Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Beckenkammimplantation im OK

Verfasst am: 13. 04. 2011, 09:50
Nanny
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Dabei seit: 30.03.2011
Beiträge: 83
Hallo Dr. Zwanzig, Dr. Zahedi und Dr. Fechtig,
vielen Dank für die bisherigen Anworten, dass hat mir schon sehr bei meiner Entscheidung weitergeholfen.
Mein jetziges großes Problem ist nicht die bevorherstende OP, sondern die Angst davor, wie es hinterhe mit der Prothekik aussieht. Ich habe hier schon viel gelesen. Im KH sagt der eine Arzt dass man gleich hinterher eine Prothese, die weich unterfütter wird, tragen kann, der nächste sagt mir jetzt nach nochmaligen Nachfragen, zuerst ca. 4 Wochen garnichts.Auf der anderen Seite wird immer damit geworben, dass bei solchen OP´s keiner ohne Zähne rumlaufen muss. Es muss doch auch da eine Lösung geben. Können Sie mir bitte da weiterhelfen, damit ich hoffentlich wieder ruhig schlafen kann?

Wer kann mir von den Forenmitgliedern hierzu seine Erfahrungen mitteilen??
Danke
Nanny
 
Verfasst am: 17. 04. 2011, 10:57
Dr. Dr. B. Zahedi
Administrator
Dabei seit: 06.12.2000
Beiträge: 3852
hallo,
je nach aufbaustabilität und weichteildeckung des transplantats sollten sie nach einer beckenkamm-transplantation durchaus mit einem zunächst unbelastbaren kieferkamm rechnen, dann kann keine prothese getragen werden. das muss aber der operateur entscheiden.
gruß
b. zahedi
 
Verfasst am: 27. 04. 2011, 19:02
Nanny
Expert Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 30.03.2011
Beiträge: 83
Hallo Dr. Zahedi,
vielen Dank für Ihre Antwort. Das ist jetzt genau die Antwort, die ich befürchtet habe. Könnten Sie mir bitte auch erklären, warum es beim Knochenaufbau so unterschiedliche Versorgungsmöglichkeiten gleich nach der OP gibt?
Warum kann bei jeder anderen Lösung, z.B. künstlicher Knochen, Ersatzmaterial, BIOS, Knochenspäne aus einer anderen Stelle am Kiefer etc., sofort wieder eine Prothese getragen werden und bei einer Beckenkamm-OP nicht?
Wer hat hier schon solch eine OP hinter sich und kann mir seine Erfahrungen mitteilen, bin für jede Anwort dankbar, da inzwischen wieder mal sehr verunsichert.
Gruß Nanny
 
Verfasst am: 27. 04. 2011, 19:38
Dr. Dr. B. Zahedi
Administrator
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Beiträge: 3852
entscheidend ist die belastbarkeit des knochenlagers. wenn dieses nur oder wesentlich aus aufbaumaterial besteht, verhindert bewegung bzw. die belastung mit einer prothese die knöcherne durchbauung. bei einem anteiligen (kleinen) aufbau mit genügend belastbarem restkieferkamm ist dies nicht so ein problem.
gruß
 
Verfasst am: 27. 04. 2011, 22:19
fleur
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
hallo nanny,
ich verstehe deine sorge, dass du nach der transplantation nicht ohne prothese sein willst. mein chirug meinte, dass ich nicht ohne prothese sein werde und nach der OP die gleiche prothese hätte wie die jetzige. wie gesagt, bei mir wäre das stück aus dem beckenkamm fingergross, und ich habe noch 3 zähne im OK. keine ahnung wie das geht- aber es ist anscheinend machbar.
lg
 
Verfasst am: 28. 04. 2011, 12:48
Nanny
Expert Boarder
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Beiträge: 83
Hallo fleur, danke für die Antwort, es tut gut, endlich zu lesen, dass man nicht alleine mit seinem Problem ist. Ich würde mich freuen, wenn Du mir schreibst, wie Du dich entschieden hast und wie es mit Dir weitergeht. Ich würde mich auch freuen, wenn mir Forenmitglieder ihre Erfahrungen schreiben würden, die dies alles hinter sich haben.
LG Nanny
 
Verfasst am: 28. 04. 2011, 17:57
fleur
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
hallo nanny, ich habe auch gehofft, dass hier patienten über ihre erfolgreiche OP berichten. leider noch nicht.
mein problem ist ein falscher biss/kiefergelenk, verursacht durch prothetik. solange ich nicht eine gutsitzende teilprothese mit richtigem biss habe, ist mir diese OP zu riskant. nächste woche hole ich mir eine weitere meinung. meine mail fleuri33@yahoo.de.
lg
 
Verfasst am: 01. 05. 2011, 23:44
MIA68
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Guten Abend

ich hatte letztes eine Beckenkammaugmentation, als ich wach wurde hatte ich bereits die prothese im mund,ich trug davor schon diese, und sie wurde abgeändert während ich noch in narkose war, nach ca 10 tagen wurde sie nochmal unterfüttert, rückblickend bin ich relativ! gut damit gefahren muss aber auch sagen , in meinem klinikum ist eine assistenzschwester , die einfach nur extrem super war, irgendwie schien es ihre berufung zu sein, sie hat teilweise die prothese so aufgebessert , das ich kaum noch oberlippenfältchen hatte.hoffe konnte sie etwas beruhigen.herzliche grüsse mia
 
Verfasst am: 02. 05. 2011, 16:05
Nanny
Expert Boarder
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Dabei seit: 30.03.2011
Beiträge: 83
Hallo Mia,
vielen Dank für Ihre antwort, das hat mich jetzt wirklich etwas beruhigt und ist so, wie es mir der 1. Arzt in der Klinik auch gesagt hat. Der nächste sagte dann bei meinem 2. Besuch allerdings: erstmal ca. 3-4 Wochen ohne und das hat mich total fertig gemacht.Wäre es Ihnen recht, wenn Sie mir per mail oder telefon näheres über Ihre Op berichten würden,da man hier ja keine namen nennen darf. Mich würde sehr interessieren in welcher klinik sie waren und wie es Ihnen ab OP bis heute nach der OP ergangen ist und wie es dann weitergeht.Ich würde mich sehr freuen, da ich dringend mit jemanden reden muss, der die OP schon überstanden hat und noch lebt.(kleiner scherz)kommt aber meinen ängsten sehr nahe.
viele Grüße Nanny
 
Verfasst am: 02. 05. 2011, 17:26
lenavandijk
Expert Boarder
Dabei seit: 05.04.2011
Beiträge: 155
Ich würde mich aber auch über ein bisschen Erfahrungsbericht hier im Forum freuen!

Auch ich habe im OK nur noch drei (abgeschliffene) Zähne. Trage momentan eine Klammerprothese als Kurzeitprovisorium (mit der ich leider schlecht klar komme, weil ich den Fremdkörper am Gaumen überhaupt nicht vertrage). In den nächsten Tagen bekomme ich hoffentlich mein (sehr viel aufwändigeres) Langszeitprovisorium (Teleskop-Prothese).

Ich bin Patientin in einer kleinen, privaten Fachklinik. Knochenaufbau und Implantate sind dort wohl Alltag. Mir wurde gesagt, dass ich die ganze Zeit mein Langzeitprovisorium tragen würde, auch nach dem Knochenaufbau inkl. Beckenkammentnahme. Mein Arzt sagte, wichtig sei, dass das Provisorium 1000%ig fest sitzt, ohne jedoch Druck zu verursachen.
Ein Provisorium, dass Druck auf den Kiefer ausübt oder gar wackelt führt (meine Formulierung, nicht die des Arztes) zu wackelnden Implantaten - was ja in niemandes Interesse liegen kann.

Ich habe Mittwoch noch mal einen Gesprächstermin bezügl. des Knochenaufbaus. ich werde noch einmal nachfragen, ob/wann ein Provisorium nach Knochenaufbau ggf. in keinem Fall möglich ist.

Wobei ich ganz doll hoffe und auch darum bitte, dass sich die Ärzte hier deshalb jetzt nicht...hm... auf den Schlips getreten fühlen! Vier Wochen ohne Zähne - das muss Frau erstmal verkraften!!!
(ich komm psychisch ja so schon nicht mit der Situation klar!)

Nanny, gibt es bei Dir etwas Neues?

LG Lena
 
Verfasst am: 02. 05. 2011, 20:13
Nanny
Expert Boarder
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Dabei seit: 30.03.2011
Beiträge: 83
Hallo Lena, danke für die Anwort, im Moment gibt es noch nichts Neues, aber ich habe am Donnerstag nochmals einen Besprechungstermin. Am besten wäre es, wenn dann beide Ärzte anwesend sind und nicht wieder noch ein anderer. Ich werde danach weiter berichten, was dabei herausgekommen ist. Bin auch schon mal gespannt, was Dein Arzt zu diesem Thema sagt. Hast Du dich schon entschieden und auch schon einen OP-Termin?
LG Nanny
 
Verfasst am: 02. 05. 2011, 21:03
lenavandijk
Expert Boarder
Dabei seit: 05.04.2011
Beiträge: 155
Nein, Nanny, ich hab mich noch nicht entschieden - wenn es denn überhaupt etwas zu entscheiden gibt. Mit einer sogenannten Vollprothese (sprich: falscher Gaumen) komm ich nicht zurecht. Und wenn ich Zahnersatz auf Implantaten haben möchte, muss ein Knochenaufbau gemacht werden. *heul* Ich möchte nur eigentlich keine Beckenkammentnahme. Das heißt, ich möchte jetzt wissen, ob es vielleicht auch einen "Kompromiss" für mich gibt, mit "minimalem" Knochenaufbau, bzw. die maxmimale Variante mit künstlichem Knochenmaterial.
Für mich kommt allerdings momentan noch ein weiteres Problem hinzu: Ich hatte mit der Vollnarkose letztes Mal dermaßen schlimme Probleme, dass ich mich momentan überhaupt nicht wieder zu einer Narkose durchringen kann...

Du hast auch zwei Ärzte? Auch ein Kieferchirurg und ein Zahnarzt, beide unter einem Dach?

Hab ich auch. Und hatte echt Probleme, endlich diesen Gesprächstermin mit dem Kieferchirurgen zu bekommen (was mich schon heftig sauer gemacht hat).

Drück Dir die Daumen für Donnerstag! Legt Ihr dann einen Termin fest... oder?

LG Lena
 
Verfasst am: 03. 05. 2011, 19:56
Nanny
Expert Boarder
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Beiträge: 83
Hallo Lena, ich wünsche Dir für Deinen morgigen Besprechungstermin, dass alle deine Fragen beantwortet werden. Danke auch, dass Du dich für mich erkundigen willst bezgl. dem Knochenaufbau, wann welche Prothetik möglich ist, und wann überhaupt nicht. Freue mich über Deine Rückantwort. Ich werde nach meinem Termin am Donneratag berichten, wie es mit mir weitergeht.
LG Nanny
 
Verfasst am: 04. 05. 2011, 17:06
MIA68
Gast
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Beiträge: 0
meine e mail ist miriam68@hotmail.de
 
Verfasst am: 04. 05. 2011, 18:31
Nanny
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Beiträge: 83
Hej, Lena, ich habe ja morgen meinen termin und hoffe, dass ich dann endlich gewissheit habe, wie es nach der op weitergeht.
Wie ist heute dein tag verlaufen, konntest du alle deine fragen stellen und hast auch antworten bekommen, was hast du bezüglich knochenaufbau erfahren können? Danke schonmal im voraus
LG Nanny
 


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