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Sägen, hobeln, meißeln, fräsen...: BBI erinnert an Bedeutung der Handinstrumente in der Implantologi
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Bei all den vielen Berichten über 3D-Bilder und Nanooberflächen von Implantaten gerät in der Fachdiskussion die Bedeutung klassischer und nach wie vor unersetzlicher Handinstrumente inzwischen ein wenig in den Hintergrund. Der BBI / DGI-Landesverband Berlin-Brandenburg unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Volker Strunz hat seinen 11. Fortbildungsabend in Zusammenarbeit mit den Zahnärztekammern Berlin und Brandenburg am 6. Juni 07 nun dazu genutzt, das OP-Besteck wieder einmal ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen und auf entsprechende Einsatzbereiche hinzuweisen. Über 130 Teilnehmer informierten sich im Hörsaal der Charité-Uniklinik am Hindenburgdamm über „Werkzeuge, die im Knochen sägen, schneiden, hobeln, fräsen, bohren, meißeln...“ und noch mehr, wie Referent Dr. Dr. Roland Streckbein, ehemaliger Präsident der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) im Laufe seines Vortrages ergänzte.

Neue Instrumente optimieren das chirurgische Protokoll

Dabei unterschied er zwischen dem ablativen chirurgischen Protokoll (Knochenbettaufbereitung durch Knochenabtrag) und dem nonablativen chirurgischen Protokoll (Knochenbettaufbereitung durch Condensing- bzw. Spreading-Verfahren). Je nach gewähltem Verfahren sei nicht nur die Auswahl entsprechender Instrumente wichtig, sondern auch des nachfolgenden Implantates. Während frühere Gewinde-Implantate – im Einsatzbereich nonablatives Verfahren und bei weicherem Knochen – nur für eine Gewebeverdichtung zwischen den Gewindeflanken sorgten, seien die neuen Gewinde durch asymmetrische Flanken so konstruiert, dass sie auch darüber hinaus das Gewebe rund um die Kavität an sich optimierten. Er bevorzuge, wenn er das nonablative Verfahren wähle, derartige condensierende Schraubenimplantate, da „meine Patienten Hammer und Schlagbeil nicht so sonderlich mögen.“ Sorgen, das Knochengewebe könne das nicht unbeschadet aushalten, halte er für zu kurz betrachtet: „Wir brauchen doch nur über unsere Tür hinauszublicken in die Unfallchirurgie – da wird ja schon ewig mit selbstschneidenden Schrauben gearbeitet. Der Knochen überlebt das.“

Im Oberkiefer könne man auch condensing- und spreading-Verfahren kombinieren – bei qualitativem Defizit und horizontalem Kollaps bis hin zu einem Spitzkamm beginne er mit einem condensing-Verfahren zur Optimierung der Knochenstruktur an der geplanten Implantationsstelle und erweitere später den horizontalen Bereich durch Spreading. All diese Technik sei nicht neu, aber es gebe mittlerweile Fortschritte in den notwendigen OP-Materialien. Schön sei es, dass die für beide Protokolle notwendigen Instrumente nun auch in einem System angeboten würden und man nicht mehr wechseln müsse, auch lägen inzwischen ausgezeichnet gestaltete Instrumente für die vielen Einzelschritte bei beiden Verfahren vor. So könne man noch nach Vorkörnung, Pilotbohrung und definitiver Tiefenbohrung die Entscheidung – je nach Qualität des Gewebes – für das eine oder andere Verfahren treffen und habe alles miteinander abgestimmt parat. Er empfahl zudem, Implantate intermittierend einzusetzen, um keine Hitze entstehen zu lassen, der Drehmoment liege günstigerweise unter 30 Newtonmetern.

„Implantate sind kein Werkzeug“

Ein wichtiges Anliegen des Referenten: „Auch wenn wir sie manchmal dazu missbrauchen: Implantate sind kein Werkzeug!“, erinnerte Dr. Streckbein: „Arbeiten Sie mit ihren Instrumenten die Kavität so aus, dass das Implantat nachher in den fertig vorbereiteten Bereich eingesetzt wird.“ Gewindeformer und Implantat sollten daher maßidentisch sein. Auf die Frage, ob das Implantat denn dann überhaupt noch hineinpasse, meinte er: „Aber sicher – Knochen ist doch etwas elastisch! Sie werden keinen Stabilitätsverlust erleiden.“ Und bekannte sich zu einer „individuellen Note“: Er nutze immer eine antibiotische Paste. „Damit versiegele ich ein bisschen das Gewinde – aber das ist ein Tick von mir, und das gehört nicht zum chirurgischen Protokoll.“ Man dürfen nie vergessen, dass Desinfektion auch Zeit brauche, es müsse eine gewisse Kontaktzeit zwischen Antibiotikum und Bakterien gegeben sein, damit das Präparat auch wirken könne: „Zackzack reicht nicht.“

Geburtstag: Das „Special“ für Dr. Streckbein

BBI-Tagungen sind, darauf legt Chef-Organisator Prof. Strunz großen Wert, ganz bewusst immer auch ein bisschen familiär – infofern wunderte es vermutlich allein Dr. Streckbein, dass so ein Fortbildungsabend, der an seinem Geburtstag stattfindet, nicht ohne „Nebenwirkungen“ bleiben konnte: Mit einem herzlichen „Happy Birthday“ gratulierte das komplette Auditorium, dirigiert von Prof. Strunz, der auch seitens des BBI noch ein Dankeschön übermittelte: „Das hat mich fast umgehauen, damit rechnet man doch einfach nicht...“, meinte Dr. Streckbeim beim anschliessenden Empfang

Für Rückfragen:
Prof. Dr. Dr. Volker Strunz, Vorsitzender des BBI / DGI-LV, Tel: 030 / 8609 870, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Dental relations, Birgit Dohlus, T: 030 / 3082 4682, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Juni 2008 )
 

 
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Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 17:50 von Borrmann
Glaube ich auch, 3i mit Goldschraube. Gruss Borrmann

Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:14 von dr.baetcher
Könnte Biomed 3i sein?

unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:09 von zahnkett
Hallo zusammen! brauche Hilfe bei der Identifikation des Implantatsystem! Über eure Hilfe würde ich mich  (weiter...)

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