitergeraucht (was kosten denn Zigaretten?!) und und schliesslich fliegt die schöne neue Versorgung wieder raus. Es muss nicht einmal das "günstige" Implantatsystem schuld sein. Ohne Gesundheitbewusstsein sollten keine Implantate verwendet werden!

Aber mit dieser Auffassung stosse ich sicher in ein Wespennest, ist aber trotzdem meine Meinung.

Gruss
Dr. Thilo Fechtig / Schweizer Grenze bei Waldshut

 
Verfasst am: 31. 01. 2011, 11:31
Jutta
Junior Boarder
Dabei seit: 06.05.2010
Beiträge: 24
Hallo Dr. Fechtig,

ich bin ganz Ihrer Meinung. Ich habe inzwischen 11 Implantate und würde nie zu einem normalen Zahnarzt oder ins Ausland gehen nur weil es billiger ist. Da hängt soviel dran, da ist es wichtig dass man jederzeit hingehen kann. Kostet natürlich sehr viel Geld, muss man lange für sparen.
Dafür gehe ich nicht ständig ins Cafe, essen, ins Kino oder sonst was. Aber jeder spart da wo er meint und muss dann auch die Konsequenzen tragen.

Gruß
Jutta
 
Verfasst am: 24. 02. 2011, 12:17
Frau Wunderlich
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Der Kommentar von Dr.Fechtig überzeugt mich (fast). Aber...warum ist das Thema Implantat bei ALLEN ZÄ. so \'beliebt\'?Wenn man ein Telefonbranchenbuch aufschlägt, gibt es fast keine normalen Zahnärzte mehr!Fast jeder ist spez.Implantologe, zertifiziert etc.etc.auf Anfrage bei ihrer ZÄin erhielt eine Freundin die Auskunft, ob die Dame auch Implantate setze, ja,ich habe ein 3-monatiges curiculum an der Uni absolviert???Das normale Studium einmal vorausgesetzt.Wenn die Implantologie so ein komplexes Thema ist, kann man das in 3 Monaten \'erlernen\'?
Und dann die höchst unterschiedlichsten Kosten,da kann es schon mal vorkommen, daß die Komplettversorgung für einen OK bei über 40.000 Euro liegt! Und wenn das berechtigterweise hinterfragt wird, schimpft der ZA noch, daß ja die bösen Patienten ein zu hohes Anspruchdenken haben. Sie geben sich angeblich nicht mit den Zuschüssen ihrer Kasse bzw.PKV zufrieden und sind nicht bereit, für einen luxuriösen ZE aus eigener Tasche mehr zuzuzahlen! Wenn das denn alles so legitim ist, warum greifen ZÄ. dann zu immer neuen Verteidigungen für ihre wahrlich explosiven Honorare?Irgendwie zahlen die Patienten das ja doch alles, vor allen Dingen die älteren unter uns, denn die 3.\'wachsen\' leider nicht mehr nach.
Und hören Sie bloß auf,die Kosten aufzusplitten. In den 70er Jahren hat mal ein ZA aus NRW einen\'Stundenlohn\' des Zahnarztes mit 5,47 DM ausgerechnet -jawohl DM!
nach \'Abzug\' seiner immensen Kosten.
 
Verfasst am: 07. 08. 2018, 21:14
Jasmin
Junior Boarder
Dabei seit: 31.08.2017
Beiträge: 24
Hallo GWG,

eine Frage bitte, hast du deine Implantate noch?

LG Jasmin
 


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