Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Titanunverträglichkeit?!

Verfasst am: 13. 08. 2014, 17:51
titanomax
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 13.08.2014
Beiträge: 1
Hallo,

nachdem schon so viel darüber geschrieben wurde, komm eich leider nicht umher einen eigenen Thread zu öffnen. Ich schildere mal kurz was bei mir so los ist.

Ich bin ein recht lang geratener Mensch, was evtl Probleme mit dem Skelett erklärt. Seit vielen Jahren habe ich Probleme im Bereich der unteren Wirbelsäule. Diese sind aber Lachhaft im Vergleich zu dem, was bei mir seit 2010 so los ist.

2010 habe ich mir 4 Titanimplantate sezten lassen. Jeweile zwei in unter und Oberkiefer. Die beiden im Oberkiefer wurden fällig, weil ein wurzelbehandelter Zahn der als Brückenpfeiler diente, von Karies dahin gerafft wurde. Die beiden im Unterkiefer wurden gesetzt, weil dort seit Jahren im Backenbereich 2 Zähne fehlten.

Anfang 2010 war es soweit, mein Zahnarzt hat mir die Implantate in zwei Sirzungen gesetzt. Er wies von Anfang an darauf, dass er es bevorzugt die Implantate gut einheilen zu lassen, bevor er die "Ersatzzähne montiert". Kurz nach der Implantation bekam ich ordentlich Probleme mit Magen und Darm, wesshalb ich einen Spezialisten aufsuchte. Ich habe einiges an Untersuchungen durch gemacht bevor man letztenende die Diagnose Hashimoto stellte. Mein "Probleme" könnten aufgrund von zu wenig Leistung der Schilddrüse dorther kommen. Man gan mir L-Thyroxin, womit der Käse gegessen sein sollte.

Pustekuchen, jetzt ging es erst richtig los. Eine Woche nach einnahme kam Tinnitus hinzu, der scheinbar nicht von den Ohren, sondern von der Halswirbelsaeule her kommt. Dieser ist z.B. nach dem Essen lauter als vorher. Es gibt auch Triggerpunkte die den Ton anders werden lassen. Dies sei aber nur am Rande erwähnt. Seit dem habe ich auch Probleme wir Muskelzuckungen, Kribbeln in Armen und Beinen, sowie Taubheitsgefühle.

Ich habe diese zu diesem Zeitpunkt aber in keinster Weise mit den Implantaten in Verbindung gebracht. Im laufe des Jahres wurden dann Muskuläre Verspannungen mehr. Das ging letztenendes soweit, dass ich nurnoch total Verkrampft auf meinem Bürostuhl sitzen konnte. Zig Besuche beim Orthopäden mir Spritzen in die Muskel (?!) brachten aber nur Tageweise Linderung. Ein MRT blieb ohne eindeutigen Befund. Das zog sich dann einen Monat hin, bis mitte Dezember bei mir garnichtsmehr ging. Das ganze hat mir sicherlich auch psychisch zugesetzt. Das hatte ich aber im Griff.

Einen weiteren Monat und einen echt fiesen und selbstherlichen Physiotherapeuten später wurde ich wieder durchs MRT gejagt. Diagnose jetzt, Bandscheibenvorfall HWS. Es nutzte nichts, das Ding musste raus und ein Titankäfig dafür rein. Immerhin waren die Schmerzen im Schulterbereich die ich vorher hatte, nun endlich vom Tisch. Stattdessen hatte ich nun gelegentlich auftretenden Schwindel, Muskelzuckungen und Krämpfe und noch ein bischen was mehr.

Irgendwann bin ich darauf gekommen, dass im Prinzip alles mit den Zahnimplantaten los ging. Ob diese verantwortlich sind oder nicht, Frage ich mich täglich.

Ich suchte einen Ganzheitlichen Zahnarzt auf. Dieser ist mir aber ein wenig zu sehr esoterisch angehaucht gewesen. Immerhin kontrollierte er unter anderem auch wie die Implantate eingeheilt sind. Die Einheilung scheint Bilderbuchmässig zu sein. Alle 4 sitzen Bombenfest im Knochen, so wie es sein soll. Das wurde durch Röntgen bestätigt.

Mein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich aber trotzdem. Ich fühlte mich Kraftlos, als ob ich immer einen Muskelkater hätte. Alles fühlte sich Kraftlos an, als ob man ständig eine Grippe hätte. Aufgrund dessen, stellte ich mich in 2013 zweimal die Neurologische Abteilung im Krankenhaus (inkl. längerem Aufenthalt) vor. Beim ersten Besuch stellte man fest, dass meine Nervenleitgeschwindigkeit in den Beinen grenzwertig sei. Einen weiteren Monat später, bei meinem zweiten Besuch stellte man fest, daß sich diese weiter verschlechtert hat. Um eine genauere Diagnose zu bekommen, empiehl man mir eine Nerven und Muskelbiopsie machen zu lassen. Es dauerte ein wenig aber nach zwei Wochen kam dann das Ergebnis, dass wohl eine Erkrankung der Nerven vorliegen, man wisse aber nicht woher das komme.

Nun kommts.. die Empfehlung die ich dann bekam, haute mich vom Hocker. Ich solle mich doch in der Psychosomatischen Abteilung vorstellen. Evtl könnte man mir dort helfen.

Nun gut... mir war klar, dass die ganze Geschichte vermutlich auch eine psychische Komponente hatte und so entschied ich mich zu einem stationären Aufenthalt dort. Ich räumte ein, dass mich die Situation psychisch belastet, ich den eigentlichen Auslöser für mein Befinden aber woanders vermute. Auch die Implantate habe ich nicht ausgeschlossen.

Zu damaligen Zeitpunkt konnte man aber wohl nichts für mich tun und schickte mich nach zwei Wochen wieder nach Hause. Das war vor ca 3-4 Monaten. In dieser Zeit ist nun alles noch ein wenig schlimmer geworden. Im Prinzip bin ich blos noch ein einziger haufen Muskelverspannungen. Daraus resultierend (so nehme ich an) habe ich massive Probleme mit dem Nacken und den Muskeln algemein.

Das ist sie nun, meine Geschichte. Aus Spaß an der Freude möchte ich mir die Implantate nicht entfernen lassen, denn das soll ihrgendwie sehr unspaßig sein. Meine Krankenkasse sieht hierzu auch keine Notwendigeit, denn Medizinisch kann man ja nicht belegen, daß diese etwas damit zu tun haben. Selbst wenn ich diese auf eigene Rechnung entfernen lasse, bleibt immernoch der Titankäfig in der Wirbelsäule.

Arbeiten ist momentan nicht möglich, aufgrund von allgemeiner Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen, swoe Kopf und Nackenschmerzen.

Ich wünschte ich würde momentan nicht in meiner Haut stecken aber doch tue ich es. Hat irgendjemand eine Idee wa sich tun kann? Gibt es jemanden der die medizinische Notwendigkeit ggf bescheinigen kann? Ich weiß das ich eine Menge geschrieben habe und wer es bis hierhin geschafft hat, hat schon fast einen Orden verdient.

Bin für jegliche Hilfe Dankbar.

LG,
Peter
 
Verfasst am: 14. 08. 2014, 09:18
Karl-Josef Brinkmann
Gast
Dabei seit: 14.08.2014
Beiträge: 1
Hallo Leidensgenosse
Ich hatte eine schweren Unfall -mit Kopf- mGesichts- Aufprall in eine Dachkante.
So herzlich einmal rein gebissen. 10g Wucht. !996 waren alle restzähne überkront - oder schon extrahiert. Als Lösung setzte ien Zhanarzt mir 7 Tiatn Implantate ein. Einwachsen und Gebrauch war gut. Aber so nach und Nach begann ein Magen- Darm- Empfindlichkeit. Der Zahnarzt fand keine Erklärung. Der Hausarzt lies 3x Magen- Darm Untersuchungen machen. Die Untersuchung brachte keine Erkrankung zu Tage.
Es mußte aber an dem Titan als Werkstoff liegen. Technische Literatur gewälzt. Im Rennsport hatte man Teile aus Titan verwendet. Aber der Abrieb von Titan Teilen verstopfte die Öl filter.
Da lag der Hase im Pfeffer ! Der Abrieb mußte es sein. Labor Untersuchungen ergaben dann Titan im Blut. Unverträglichkeit gegen Titan.
Nach Extraktion der TitanTeile - ging es mir in den ersten Monaten wesentlich besser.
Leider bin ich immer noch auf der Suche zueinem KieferChirurgen , der die Zirkon Implants setzen soll. . Aber es wird was werden. Kontakt erbeten.
 
Verfasst am: 12. 01. 2015, 10:10
diabola50
Gast
Dabei seit: 12.01.2015
Beiträge: 1
Deine Leidensgeschichte könnte meine sein. Habe die Schnautze so voll von unfähigen Ärzten die außer ihrem Fachgebiet den Menschen nicht als Ganzes sehen können. Als ich mit meinem Problem einen unter vielen Kieferchirurgen aufsuchte sagte dieser doch glatt: ich glaub Ihnen, daß sie was haben, nur wir sind zu blöd es zu erkennen! Das sagt doch alles.
Ich werde jetzt einen Titanstimulationstest machen lassen und evt. eine Entfernung der Implantate in Erwägung ziehen, da ich gerade dabei bin die dritte Kronenbrücke wegen divuser Probleme zu bekommen und zu zahlen!!!
 
Verfasst am: 18. 03. 2015, 22:46
TitanGast
Gast
Dabei seit: 18.03.2015
Beiträge: 1
Hallo Forum!

Gibt es Neuigkeiten bei Euch?

Ich habe wahrscheinlich ein ähnlich gelagertes Problem:

Ich habe starke und schon sehr lang andauernde Magen-/Darmbeschwerden.

2005 habe ich eine Titanklammer in das Schienbein bekommen aufgrund eines Kreuzbandrisses.

2008 das erste mal Magenprobleme - kurzfristig "geheilt" dank immens teurer TCM (traditionelle chinesische Medizin).

Seit 2011 bin ich krankgeschrieben wegen Burnout/Depressionen.

Und nun seit Januar 2014 krankgeschrieben wegen Magen-/Darmprobleme. (Verdauungsbeschwerden, vermutlich "Leaky-Gut", saurer Magen und Darm so ca. 1-2 h nach einer Mahlzeit, diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Antriebsschwäche, komme meist gar nicht mehr aus dem Bett etc etc etc...)

Amalgam ist raus untet dreifach-Schutz.

Habe noch ein Kunstoffnetz wegen Leistenbruch in mir und eben diese TITANKLAMMER!!

Ich bin dringend auf der Suche nach Menschen die helfen können oder Gleichgesinnte!

Plane einen Titanstimulationstest. Habe kaum noch Geld und bekomme langsam Angst. Auch Angst vor dem Gesundheitssystem.

Wie werde ich endlich wieder gesund?

War immer Sportler und fit und nun fast bettlägrig.

Wer unterstützt und hilft einem?

Ich danke Euch!!
 
Verfasst am: 18. 03. 2015, 23:01
BigOne09
Fresh Boarder
Dabei seit: 18.03.2015
Beiträge: 1
Bin jetzt auch hier registriert!
(TitanGast)

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.2015 um 23:02.]
 
Verfasst am: 24. 03. 2018, 20:01
Rayla
Gast
Dabei seit: 24.03.2018
Beiträge: 1
Hallo Peter,
bin eben über deinen Beitrag gestolpert...der ja schon eine ganze Weile zurückliegt. Es hätte mich interessiert, wie es dir zwischenzeitlich ergangen ist. Lag es bei Dir tatsächlich an einer Titan-Unverträglichkeit? Und wenn ja, wie bist du dagegen vorgegangen?

Das würde mich sehr interessieren, weil deine Geschichte mich sehr an die meines Mannes erinnert....er hat drei Titan-Implantate...Seit ca 2 Jahren hat er Muskelverspannungen und unspezifische Schmerzen am ganzen Körper...wir haben eine lange Odyssee hinter uns und sind immer noch auf der Suche, was die Ursache für seine extrem verspannte Muskulatur (was wohl sein Hauptproblem ist) sein könnte. Wie immer, muss man sich ja selbst schlau machen und so bin ich irgendwann auf die Möglichkeit einer Titanunverträglichkeit gestoßen....nur dass das mit den verspanntwn Muskeln nicht unbedingt zu den typischen Symptomen gehört...

Hatte schon daran gedacht, selbst Medizin zu studieren, um meinem Mann endlich helfen zu können, der durch diese Schmerzen auch schon seit Monaten seinem geliebten Radsport nicht mehr nachgehen kann... so deprimierend. Man hat wirklich den Eindruck, dass es Jahre dauert bis man vielleicht Glück hat einen kompetenten Arzt zu finden, der dem Patienten auch tatsächlich helfen möchte....sehr traurig das Ganze...
Wäre sehr dankbar für eine Rückmeldung.
Beste Grüße
 
Verfasst am: 12. 04. 2018, 18:58
Gyrli
Gast
Dabei seit: 12.04.2018
Beiträge: 1
Hallo Rayla,
ich habe seit 2 Monaten zwei Implantate im UK und seitdem habe ich gemerkt, dass es mir nicht mehr so gut geht. Ich hatte Temperaturerhöhungen, Schwellungen der Schleimhäute, seit neuestem leichte Muskelschmerzen. Ich habe nun einen Stimulationstest auf Titanunverträglichkeit machen lassen. Das läuft über das IMD Labor Berlin. War eine einfache Prozedur,musst du mal googlen.
Heute habe ich das Ergebnis bekommen. Leider positiv auf Unverträglichkeit. Ich bin überzeugt, dass meine Beschwerden von den Titanimplantaten herrührt. Ich lasse sie mir wieder rausnehmen und muss dann wohl eine Teilprothese bekommen. Aber Hauptsache die Beschwerden werden besser. Vtl. hat dein Mann auch eine Unverträglichkeit. Der Test kostet ca. 55 Euro.
LG und Kopf hoch, es gibt immer eine weitere Tür im Leben, die sich öffnen kann.
 


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