DGI, Dentagen Wirtschaftsverbund und der IGfZ starten gemeinsames Curriculum zur Implantatprothetik


Ganz neu aufgestellt ist das soeben an den Start gegangene zertifizierte „Curriculum Implantatprothetik“ – speziell für Zahntechniker. Gemeinsam entwickelt wurde es von der DGI/Deutsche Gesellschaft für Implantologie, dem Dentagen Wirtschaftsverbund und der IGfZ/Implantologische Genossenschaft für Zahnärzte. Die Konstellation der Partner zeigt zugleich das Credo der Veranstalter: „Wir haben die Wissenschaft als Fundament. Wir haben die praktische Erfahrung aus Praxis und Labor.
Und wir haben die Referenten, die zu den Besten ihres jeweiligen Faches gehören“, sagt Prof. Dr. Günter Dhom, Fortbildungsreferent der DGI. „Das Zertifikat und das Siegel der DGI setzen im Wettbewerb ein ganz klares Signal: Expertise. 

Das wird, da sind wir uns als Ausrichter einig mit den Referenten, für eine souveräne Position im steigenden Wettbewerb sorgen!“ Dass es diesen Wettbewerb gibt, spürt Karin Schulz, Vorstandsvorsitzende von Dentagen, ganz deutlich: „Implantatgetragene Prothetik wird für die Bevölkerung immer selbstverständlicher. Die Patientenkreise, die heute mit Zahnersatzbedarf in die Praxen kommen, haben dank der präventionsorientierten Zahnheilkunde noch viele eigene Zähne und wollen sich mit integrierten Implantat-Lösungen natürlich versorgt fühlen“, sagt sie. Parallel zu diesem Bedarf habe sich unter den Laboren ein starker Wettbewerb in diesem Bereich entwickelt: „Implantatprothetik gehört zu den auch wirtschaftlich interessanten Aufgaben. Das birgt Risiken: Nicht jeder, der Implantatprothetik anbietet, ist in den anspruchsvollen Anforderungen auch wirklich fit. Wenn es dem Patienten langfristig gut gehen soll mit Implantat und Krone, muss die Schnittstelle Praxis & Labor aber perfekt aufeinander abgestimmt funktionieren. Und genau das ist unser Ziel!“

Zeitgemäßes Konzept: Dicht an der Realität – und der Praxis
Zu den deutlichen Neuerungen gehört, dass sich das Curriculum gezielt an die Zahntechnikerinnen und Zahntechniker richtet: „Das bedeutet nicht, dass unsere Teilnehmer von Zahnmedizin nichts mehr mitbekommen“, erklärt Professor Dhom, „das Gegenteil ist der Fall: Ohne wissenschaftliche und nicht zuletzt anatomische Grundlagen von Knochenangebot bis Weichgewebe und Situationen bei parodontaler Vorschädigung bis zu Planungsanforderungen bei Grenzfällen sind alle notwendigen Fakten implementiert – aber kurz und selektiert und zwar genau auf das, was die Zahntechnik von alledem tatsächlich wissen muss.“ Das konzentrierte Konzept macht es möglich, die früher größere Anzahl an Modulen auf nunmehr vier Wochenenden zu reduzieren. Karin Schulz: „Das kommt den Laboren sehr entgegen, wie wir aus vorbereitenden Gesprächen wissen: Jetzt fällt kaum noch wertvolle Laborzeit weg. Die jetzige Struktur macht es einfach, das neue Curriculum in den Laboralltag zu integrieren.“ Sie hat bereits die gemeinsame Gestaltung des Curriculums als sehr hilfreich und erhellend empfunden: „Wir haben unsere Erfahrungen und Erlebnis-Blickwinkel zusammen auf den Tisch gelegt und geschaut, wo wir Optimierungen entwickeln müssen. Ich habe im Bereich der oft diffizilen Anforderungen und auch behandlungstechnischen Probleme der Zahnärzte deutlich dazugelernt und verstehe die Herausforderungen jetzt noch viel besser. So wird es den Kursteilnehmern auch gehen.“ Nicht nur inhaltlich hat die gemeinsame Erarbeitung das firmenunabhängige Curriculum geprägt, wie Professor Dhom ergänzt: „Das ganze Konzept ist zeitgemäß! Es ist konzentriert in den Inhalten – und bietet dennoch breit gefächerte Expertise. Es ist konzentriert in der Zeit – und damit ohne Belastung für das Labor. Bewusst nicht konzentriert ist der Austragungsort, so dass für jeden leicht erreichbare Ziele dabei sind. Ebenfalls nicht konzentriert ist die Zahl der Dozenten: Nur so bekommt man ein Bild von den unterschiedlichen Möglichkeiten, Strategien und Meinungen. Es ist offen – man kann auch Einzel-Module buchen. Nicht zuletzt ist das neue DGI-Dentagen-‚Curriculum Implantatprothetik’ immer dicht dran an den Dozenten und ihrer Arbeit vor Ort – an der Universität, in der Praxis und speziellen Instituten in ganz Deutschland. Und damit mitten in der Realität der Implantologie. Und, nach erfolgreicher Zertifizierung und bei Mitgliedschaft in der DGI, auch dicht an den implantologisch tätigen Praxen.“

Letzte Aktualisierung am Mittwoch, 04. Juni 2014