Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Probleme mit Implantat-Steg-Prothese

Verfasst am: 25. 11. 2016, 18:44
magemo
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 25.11.2016
Beiträge: 4
Hallo,
wegen eines Oropharynx-Karzinoms, das neben einer OP und Chemo-Therapie auch mit Bestrahlungen (50 gy) behandelt wurde, haben meine guten und gesunden Zähne stark gelitten, denn damals wurden selbst in der Uni-Klinik Hannover die Zähne noch nicht mit einer Schiene geschützt. Der Krebs wurde im Jahr 2000 als Zufallsbefund bei einer Mandel-OP aufgrund Schnarchens und Schlafapnoe festgestellt. Wegen „Strahlenkaries“ wurden alle 32 Zähne 2001-02 überkront. Die Behandlung war erfolgreich, bis jetzt hat sich kein Rezidiv gebildet und die Kronen hielten bis ca. 2012. Dann aber brachen die Zähne im UK, nachher auch im OK am Zahnhals ab. Da ich mit einer losen Vollprothese im UK überhaupt nicht zurecht kam, habe ich mir im vorigen Sommer vier Implantate setzen lassen, auf die Stege geschraubt wurden, auf die wiederum eine Vollprothese gesetzt wurde. Im OK habe ich noch die sechs Schneidezähne, wobei die beiden 3er eine Klammerprothese halten.
Die implantatgestützte UK-Prothese ist natürlich um Klassen besser als der vorige Zustand, trotzdem habe ich Probleme:
1. Nahrungsmittelreste setzen sich unter die Prothese und drücken. Das Kauen wird erschwert. Es scheint, als ob die Prothese hinten zu hoch, d.h. zu weit vom Zahnfleisch abstände. Speisereste in einer Schichtdicke von ca.1mm setzen sich unter die Prothese.
2. Die Kante der Prothese unten vorn steht ziemlich weit nach innen und stört die Zunge.
3. An den Außenkanten links und rechts drückt die Prothese gegen die Wangeninnenseite, was „Druckstellen“ bewirkt und manchmal weh tut.
4. Ich kann oft nur sehr undeutlich und verwaschen sprechen, was mich natürlich sehr stört. Das hängt zwar teilweise mit einer verringerten Zungenbeweglichkeit durch die OP zusammen, war aber vor den Implantaten längst nicht so schlimm.
5. Morgens, wenn ich die OK-Prothese einsetze, habe ich das Gefühl, die Zähne im OK und UK passen überhaupt nicht aufeinander, der „Biss“ stimmt nicht. Etwa nach 15 Min. bessert sich das Gefühl. Tagsüber passt es dann.

Frage: Ist das normal oder passen die Prothese und Implantate nicht richtig? Kann bzw. muss der Prothetiker da etwas machen und ist eine Verbesserung möglich? Was ist ggf. zu tun?
Danke für Ihre Antwort.
 
Verfasst am: 28. 11. 2016, 16:33
Dr. Dr. B. Zahedi
Administrator
Dabei seit: 06.12.2000
Beiträge: 3869
hallo,
das scheint mir ein problem der kunststoffsättel zu sein. sorgfältige umformung und unterfütterung düften hier schnell erfolg bringen.
gruß
b. zahedi
 
Verfasst am: 07. 12. 2016, 20:50
magemo
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 25.11.2016
Beiträge: 4
Danke für die Antwort.
also haben andere Patienten mit einer implantatgestützten Prothese nicht generell das Problem, dass sich Nahrungsreste unter der Prothese ablagern, richtig? Hat sonst jemand ähnliche Erfahrungen?
Es handelt sich also um individuelle und nicht allgemeine Beschwerden, die durch eine nicht optimale Anpassung entstanden sind und vom Zahnarzt / Prothetiker relativ leicht behoben werden können? Das wäre ja schön, ich habe das zwar moniert, aber der Arzt meinte, Speisereste unter der Prothese wäre normal.
Soweit ich weiß, habe ich doch 2 Jahre Garantie, richtig? Die Herstellung der Prothese ist jetzt 1 Jahr her.

Was aber ist mit Punkt 5?



 
Verfasst am: 16. 12. 2016, 18:40
magemo
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 25.11.2016
Beiträge: 4
Ich habe mich hier im Forum etwas ungeschaut und festgestellt, dass ich nicht der Einzige bin, der Probleme mit Speiseresten unter der implantatgestützten Prothese hat. Ich werde dem Vorschlag von Dr.Zahedi natürlich folgen und die entsprechenden Maßnahmen ergrei-fen. Hat jemand, der vorher auch das Problem hatte, entsprechende positive Erfahrungen?
Vielleicht hat auch jemand ähnliche Erfahrungen, wie ich sie unter Punkt 5 beschreibe?
Mein Zahnarzt meinte, das käme öfter vor, dass die Zähne bzw. der Biss sich morgens erst anpassen müssten, aber das kann ich eigentlich nicht glauben. Das hieße ja, dass die Zähne sich mindestens um einige zehntel Millimeter jeden Tag bzw. in der Nacht verschieben müssten.
Hat jemand Erfahrungen in dieser Richtung? Wie gesagt, es stört nur in den ersten 15-20 Minuten morgens, ist aber doch lästig. Gibt es eine Erklärung dafür?
Danke für Ihren Beitrag.
.
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Verfasst am: 16. 12. 2016, 18:42
magemo
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 25.11.2016
Beiträge: 4
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Ich habe mich hier im Forum etwas ungeschaut und festgestellt, dass ich nicht der Einzige bin, der Probleme mit Speiseresten unter der implantatgestützten Prothese hat. Ich werde dem Vorschlag von Dr.Zahedi natürlich folgen und die entsprechenden Maßnahmen ergrei-fen. Hat jemand, der vorher auch das Problem hatte, entsprechende positive Erfahrungen?
Vielleicht hat auch jemand ähnliche Erfahrungen, wie ich sie unter Punkt 5 beschreibe?
Mein Zahnarzt meinte, das käme öfter vor, dass die Zähne bzw. der Biss sich morgens erst anpassen müssten, aber das kann ich eigentlich nicht glauben. Das hieße ja, dass die Zähne sich mindestens um einige zehntel Millimeter jeden Tag bzw. in der Nacht verschieben müssten.
Hat jemand Erfahrungen in dieser Richtung? Wie gesagt, es stört nur in den ersten 15-20 Minuten morgens, ist aber doch lästig. Gibt es eine Erklärung dafür?
Danke für Ihren Beitrag.
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    wackelnde oder schlecht sitzende Prothesen den Abbau des Knochens (Atrophie) durch die wechselnden Drücke von außen besonders stark vorantreiben? Eine Prothese muss deswegen regelmäßig angepasst (unterfüttert) werden, da der Kiefer ohne naturgemäße Belastung weiter schrumpft. Mit Hilfe von Implantaten gelingt allerdings der Knochenerhalt nach Zahnverlust. Mehr hierzu.


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