Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Nach Implantat Schmerzen am Trigeminus Nerv.

Verfasst am: 15. 05. 2003, 15:55
Gustav
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Seit einem Jahr habe ich ein Implantat links oben. Seit dieser Zeit habe ich spontan auftretende, stechende Schmerzen in der linken Gesichtshälfte. Im Kinnbereich oft schon bei der gerigsten Berührung. Der Schmerz flaut ab, tritt aber beim Gespräch oder beim Essen wieder spontan auf. Alle Untersuchungen ohne Befund. Das Implantat und die Krone wurden von unterschiedlichen Praxen durchgeführt. Es hat natürlich niemand den Trigeminus Nerv getroffen!! Nerven beruhigende Medikamente, eine Aufbißschiene, oder eine Akkupunktur Behandlung, die ich zur Zeit mache, haben noch keine Linderung gebracht.
Wo gibt es eine Zahnklinik bei der ich meine Schmerzen einmal richtig intensiev untersuchen und beseitigen lassen kann.
Für alle Vorschläge wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße von Gustav.
 
Verfasst am: 18. 05. 2003, 22:19
Lorenz Jensen, ZA
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Hallo Gustav,
daß bei einer Implantation im Oberkiefer der N. Trigeminus (oder einer seiner Äste) so getroffen wurde, daß es Beschwerden im Unterkiefer (Kinn) gibt ist nicht vorstellbar.
In den meisten Universitätskliniken gibt es in der Kieferchirurgischen Abteilung eine Schmerzsprechstunde, die sich mit solchen fällen wie Ihrem befassen. wo sind Sie zu Haus?
Gute Besserung,
L. Jensen
 
Verfasst am: 21. 05. 2003, 07:59
Gustav
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Hallo L. Jensen
Vielen Dank zunächst.
Vorstellbar oder nicht. Meine Schmerzen sind da
und die möchte ich untersuchen und beseitigen
lassen. Ich wohne im Raum Bielefeld.
Das Implantat sitzt fest. Wenn sich aber herrausstellt, das ich das Implantat nicht vertrage, oder ein Fehler gemacht wurde, muß es wieder raus. Mein derzeitiger
Schmerzzustand ist unerträglich. Eine Intensieve Untersuchung von neutraler Stelle
wäre sehr wichtig. Aber wer macht das!!!

Grüße von Gustav.
 
Verfasst am: 17. 03. 2014, 22:30
marlene
Gast
Dabei seit: 17.03.2014
Beiträge: 1
lieber Gustav, die TN ist das Grausamste, was es gibt. Ich kenne sie auf allen 3 Ästen. Jetzt kenne ich die Hölle... Also: Verzichte auf Zahnärzte. Such' Dir einen Neurologen. Einen Neurochirurgen brauchst Du auch noch nicht. Hast Du einen Neurologen, lass Dir das Carbapazepin verschreiben. Als es mich 2012 überfallen hat, bin ich auf die Notstation in ein gutes Krankenhaus gekommen, das Zeug hat mir tatsächlich geholfen. Sieh aber zu, dass Du das Retardierte bekommst. Diese Tabletten geben die Wirkstoffe nicht auf einmal ab, sondern nach und nach. Filmtabletten verschießen Ihr Mittel mit einem mal, wirkt schnell aber ist auch schnell wieder 'verpufft' . Der Neuro erkennt, ob Du TN hast. Deine Schmerzen sind schlimm , plötzlich stechen scharfe Messe in Dein Gesichtsteil. Entweder / und in den Kiefer ( Ober und/ oder Oberkiefer, oder Nasenbereich / unter dem Auge, oder Unterlid / Augenbraue. Na dann, gute Nacht... Ich weiß nicht, ob das Implantat nicht Einfluss auf einen 2. oder 3. Ast haben kann. Ich denke mir, dass die Äste doch irgendwie miteinander verbunden sind, sonst wäre es ja bei mir das 7. Weltwunder, dass bei mir alle drei Äste gewütet haben... Such Dir einen guten Neuro! Und hüte Dich, Deine Zähne ziehen zu lassen, die Nervenenden des T können sooo dicht an den Zahnnerven / Zahnwurzeln sein! Ich habe seit Wochen im unteren Ast einen aktiven Trigeminus, der haut wie ein Blitz immer angeblich in einen Zahn, von dem ich genau weiß, dass der Nerv tot ist... Ich habe nun mit einem sehr guten Neurochirurgen Kontakt aufgenommen. Alles , alles Gute !
 
Verfasst am: 28. 04. 2014, 18:40
nicole
Fresh Boarder
Dabei seit: 28.04.2014
Beiträge: 1
Hallo, habe die gleichen Probleme werde am 05.05.14 das Implantat rausnehmen lassen mall sehen was passiert.
 
Verfasst am: 27. 08. 2016, 15:14
Ursula
Gast
Dabei seit: 27.08.2016
Beiträge: 1
Das sieht nicht jeder Neurologe so. An der Uniklinik sagte mir eine Neurologin, dass jetzt vermehrt Zahn-Implantatträger zu ihr kämen mit diesen blitzartigen Attacken. Wenn das Implantat entzündet sei und bis in die Kieferhöhle reichen würde, wäre das natürlich denkbar, dass der Trigeminusnerv gereizt würde. Sie riet zur Entfernung. Die Zahnärzte stemmten sich vehement dagegen und wollten mich an die Neurologen zurückabschieben. Die wiederum schickten mich zurück zu den Zahnärzten.
Irgendwann hat ein Zahnarzt in einem Akt der Mencshlichkeit mir diese Dinger entfernt. Es geht immer besser, kein Vergleich mehr zu früher. Mein Neurologe, der mir für die schlimmste Zeit ein Medikament verschrieb, wurde sofort hellhörig, als er von den Zahnimplantaten hörte. Er war überzeugt, dass sich das Ganze irgendwann ganz beruhigen würde, In der Knochenwunde wären Umbauarbeiten im Gange, die zu Reizungen führen würden.
Ebenso meinte ein Gesichtchirurg, dass aufwendige kieferchirurgische Eingriffte sehr wohl den Trigeminusnerv beeinträchtigen könnten. Als ich die Beschwerden schilderte, meinte er von sich aus, ob ich Zahnimplantate hätte. Da wunderte ihn nichts mehr.
Ich bereute es keine Sekunde lang, mich von den Schrauben getrennt zu haben. 1 Jahr nach Entfernung hatte ich über das gesamte Jahr verteilt noch 15 Blitze, dieses Jahr waren es bis jetzt 6.
 
Verfasst am: 09. 11. 2016, 08:06
Sonja Germann
Gast
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 1
Hallo,
wir sind Leidensgenossen. Bei mir tobt auch der Trigeminus bzw. eine Verästelung davon. Dass das vom Implantat kommt, leugnet mein Zahnarzt. Das hört man ja immer wieder. Meine Neurologin glaubt aber fest daran und auch ich bin der Überzeugung. Vor allem bei im Oberkiefer gesetzten I. trifft man auf dieses Problem. Erklärung eines Spezialisten die einleuchtet: die Knochensubstand des Oberkiefers ist nicht so fest wie die des Unterkiefers. Der Knochen ist luftdurchlässig, weil er damit leichter ist. Der des Unterkiefers wäre zu schwer. Leider lässt sich ein Nervenschädigung nicht feststellen. Ich habe inzwischen neun verschiedene Stellen aufgesucht, CT, MRT, HNO-Arzt, Kieferchirurgen, Physiotherapeuten für CMD (cardio...muskuläre Dysfunktion) das wäre ein Kieferproblem, das der Kieferchirurg jedoch nicht so sah. Ich bin genauso ratlos wie Du. Nehme Lyrica-Tabletten, die mir zwar so gut helfen, dass ich keine Schmerzen habe, jedoch, das ist kein Dauerzustand. Mein Zahnarzt wehrt sich, mir erst mal das Implantat freizusetzen. Er verpasst mir jetzt ein Schiene, obwohl der Kieferchirurg kein Problem des Kiefers gesehen hat. Vor allem hat mich mein Zahnarzt schon auf die erheblichen Kosten hingewiesen, die da auf mich zukommen. Ich suche nun eine Klinik oder Beschwerdestelle, die Anlaufstelle für solche, inzwischen vermehrt auftretende Fälle ist. Leider kann ich es nicht beweisen, dass die Implantate diese Schmerzen verursachen und somit sich auch keine KK verantwortlich fühlt.
Melde Dich, falls Du einen Weg findest, aus diesem Elend. Alles Gute!
 
Verfasst am: 09. 11. 2016, 18:00
Nicole
Gast
Dabei seit: 09.11.2016
Beiträge: 1
Hallo,
habe mir das Implantat rausnehmen lassen wurde aber auch nicht besser. Bin vom einen Arzt zum anderen gelaufen keiner konnte mir helfen. Bis ich zu meinem Hausarzt gegangen bin der hat mir vorgeschlagen eine Vitamin B Kur zu machen. Bin dann zweimal die Woche zum Arzt der mir einen Troff mit Vitamin B gestzt hat nach zwei Wochen waren die Beschwerden weg. Hat zirka 200,00 Euro gekostet da die Kasse das nicht bezahlt. Versuche es hilft bestimmt. War auch beim Nervenarzt die hat mich mit Tabletten voll gestofft ohne Wirkung. Viele liebe Grüße und melde dich ob das geholfen hat.
 
Verfasst am: 19. 01. 2018, 20:08
Katze
Gast
Dabei seit: 19.01.2018
Beiträge: 1
Ich habe meine Implantat im Unterkiefer vor zwei und halb Jahren bekommen. Beim Bohren wurde Trugeminus verletzt, ca vier Monate hatte ich übehaupt keine Gefühl gehabt, war alles vollständig taub. Dann Später hat sich Trigeminusneuralgie entwikelt. Mit Schmerzattaken bis zu 20-30 mal pro Tag, letztes Jahr meniger Attaken, aber jetzt habe starke daurnde brennende und kribbelne Schmerzen. Ich habe schob alle Medikamente versucht hilft nichts. Ich war bei mehreren Neurologen, konnte keine mir helfen. Ich hatte Schmerztherapie stationär und bis heute mache ich ambulant. Ich hatte Implantatberatung in Uniklinik gehabt. Der Kieferorthopediearzt sagte, dass er mir nicht helfen kann. Lebensqualität ist sehr stark beeinträchtigt und eingeschränkt. Mein Mann hat vergessen, wann er mich berührt hatte. Psychisch am Ende.
 
Verfasst am: 23. 01. 2018, 11:22
Katze
Gast
Dabei seit: 23.01.2018
Beiträge: 1
Ich habe das gleiche. Es ist oft, dass bei MRT nichts festgestellt wird. Es muss noch mal MRT gemacht werden und genau, wo die Implantate sitzen. Es ist möglich, dass beim Bohren der Nerv verletzt wurde oder zu lange Implantat genomen wurde und er drückt auf den Nerv. Es gibt neu metode "Gamma Knife". Gucke im Internet. Aber es hift nur bei klassische Neuralgie mit Schmerzattaken, wenn du Dauerschmerzen hast, es hilft wahrscheinlich nicht. Ich war schon bei mehreren Neurpologen und in UNI Klinik, alle sagen nur ich muss damit leben.
 
Verfasst am: 13. 04. 2018, 00:30
Anni
Gast
Dabei seit: 13.04.2018
Beiträge: 1
Hallo, hatte bzw. Habe das gleiche Problem,: nach Setzen des Implantats und Knochenaufbau irgendwann heftige Schmerzattacken fast bis zur Ohnmacht, Zähne rund um das Implantat auch extrem druckempfindlich. Mein Zahnarzt hat mit dann eine spezielle Physiotherapie verschrieben. Der Therapeut hat insbesondere den Kiefergelenkbereich massiert. Da waren auch Knötchen, die ich spüren konnte. Wenn ich jetzt merke, dass ich wieder eine TN entwickle, massiere ich den Kaumuskel selber und lege warme Kirschkernkissen drauf. Dann noch Ibuprofen. Ich bekomme die Attacken damit sehr gut in den Griff - konnte es anfangs selbst kaum glauben - und bin dann mehrere Monate völlig schmerzfrei...und wenn wieder was kommr, weiß ich, was zu tun ist.. ..probiert es aus, lasst euch eine Physiotherapie verschreiben, ich hätte NIIEMALS geglaubt, dass das was bringt, aber es hat mich echt gerettet!
 


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