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Intraoperative Komplikationen bei Zahnimplantaten
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Die intraoperativen Komplikationen ergeben sich vor allem aus Verletzungen wichtiger Strukturen während der Implantation. Die nennenswertesten sind:
 

Nervverletzung:
Im Unterkieferknochen des Seitenzahnbereichs verläuft der Unterkiefer-Nerv-Ast (Nervus alveolaris inferior), der durch eine Implantation verletzt werden kann. Dieses kann zu dauerhaftem Taubheitsgefühl im Kinn-Lippen-Bereich der betroffenen Seite führen. Bei ausreichender Erfahrung und Sorgfalt des Behandlers sowie entsprechender Voruntersuchung ist diese Komplikation grundsätzlich vermeidbar. Implantate, die nur in den vorderen Kieferbereich des Unterkiefers gesetzt werden (etwa bis zum 4. Zahn), wie bei der klassischen Stegversorgung auf 2–4 Implantaten, sind in der Regel weit genug entfernt, um den Nerv nicht zu gefährden.
 ct_uk_sagital_g
 Schema einer Nervverletzung




 


 

Zahnverletzung:

zahnverletzung_g
 Nachbarzahn-
verletzung

Durch die Implantation kann es bei beengten anatomischen Verhältnissenzu Verletzungen der Wurzeln von Nachbarzähnen kommen. Bei ausreichenderSorgfalt des Behandlers ist diese Komplikation grundsätzlich vermeidbar.

 

 

Weichteilverletzungen:

Durch den operativen Zugang und eventuelles Einsetzen der Wundhaken werden die umgebenden Weichteile je nach Umfang der Operation in Mitleidenschaft gezogen. Bis auf Beschwerden in der postoperativen Phase wie auch größere Blutergüsse sind anhaltende Probleme hierdurch nicht zu erwarten.


Blutungen:
Bei jedem chirurgischen Eingriff kommt es zu Blutungen, bei der Implantatbehandlung eher ein weniger bedeutsames Problem. Wenn beim Bohren für das Implantat im Unterkiefer zungenseitig allerdings überden Knochen hinausgebohrt wird (linguale Perforation, extrem selten) kann esallerdings zu einer stärkeren Blutung kommen. Generell  bei Störungen in der Blutgerinnung ist mit stärkeren oderlänger anhaltenden Blutungen zu rechnen. Die Einnahme von Aspirin (ASS) – es sei denn aus internistischen Gründen als notwendige Medikationangesetzt – sollte vermieden werden, da die Blutgerinnung negativbeeinflusst wird.


Verletzung der Kieferhöhle:
Diese kann operativ unabwendbar (z.B. beim und Schleimhautverwachsungen) sein, stellt aber bei geeigneten operativen Maßnahmen keinen wesentlichen Risikofaktor für Patient und dar (Ausnahme: vorbestehende Kieferhöhlenentzündung).


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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. Oktober 2008 )
 

 

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