Neue Beiträge Forum
zum PatientenforumTeleskopprothes und Gaumenbügel
25.05.12, 17:57 von Tina
Hallo an Alle, habe hier schon einiges mitgelesen und möchte (weiter...)
Re:Informationen Revisions-OP
25.05.12, 16:32 von Giny62
Hallo, Sorry, dass ich meine Anfrage so gestellt habe. (weiter...)
Re:Informationen Revisions-OP
25.05.12, 16:28 von Giny62
Sorry, dass ich die Regeln nicht beachtet habe. Soll ich (weiter...)
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| Tag der Zahngesundheit „Gesund beginnt im Mund – je früher, desto besser“ |
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Berlin, 16.09.2011. Das Motto, das der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit in diesem Jahr als zentrale Botschaft ausgegeben hat, ist zugleich Credo der präventionsorientierten Zahnheilkunde schlechthin: „Gesund beginnt im Mund – je früher, desto besser“ heißt es im Jahr 2011 und damit auch bei tausenden kleinerer und größerer Veranstaltungen und Aktionen rund um den 25. September, dem traditionellen „Tag der Zahngesundheit“ in Deutschland.
Im Fokus der zentralen Pressekonferenz zum Tag der
Zahngesundheit 2011, dieam 16. September in Berlin stattfand, standen
insbesondere die Kinder und der frühzeitige Schutz ihrer Mundgesundheit.
Dass dies leichter gefordert als eingelöst ist, machte Prof. Dr.
Dietmar Oesterreich, Vizepäsident der Bundeszahnärztekammer, deutlich:
„Die Entwicklungen sind durchaus heterogen.“ Einerseits könnten sehr
beeindruckende Erfolge bei einem großen Anteil der Kinder festgestellt
werden. So habe sich beispielsweise die Karieslast bei 12-Jährigen in
den vergangenen 25 Jahren um immerhin 80 % verringert: „Diese
Entwicklung hat sicher eine Vorbildfunktion für das gesamte deutsche
Gesundheitswesen.“ Andererseits gebe es eine vergleichsweise kleine
Gruppe, die nach wie vor mit deutlichen Mundgesundheitsproblemen zu
kämpfen habe. Besonders betroffen seien Kinder aus bildungsfernen und
sozial schwachen Schichten sowie viele Kinder aus Familien mit
Migrationshintergrund, auch wenn sie schon in der zweiten oder dritten
Generation in Deutschland leben. Dass sich auch die Kinder- und Jugendärzte für Mundgesundheit engagieren, verdeutlichte Dr. med. Ulrich Fegeler, Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V.: „Kinder- und Jugendärzte haben im Rahmen der gesetzlichen Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten den Zugang zu fast allen Säuglingen und Kleinkindern. Im Rahmen dieser Untersuchungen können sie die notwendige Information und Anleitung der Eltern leisten und so einen wichtigen primärpräventiven Beitrag zur Vermeidung von Karies beisteuern.“ Verschiedene Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten gehörten laut Sozialgesetzbuch auch in den Leistungskatalog der Ärzte– allerdings ließe die Umsetzung in Beratungsleistungen für Eltern unverständlicherweise bis heute auf sich warten: „Die intensive Beratung der Eltern in den ersten Lebensjahren ist ganz entscheidend für die dringend notwendige Senkung der Häufigkeit von Zahnkaries und auch von Zahnfehlstellungen.“ Wie wichtig die ersten Lebenswochen bereits im Mutterleib für eine gesunde Zahn- und Kieferentwicklung sind, zeigte Prof. Dr. Dr. Ralf J. Radlanski/Charité mit eindrucksvollen Beispielen aus dem Bereich der Biologie: „Schon die Entwicklung eines einzelnen Zahnes stellt höchste Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Koordination jeder einzelnen der mehr als 100.000 beteiligten Zellen.“Damit die Körperzellen diese Leistung auch störungsfrei erbringen können, seidie Gesundheit des ungeborenen Kindes und seiner Mutter notwendig. Nach der Geburt gelte es, mit altersgerechter Mundpflege, Ernährung und Infektionsvermeidung die Zähne gesund zu erhalten und auch die Entwicklung eines dauerhaft funktionsfähigen Gebisses im Auge zu behalten: „Dafür sind die korrekte Zuordnung der Zähne zueinander und ihre langfristige, stabile Stellung wichtig.“ Professor Radlanski rief Eltern und Betreuer von Kindern bis zu drei Jahren dazu auf, mehr auf einen korrekten Mundschluss und die richtige Ruhelage der Zunge am Gaumen statt im Mundboden zu achten: „Je früher man sich darum kümmert, dass das physiologisch korrekte Gleichgewicht zwischen Zunge und Mund-Muskulatur eingestellt, geübt und beibehalten wird, desto besser.“Es gehe dabei, das müsse den Eltern bewusst werden, nicht „nur“ um gesunde Zähne, sondern um eine gesunde Entwicklung insgesamt und nicht zuletzt die des Gesichts, „mit dem man in die Welt schaut.“ Dass der diesjährige Tag der Zahngesundheit seinen Blick „auf die jüngsten unserer Versicherten richtet“, wie Dr. Michael Kleinebrinker, Referent für die vertragszahnärztliche Versorgung beim GKV-Spitzenverband, sagte, werde von den Krankenkassen ausdrücklich begrüßt: Trotz aller Erfolge auf dem Gebiet der Mundgesundheit in den letzten Jahren gebe es ganz besonders bei den Jüngsten immer noch Einiges zu tun. Die Kassen hätten in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich das finanzielle Engagement auf dem Gebiet der zahnmedizinischen Prophylaxe gesteigert – von rd. 373 Mio. Euro im Jahr 2000 auf mehr als 500 Mio. Euro im Jahr 2010; im selben Zeitraum sei der Anteil der Prophylaxe-Leistungen an den Gesamtausgaben für die zahnärztliche Behandlung von 3,4 Prozent auf fast 4,5 Prozent gestiegen. Mit Blick auf die hohe Karieserfahrung von Schulanfängern meinte Dr. Kleinebrinker: „Wir müssen nach neuen Wegen suchen, um die Karies, die im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren entsteht, zu stoppen oder zumindest zu reduzieren.“ Aus Sicht der Krankenkassen sei es erforderlich, so früh wie möglich die Aufmerksamkeit der Eltern für die Mundgesundheit ihrer Kinder zu wecken, mit der systematischen Betreuung der Kinder früher als bisher und zielgruppengerichtet zu beginnen und die beteiligten Akteure stärker zu vernetzen. Notwendig wäre zudem eine wissenschaftliche Evaluierung von Maßnahmen zur Senkung der frühkindlichen Karies sowie die Vermeidung „rivalisierender Konzepte“. Dr. Kleinebrinker wünschte sich ebenso wie Professor Oesterreich, Professor Radlanski und Dr. Fegeler, dass der diesjährige Tag der Zahngesundheit dazu beitragen möge, die Bevölkerung und auch die eigenen Berufsgruppen für das Thema frühkindliche Karies zu sensibilisieren. |
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