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DGI Kongress in Dresden: Keine Altersgrenze für Zahnimplantate
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Für implantatgetragenen Zahnersatz gibt es keine Altersgrenze. »Wenn die Indikation korrekt gestellt wird, erhöhen Zahnimplantate die mundbezogene Lebensqualität bis ins hohe Alter«, erklären Experten auf dem 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, der vom 24.-26. November 2011 in Dresden stattfindet. (Dresden) »Epidemiologische Studien zeigen, dass die natürlichen Zähne immer häufiger bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Da gleichzeitig die Lebenserwartung steigt, sind wir immer häufiger mit Patienten konfrontiert sind, die im hohen Alter erstmals mit einer Totalprothese versorgt werden«, erklärt Prof. Dr. Frauke Müller von der Abteilung für Gerodontologie und Prothetik der Universität Genf. »Bei richtiger Indikationsstellung«, so die Expertin, »kann implantatgetragener Zahnersatz insbesondere bei zahnlosen Patienten die funktionellen, psychologischen und psychosozialen Beeinträchtigungen des Zahnverlustes mildern und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität bis ins hohe Alter signifikant erhöhen.« Darum  nehmen, so Müller, »implantatprothetische Versorgungen im hohen und auch sehr hohen Alter  inzwischen einen unumstrittenen Platz im Behandlungsspektrum für zahnlose Patienten ein.«

Implantate erhalten Lebensqualität. Die Verankerung einer unteren Totalprothese mit Implantaten kann die Schrumpfung des peri-implantären Knochens verlangsamen, die Kaueffizienz signifikant steigern und somit indirekt sogar einen positiven Einfluss auf die Ernährung haben. Auch die Kaumuskeln werden durch die erhöhte Kauaktivität besser trainiert. Das belegen Untersuchungen von Professor Müller und ihren Kollegen. »Aus der Literatur ergibt sich keine Altersgrenze für die Insertion von Implantaten, die Überlebensraten sind gleich oder sogar besser als bei jüngeren Patienten«, sagt Müller. Allerdings sollten nach Meinung der Expertin die klassischen Kriterien für einen Implantaterfolg überdacht werden, da alte Patienten möglicherweise nicht mehr mit einer »komplizierten« Deckprothese zurechtkommen. Wenn Implantatpatienten zum Pflegefall werden und die Mundhygiene nachlässt kann auch dies Probleme verursachen. »Darum sollten Behandlungskonzepte unbedingt reversibel sein«, fordert Müller.

In Deutschland sind in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren 22 Prozent der Senioren zahnlos. Multimorbidität ist häufig. Der damit verbundene Medikamentenkonsum kann Mundtrockenheit verursachen und damit Sprach-, Kau- und Schluckprobleme sowie Probleme mit dem Sitz der Prothese. Schrumpft der Kieferknochen, entstehen besonders im Unterkiefer oft anatomisch ungünstige Verhältnisse. welche die Verankerung einer Totalprothese erschweren. Weil im Alter auch die muskuläre Koordinationsfähigkeit nachlässt, fällt den Menschen zudem auch die
 
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