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Zahnärzte sind keine Kostentreiber
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 „Angesichts der aktuellen Zahlen zur Finanzentwicklung der Krankenkassen im ersten Quartal 2010, die das Bundesministerium für Gesundheit jüngst vorgelegt hat, können wir Zahnärzte sicher sein, dass wir nicht zu den Kostentreibern im deutschen Gesundheitswesen gehören“, so Michael Schwarz, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer.

Für zahnärztliche Behandlung und Zahnersatz sind die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig gestiegen. Bei der zahnärztlichen Behandlung waren es im ersten Quartal 2009 2,15 Milliarden Euro, im Jahr darauf 2,20 Milliarden Euro. Beim Zahnersatz stiegen die Ausgaben im Jahreszeitraum von 750 Millionen Euro auf 770 Millionen Euro.

Der Vergleich zwischen 1981 und 2008 zeigt, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für zahnärztliche Behandlung real um 29 Prozent gesunken sind (Quelle: KZBV/BZÄK, Daten und Fakten 2009). „Vor diesem Hintergrund gesehen, ist es umso positiver zu bewerten, dass Deutschland bei der Zahngesundheit nach wie vor einen guten Platz belegt.“ Generell darf man heute feststellen, dass sich die Mundgesundheit der gesamten Bevölkerung in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich verbessert hat. Deutschland kann seine Position in der Spitzengruppe der europäischen Länder seit Jahren behaupten. Die enorme Verbesserung betrifft insbesondere Kinder und Jugendliche.

Diese Erfolge beruhen unter anderem auf der konsequenten Ausrichtung hin zu einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Prävention gehört zum Leistungsspektrum der Zahnarztpraxen in Deutschland. Präsident Schwarz: „Der Zahnarzt ist heute wesentlich mehr Manager der oralen Gesundheit. Früher war er Reparateur. Wir Zahnärzte zeigen mit unserer Arbeit, dass wir in unserem Fach durch sinnvolle strukturelle Maßnahmen Veränderungen einleiten und damit Erfolge erzielen. Vor der Politik müssen wir Bürger dies auch erwarten können.“

Eine falsch verstandene Sparpolitik könne der zahnmedizinischen Versorgung Schaden zufügen: „Die Zahnmedizin arbeitet präventionsorientiert. Wer hier spart, spart vor allem an der Verhütung von Erkrankungen und steigert die Folgekosten. Das ist der Weg in die falsche Richtung“, so Schwarz.

http://www.blzk.de/

 

 

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Wußten Sie schon, dass...

Zahnärzte im Jahr 2010 alleine in Deutschland ca. 1.000. 000 Implantate eingesetzt haben? Im Jahr 2011 können nach ersten Schätzungen sogar weit über 1 Millionen Implantate in Patientenmünder eingebracht werden. Damit hat sich die Zahl der Zahnimplantate/Jahr in Deutschland in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht.
 
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