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Titanallergie bei Zahnimplantatpatienten: eine klinische Studie mit 1500 konsekutiven Patienten.
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Autor/Quelle:
Sicilia A, Cuesta S, Coma G, Arregui I, Guisasola C, Ruiz E, Maestro A.; Clinica Sicilia, Oviedo, Spain. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
(Clin Oral Implants Res. 2008 Aug;19(8):823-35.)

HINTERGRUND: Bislang wurden in der Zahnheilkunde allergische Reaktionen auf Titan-Implantate nicht untersucht; ebenso wenig wurden sie vonseiten der Meinungsbildner berücksichtigt. Das dauerhafte Einsetzen metallener Zahnimplantate kann bei allergischen Patienten aber Reaktionen des Typus IV oder I hervorrufen. Beschrieben wurden verschiedene Symptome von der Hautreizung und dem Implantatverlust bis hin zur nicht spezifischen Immunstörung.

ZIEL: Unser Ziel ist die Bewertung der Präsenz einer Titanallergie durch Anamnese und Untersuchung der Patienten zusammen mit der selektiven Verwendung einer Kutan- und Epikutan-Testung mit entsprechendem Material bei Patienten , die mit Zahnimplantaten  behandelt wurden oder aber eine solche Behandlung beabsichtigen.

MATERIAL UND METHODEN: Fünfunddreißig Personen von 1500 behandelten und/oder untersuchten Implantatpatienten (2002-2004) wurden für die Ti-Allergieanalyse ausgewählt. Sechzehn Personen davon wiesen allergische Symptome nach der Implantation oder ungeklärte Implantatverluste [allergiekompatible Antwortgruppe (ACRG)] auf, während 19 Personen eine Vorgeschichte anderer Allergien besaßen, während der Implantatoperationen stark Ti-exponiert waren oder einen aufgeklärten Implantatverlust aufwiesen [prädisponierte Faktorengruppe (PFG)]. Im Allergy Centre (Allergiezentrum) wurden fünfunddreißig Kontrollpersonen randomisiert ausgewählt (CG). Durchgeführt wurden Kutan- und Epikutantests. 

ERGEBNISSE: Neun der 1500 Patienten zeigten positive (+) Reaktionen auf die Ti-Allergietests (0,6%): acht Patienten der ACRG (50%), ein Patient der PFG (5,3%) (P=0,009) und null Patienten in der Kontrollgruppe. Fünf der positiven Reaktionen betrafen unerklärte Implantatverluste (fünf von acht).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine Ti-Allergie kann bei Zahnimplantatpatienten selbst dann ermittelt werden, wenn die geschätzte Prävalenz gering ist (0,6%). Ein signifikant höheres Risiko der positiv allergischen Reaktion wurde bei jenen Patienten festgestellt, die eine post-operative allergiekompatible Antwort (ACRG) zeigten, in welchen Fällen Allergietests empfehlenswert sein könnten.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 4. November 2008 )
 

 
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