DGZI: "International am beste vernetzte Fachgesellschaft in der Implantologie"


üsseldorf. Zur Eröffnung des 44. Internationalen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI) "Alles schon mal da gewesen? Konzepte in der Implantologie" am letzten Septemberwochenende in Düsseldorf konnte Tagungs- und DGZI-Vizepräsident Prof. Dr. Roland Hille in seiner Begrüßung in Person von Prof. Dr. Herbert Deppe (TU München) sowohl den Tags zuvor neu gewählten DGZI-Präsidenten als auch den programmgemäßen Eröffnungsredner begrüßen. 

Das Votum für Prof. Deppe auf der DGZI-Mitgliederversammlung war bei eigener Enthaltung einstimmig ausgefallen. Für den Kongress konnte Hille auf das Programm mit über 30 Vorträgen und Referenten aus sechs Ländern und vier Kontinenten verweisen. "Wir sind die international am besten vernetzte Fachgesellschaft der Implantologie", verkündete er stolz. 

In Bezug auf den Kongress stellte Hille den Dialog in den Mittelpunkt, den internationalen Austausch auch mit den Referenten sowie mit der DGZI selbst. "Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen", rief der Tagungspräsident den Gästen zu und versprach aus dem Kongress heraus "viele Erkenntnisse für die Praxis". Ein Beleg für die internationale Vernetzung war auch das Grußwort von Dr. Suriyama aus Japan im Rahmen der ISOI-Kooperation. Die japanische Partnerorganisation der DGZI kann rund 1000 Mitglieder vorweisen. Suriyama lud die DGZI-Mitglieder zum Besuch des ISOI-Kongresses in Osaka ein. 

Ehe er sich als Eröffnungsredner mit einer kritischen Bewertung der DVT-Technik beschäftigte, stellte der neue DGZI-Präsident Prof. Dr. Herbert Deppe in einem Grußwort seine Ziele zu Beginn seiner Amtszeit vor. Dabei warnte er vor weiteren Abspaltungen aus den bestehenden implantologischen Gesellschaften, weil sie das Meinungsbild verwässerten. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis in der DGZI weiter gefördert werden. Und außerdem sollte implantologisches Fachwissen auch in der Ausbildung derer vermittelt werden, die davon noch ausgeschlossen seien, Zahnärzte ebenso wie Zahntechniker. Prof. Deppe: "Die weitere Intensivierung der Schnittstelle Zahnmedizin zu Zahntechnik ist mir ein Herzensanliegen und ich bin stolz auf dieses Alleinstellungsmerkmal unserer Fachgesellschaft." 

Auf seiner Wunschliste sieht Prof. Deppe die Intensivierung nationaler und internationaler Kontakte mit anderen Fachgebieten wie der Parodontologie oder der Prothetik und Biomechanik weit vorn. Hier seien auch gemeinsame Kongresse vorstellbar. "Darüber hinaus ist es mir ein Herzensanliegen, die Zusammenarbeit zwischen den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und der Zahnärzteschaft zu intensivieren. Als Vorbild würde ich dabei das ausgezeichnete Zusammenwirken der DGMKG und des BDO in Bayern sehen", erklärte Deppe. Der Präsident betonte, die DGZI müsse nicht neu erfunden werden, es müsse "bei der Beheimatung der Niedergelassenen einerseits und dem klaren wissenschaftlichen Anspruch andererseits in der DGZI" bleiben. 

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 30. September 2014
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