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Nach der Implantation: Schmerzen und Schwellung? PDF Drucken E-Mail


So früh wie möglich nach der Operation sollte mit der Kühlung der operierten Region begonnen werden, um einer übermäßigen Schwellung entgegenzuwirken. Auch hat die Kühlung einen  gewissen schmerzlinderndernder Effekt. Eis darf dabei aber nicht direkt auf die Haut appliziert werden, da es sonst zu Schädigungen der Haut kommen kann.

Schmerzen am Tag der Operation sind sicherlich zu erwarten, lassen sich aber durch leichte bis mittelstarke in der Regel gut kontrollieren. Entgegen landläufiger Meinungen (und verschreckender Berichte im Forum) sind Implantate typischerweise nicht schmerzhaft, da die geschaffene Knochenwund ja durch das Implantat, praktisch wie ein Pflaster, versiegelt wird. Bereits am ersten Tag nach der Implantation werden in den meisten Fällen daher keine mehr benötigt. Ein eventuell angesetzter während der Operation kann auf 1–2 Tage, bei Infektionsgefahr auch länger fortzuführen sein. Auch können desinfizierende Mundspüllösungen in der Wundheilungsphase, die in den ersten postoperativen Tagen streng kontrolliert werden sollte, sinnvoll sein. Die Entfernung von Fäden erfolgt nach ca. 7–20 Tagen.

Direkt postoperativ kann ein nicht angepasster herausnehmbarer Zahnersatz aufgrund der Schwellung des Wundbereichs nicht getragen werden. Frühere Lehrmeinungen besagten sogar, dass solche Prothesen für die ersten Wochen der Einheilung nicht getragen werden dürfen, da der Druck auf die Implantate die Einheilung gefährden würde. Durch die Erfahrung mit der von Implantaten hat man jedoch erkannt, dass Prothesen nach Abschwellung (ca. 3–4 Tage) insbesondere nach einer mit einem weichbleibenden Unterfütterungsmaterial problemlos getragen werden können. Nur nach und bei nicht stabil einzubringenden Implantaten ist besondere Vorsicht geboten. Sehr komfortabel kann der Einsatz von sein, die schon während der Einheilung der "richtigen" Implantate Prothesen fest verankern oder provisorische Brücken tragen können.

Spätestens nach Entfernung der Fäden muss bei Implantatsystemen (Einheilpfosten sind sichtbar) mit der Pflege begonnen werden. Anfänglich sollte noch eine weiche Zahnbürste verwendet werden, um schädliche bakterielle Beläge (Plaque) zu entfernen und das Zahnfleisch zu straffen.

Geschlossene oder offene Einheilung

Wenn das Zahnfleisch nach dem Einsetzen der Implantate wieder über den Implantaten vernäht wurde, spricht man von einer geschlossenen Einheilung. Wenn direkt ein Zahnfleischformer in das eingeschraubt wurde, der sichtbar bleibt, spricht man von offener Einheilung. Bei der geschlossenen Einheilung kann das Implantat von äußeren Einflüssen geschützt in Ruhe einheilen. Bei der offenen Einheilung erspart man sich die der Implantate. Nach Abschluss der Einheilphase kann ohne weiteren operativen Eingriff direkt ein Abdruck genommen werden. Beide Verfahren haben bei unkomplizierten Fällen (ohne Knochenaufbau) die gleichen Erfolgsrate. Es kann passieren, dass sich das Zahnfleisch bei der geschlossenen Einheilung über den Implantaten wieder ein wenig öffnet, so dass man die Verschlussschrauben sehen kann. Dieses ist – wenn kein gemacht wurde – völlig harmlos. Dieser Bereich sollte allerdings gut mit der Zahnbürste gepflegt werden.
Siehe auch im Lexikon unter .

 

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 26. Juni 2009 )
 
 

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