Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Dauerschmerz nach Knochenaufbau 07/16 - komplett verzweifelt

Verfasst am: 14. 06. 2018, 15:24
blu1980
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.02.2016
Beiträge: 4
Guten Tag,

ich versuche eine sehr lange Geschichte folgend möglichst kurz zu fassen und beschränke mich auf die letzten zwei Jahre:

Nach Problemen mit Teleskopprothese habe ich den Behandler gewechselt und mich für eine umfassende Implantatversorgung im OK entschieden. Vorhanden waren noch die Zähne 23,21,13,14. Neun Implantate wurden nach und nach gesetzt - hat eigentlich alles gut geklappt inkl. umfassender Knochenaugmentation / Sinuslift etc.

In der Region 11,12 war der Kieferknochen sehr dünn und wurde daher unter Zuhilfenahme eines Titangitters (www . reoss . eu) neu aufgebaut. OP war im Juli 2016... leider gab es nach der OP relativ schnell Schmerzen und eine Eiterbeule am Zahnfleisch. Diese wurde behandelt und es ging etwas Knochenaufbau verloren. In der Folgezeit wurde ich niemals Beschwerdefrei: Spannung in der Oberlippe rechts, Schmerzen beim Sprechen, Druckgefühl... Intensität wechselnd. Mal auszuhalten, mal sehr schmerzhaft, so daß Sprechen kaum noch möglich war zeitweise - oder halt nur kurz. Gefühlt ist der Schmerz ausgehend in der Region direkt unter dem rechten Nasenflügel und strahlt von dort in Richtung Wange / Oberlippe...

Der Knochenaufbau sei aber ok - also wurde implantiert (11,12) - OP ca 11/16.

Ist wohl auch gut eingeheilt, wurde mit Kronen versorgt... Implantate sitzen fest... sind zwar nur dünn und dafür recht lang - aber immerhin.... Beschwerden blieben aber leider unverändert bestehen, auch wenn man mir immer wieder versicherte, dass da nix sei...

Ich drängte dann darauf das Zahnfleisch nochmals "aufzuklappen"... das wurde dann auch Anfang 2018 endlich getan. Ergebnis: Der Knochen und die Implantate sähen gut aus, allerdings fand man viel Eiter im Bereich von Zahn 13... der Ursprung sei dann wohl auch der Zahn.

Auch in der Folgezeit verschwanden die Schmerzen nicht.... Irgendwann wurde der Druck so groß und ich war so verzweifelt, dass ich mit einer sterilen Nadel in die Region über dem Zahn 13 gepiekt habe... auf folgenden leichten Druck folgte Eiter. Danach war zumindest eine Veränderung des Schmerzes zu bemerken... auf leichten Druck eitert es an dieser Stelle nun täglich seit Anfang des Jahres.

Da Zahn 13 als Verursacher deklariert wurde und dieser auch hin und wieder druckempfindlich war, habe ich diesen letzte Woche entfernen lassen... ebenso Zahn 14, da dieser auf Kälte ebenfalls nicht mehr reagierte.

Ergebnis: Zähne wurden sehr schonend entfernt - ich merke davon kaum etwas. Der Druck- Spannungs und Schmerz beim Sprechen ist aber unverändert und es eitert weiterhin an besagter Stelle (aktuelles Foto anbei).

Manchmal führt das "Ausdrücken" des Eiters zur fast völligen Schmerzfreiheit und generell ist es Abends besser als morgens... aber es kehrt auch immer wieder zurück. Intensität wie gesagt wechselnd...

Ich bin wirklich verzweifelt und kann nicht mehr. Ich vertraue meiner Ärztin sehr - alles andere ist auch wirklich gut geworden, aber so langsam habe ich den Eindruck, dass man nicht mehr weiter weiß und meine Beschwerden auch nicht mehr richtig Ernst nimmt... ich bin fast froh, dass es sichtbar eitert - immerhin zeigt das, dass da irgendwas nicht ok sein kann und ich mir das nicht einbilde (vor dem Eiterfund hatte ich den Eindruck, dass man das manchmal von mir denkt).

Ach und Antibiotika gab es natürlich jeweils nach den OPs mehrfach - aktuell nehme ich seit letzter Woche Donnerstag Penicillin V 1,2 Mega alle sechs Stunden.

Ich weiß nicht was ich noch tun kann... ich wäre bereit durch die ganze Republik zu fahren, wenn jemand sich das anschauen will... irgendwie muss man eine solche Entzündungsursache doch finden und beseitigen können...

Ich bin für jeden Tipp dankbar - ebenso für Empfehlungen an wen ich mich vielleicht wenden könnte... gefühlt brauche ich jemanden, der "Bock" drauf hat "spannende" Ursachenforschung zu betreiben - auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die meisten auf "solche" Patienten mit unklaren Komplikationen wenig Lust haben...

Danke vorab

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.2018 um 15:34.]
Dateianhang

 
Verfasst am: 20. 06. 2018, 18:01
blu1980
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.02.2016
Beiträge: 4
...vielleicht habe ich meinen Beitrag auch nicht gut formuliert - niemand muss befürchten, dass ich morgen in seiner Praxis stehe, wenn er sich hier äußert icon_smile.gif

Dennoch würde es mich interessieren, was Sie empfehlen würden, wenn ich mit dieser Symptomatik auftauchen würde... ich weiß halt wirklich nicht mehr weiter und habe das Gefühl, dass mein Behandler auch nicht wirklich weiter weiß...

Wir schicken Raketen zum Mars - da wird man jawohl noch eine Entzündung in meinem Kiefer beseitigen können...

Danke
 


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