Antibiotikum nach Explantation (43022) - Forum - implantate.com

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Antibiotikum nach Explantation

Verfasst am: 20. 05. 2018, 09:31
Jasmin
Junior Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 31.08.2017
Beiträge: 24
Hallo alle zusammen!

Bei mir wurden vor einigen Tagen einige entzündete Implantate entfernt. Die Lücken wurden mit Knochenersatzmaterial (Bio-Oss) aufgefüllt. Die Schleimhaut war wohl etwas problematisch. Bereits in der Klinik habe ich iv ein Antibiotikum bekommen. Danach nun für 5 Tage (10 St.) Unacid 375 mg .
Mein Kontrolltermin ist Ende des Monats. Schmerzen waren nach dem dritten Tag kaum noch vorhanden. Seit heute früh jedoch, spüre ich es wieder verstärkt. Nun ist morgen die letzte Antibiotikaeinnahme und ich bin ein wenig in Sorge, ob die 5 Tage ausreichend waren.

Wäre für den Rat eines Spezialisten sehr dankbar.

Schönen Dank und nette Grüße, Jasmin
 
Verfasst am: 22. 05. 2018, 09:13
docwolf
Gast
Dabei seit: 22.05.2018
Beiträge: 1
Guten Tag,
persönlich halte ich ja nichts davon, in ein entzündetes Umfeld Knochenersatzmaterial einzubringen. Da ist auch ein potentes Antibiotikum kaum hilfreich, da Knochenersatzmaterial ja nicht durchblutet wird. Ich drücke die Daumen, dass die Entzündung trotzdem ausheilt.
mfg
Wolff
 
Verfasst am: 22. 05. 2018, 14:42
Jasmin
Junior Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 31.08.2017
Beiträge: 24
Guten Tag!

Vielen Dank docwolf für Ihre freundliche Antwort und das Daumen drücken ....
In der Vergangenheit hatte man mir bereits angedeutet, dass es wohl nicht unproblematisch
werden würde, auch im Bezug auf die nicht anliegende Schleimhaut.
Darf ich fragen, wie Sie die Sache angegangen wären und welche Alternativen es evtl. gibt?

mfg

Jasmin

 
Verfasst am: 22. 05. 2018, 16:22
docwolf
Gast
Dabei seit: 22.05.2018
Beiträge: 1
ohne genaue Kenntnis der Sitiuation sollte man sich mit Konzepten zurückhalten. Bei Entzündungen gilt für mich die Regel
1. Therapie der Ursache (z.B. Behandlung/Entfernung Zahn/implantat)
2. Ausheilung der Entzündung abwarten
3. ggflls. Aufbaumassnahmen
4. Erneute Versorgung
mfg
Wolff
 
Verfasst am: 25. 05. 2018, 14:10
Jasmin
Junior Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 31.08.2017
Beiträge: 24
Guten Tag Herr Dr. Wolff,

vielen Dank für Ihre korrekte Antwort.

Gerne würde ich nochmals Ihre Empfehlung zu meiner Problematik hören.

5 Tag postop Unacid, fast keine Schmerzen mehr.
6. Tag ~ absolut schmerzfrei
7. Tag ~ ca. 25 Min. Nachblutung, kein Problem für mich
8. Tag ~ leichtes Kribbeln im OK, verbunden mit dem Gefühl, da braut sich wohl etwas zusammen.
abends starke Schmerzen. Trotz Ibu 1200 mg keine Besserung
9. Tag ~ starke Schmerzen in regio der Entzündung, gelbl./bräunl. Schleim morgens ausgespuckt.

Habe daraufhin heute meinen Behandler aufgesucht, da ich gerne ein schmerzfreies Wochenende
erleben wollte. Behandler nicht anwesend. Kollege schaut kurz drauf, alles sieht gut aus ... keine Sorge. Kommen Sie Montag wieder.

Nun bin ich wirklich in Sorge, wenn auch mein Behandler Montag nichts feststellen kann.
Für mich ist eindeutig, dass etwas nicht stimmt. Ich war bereits absolut schmerzfrei und ohne Schleim. Dass nach der Antibiotikaeinnahme am (8./9. Tag postop derart starke Schmerzen
auftreten, das finde ich schon sehr ungewöhnlich.

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße,

Jasmin
 
Verfasst am: 26. 05. 2018, 20:11
DocWolff
Gast
Dabei seit: 26.05.2018
Beiträge: 1
Es tut mir leid, dass es keine positive Entwicklung gibt. Natürlich ist es denkbar, dass die Entzündung weiter läuft. Gerade bei einem Knochenaufbau.
 
Verfasst am: 23. 07. 2018, 13:49
Jasmin
Junior Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 31.08.2017
Beiträge: 24
Hallo DocWolff,

gerne möchte ich heute nochmals Ihren Rat erbitten ….

Nun sind seit meiner Explantation mehr als 8 Wochen vergangen, die Wunden sind geschlossen, die Gingiva ist relativ "zerklüftet" und kauen kann ich nach wie vor nicht. Nun habe ich auch wieder Schmerzen, wenn ich gar nicht gekaut habe. Es liegt eine chronische Kieferhöhlenentzündung mit PND-Syndrom vor. Meinen Operateur hatte ich bereits bei der Nachuntersuchung vor einigen Wochen gefragt, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, erst die Entzündung auszuheilen und danach BioOss einzubrigen. Darauf ist man mir leider die Antwort schuldig geblieben. Mittlerweile redet man bereits wieder davon, neu zu implantieren!!!!

Jetzt würde ich gerne nochmals beim Operateur nachhaken, denn ich möchte es nicht akzeptieren, nun
immer wieder Schmerzen zu haben. Wie würden Sie denn einen Patienten behandeln, der mit dieser
Problematik zu Ihnen kommt? Bzw., wie könnte man hier Abhilfe schaffen und so behandeln, dass ich wenigsten einen Teil meiner Lebensqualität wieder zurückerhalten würde?


Von Herzen danke!!!

Jasmin
 


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