Neue Beiträge Forum
zum PatientenforumRe:Beckenkammimplantation im OK
19.06.13, 20:40 von Davinia1
Bei mir ist es nächste Woche nun soweit. Am (weiter...)
Re:Empfielt sich ein Implantat trotz Bulimie?
19.06.13, 13:43 von Dr. Wolff
Guten Tag, Implantate und die daraufsitzenden Kronen aus Keramik oder (weiter...)
Re:Wie weiß ich, dass der Zahnarzt
19.06.13, 12:20 von Implantato
Hey, ich denke soetwas kann man am besten durch Erfahrungsberichte (weiter...)
| Knochenersatzmaterial-synthetisch, vom Rind oder Knochenzüchtung? |
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Knochenersatzmaterialien: "künstlicher Knochen"
Knochenersatzmaterialien erweitern schon seit langem das Spektrum der
Möglichkeiten, fehlendes Knochenvolumen z.B. für eine
Implantatbehandlung zu regenerieren. Man unterscheidet bei den Knochenersatzmaterialien nach Herkunft
und nach Material/Struktur
Allogen: FremdknochenZur Anwendung kommen demineralisierter gefriergetrockneter Knochen (DFDBA, Demineralized Freeze-Dried Bone Allograft, neuerdings auch DBM für Demineralized Bone Matrix gennannt) oder auch die nicht demineralisiert Form (FDBA), die aus Leichenspenderknochen gewonnen werden. In den USA erfüllt DFDB seit langem die strengen Zulassungskriterien der FDA (vergleichbar dem Bundesministerium f. Gesundheit, BMG) und wird dort routinemäßig insbesondere in der Orthopädie eingesetzt. Ein Restrisiko, der in kontrollierten Organbanken in den USA gewonnenen Materialien, besteht in der Übertragung von Erkrankungen (sehr geringes Risiko, z.B. HIV niedriger als 1:1 Million) oder durch mögliche Immunreaktionen. Tatsächliche Fälle von Übertragungen in den letzten Jahren sind allerdings nicht bekannt. In Deutschland gibt es zur Zeit nur einen Hersteller/Vertrieb.
Der Vorteil von allogenem Knochen besteht in der idealen Leitstruktur
des Materials für das Einwachsen des eigenen Knochens (Osteokonduktion).
Durch noch vorhandene Proteine (BMP´s) wirkt DBFB sogar
(Knochenbildung-anregend). Ein weiterer Vorteil
besteht in der sicheren Volumenstabilität bei Verwendung von
Knochenblöcken. Negativmeldung hat es kaum gegeben und sind seit
Verwendung neuester Aufbereitungs- und Testmethoden nicht mehr
dokumentiert worden. Vorteile
Nachteile
Xenogene MaterialienHierzu gehört als bekanntester Vertreter, das aus bovinem Knochen gewonnen Bio-Oss®, dann das equine Bio-Gen® sowie das aus Algen hergestellte Algipore®,. Allesamt haben sie als Grundbaustein.Bio-Oss® gilt als das am besten dokumentierte Knochenersatzmaterial überhaupt, besitzt durch haben eine komplexere dreidimensionale Struktur, eine verbesserte und erzielt eine verlässliche Knochendurchbauung. Durch die Gewinnung aus Rinderknochen war es in der Diskussion (BSE) gekommen. Das Herstellungsverfahren (Proteine werden sicher eliminiert) wird wissenschaftlich aber als absolut sicher eingestuft. Vorteile
Nachteile
Synthetische Materialien
Am häufigsten finden ß-Tricalciumphosphate als künstlicher Knochen
Verwendung. Sie werden in verschiedenen Partikelgrössen für verschiedene
Indikationen hergestellt: 1-2000 µm für grösser Volumendefekt z.B. den
Sinuslift, ca. 500 µm für das Auffüllen kleinerer Defekt in der
Implantologie und Parodontologie. Vorteile
Nachteil
- Bone Engeneering
Hier ist das Ziel, den Knochen an gewünschter Stelle und in gewünschter
Menge mittels
Substanzen und Moleküle,
kontrolliert wachsen zu lassen. Als bekanntester Vertreter der
osteoinduktiven Substanzen sind die BMP´s anzusehen. BMPAbkürzung von Bone Morphogenetic Proteins (engl.), spezielle Eiweißkörper, die der Körper als örtliche Botenstoffe für und Knochenheilung produziert. Einsatzgebiete von BMP's in der Medizin sind Knochenaufbau bei Defekten und gezielte Beschleunigung von Knochenheilungsvorgängen (Knochenbruchheilung, Implantateinheilung) am Anwendungsort. Verfügbarkeit und Dosierung sind im Augenblick im zahnärztlichen Bereich allerdings noch nicht ganz praxisreif. In Erprobung sind Knochenersatzmaterialien, die mit BMP's beschickt werden, um so eine schnelle Knochengenerierung im gewünschten Bereich zu erzielen. Auch sind Implantate in der Erprobung, deren Oberfläche mit BMP´s überzogen sind, um eine schnellere Einheilung zu erzielen. Die Kosten für eine Behandlung sind zurzeit noch sehr hoch, auch blieb der Nutzen in bisherigen Studien hinter den Erwartungen zurück, so dass von einer breiten Anwendung im Augenblick nicht auszugehen ist. Als zusätzliches Verfahren ist die Anwendung von (plättchenreiches Plasma) bzw. PRGF (Plasma Rich in Growth Factors,) für eine schnellere Wundheilung von Nutzen. Das Potential, neuen Knochen damit zu gewinnen, ist allerdings als sehr zweifelhaft anzusehen.Tissue Engineering und StammzellenDas Prinzip der
außerhalb des Körpers ist ein
besonders interessantes Thema. Technisches Vorgehen: Stammzellen werden
aus dem Knochenmark (multipotente Zellen) oder bereits differenzierte
z.B. aus der Knochenhaut des Kiefers (Periost)
bei einem Patienten entnommen (Biopsat). Diese werden in einem
speziellen Brutkasten auf geeigneten Trägesubstanzen (spezielle Vliesse
oder
-Gerüste) über Wochen kultiviert und
wachsen dann zu re-implantierbare Zuchtknochen-Chips heran. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2012 ) |
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