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Langfristiger Nachsorgeaufwand bei direkter vs. indirekter Abutmentfixation für implantatgetragene Totalprothesen im Unterkiefer.
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Nissan J, Oz-Ari B, Gross O, Ghelfan O, Chaushu G
Department of Oral Rehabilitation, The Maurice and Gabriela Goldschleger School of Dental Medicine, Tel Aviv University, Tel Aviv, Israel Department of Oral and Maxillofacial Surgery, The Maurice and Gabriela Goldschleger School of Dental Medicine, Tel Aviv University, Tel Aviv, Israel.
Clin Oral Implants Res. 2010 Nov 11; [Epub ahead of print]

 Ziele: Das Ziel dieser Langzeitstudie war der Vergleich des Nachsorgebedarfs für den Zahnersatz bei direkten gegenüber indirekt eingearbeiteten Attachements für implantatfixierte Totalprothesen des Unterkiefers.

Material und Methoden: Fünfundvierzig konsekutive Patienten wurden in dieser Studie miteinbezogen (130 Implantate wurden eingebracht). Die Behandlung wurde randomisiert zugeordnet, was in 22 Patienten (Gruppe B) resultierte, die mit einer direkten (chairside)  Kugelkopfanker-Einarbeitung und 23 Patienten (Gruppe B), die mit einer indirekten (laborseitigen) Kugelkopfanker-Einarbeitung behandelt werden sollten.
Alle Patienten wurden von erfahrenen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen / Parodontologen sowie von erfahrenen Prothetikern/niedergelassene Zahnärzten versorgt. Vom ersten Tag, an dem die Patienten die Klinik aufsuchten bis zu 20 Jahre nach dem ersten Behandlungstermin, wurden alle operativen bzw. zum Zahnersatz notwendigen therapeutischen Interventionen aufgezeichnet. Die für die vorliegende Studie festgehaltenen Daten beinhaltete die Anzahl der Nachsorgekonsultationen und der durchgeführten Zahnbehandlungen (Druckschmerzentlastung, Matrize-Aktivierungen aufgrund von Retentionsverlust und Attachement-Ersatz aufgrund von Abnutzung).

Ergebnisse: Die durchschnittliche Nachsorge betrug 93±57 Monate. Es gingen keine Implantate verloren. Die statistische Analyse machte einen statistisch signifikanten höheren Bedarf P<0.001) an Zahnersatz-Interventionen innerhalb der Gruppe B gegenüber der Gruppe A deutlich.
Die durchschnittliche Anzahl von Konsultationen für eine Druckschmerzentlastung  (7,04±1.4 gegenüber 3,63±0,84); Matrize-Aktivierungen aufgrund von Retentionsverlust (3,6±1,3 gegenüber 1,09±1,06) war in der Gruppe B signifikant höher. Attachement-Ersatz aufgrund von Abnutzung trat nur in der Gruppe B auf (11/23 - 47,8%).

Schlussfolgerung: Während einer langfristigen Bewertungsperiode und von der Nachsorgeperspektive her betrachtet, ist das direkte Verfahren zur Kugelkopfanker-Einarbeitung für implantatgetragene Totalprothesen im Unterkiefer besser als das indirekte Verfahren.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. Dezember 2010 )
 

 
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