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Implantathersteller-Aktien: Durststrecke hält weiter an
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Schlecht laufende Aktien sind oft gute Kandidaten für eine Erholungsrally. Nobel Biocare und Straumann sind hier zurzeit echte Underperformer an der Börse und eine Erholung ist nicht in Sicht. Nobel Biocare und Straumann sind mit einer relativen Performance von minus 42 Prozent respektive minus 25 Prozent die schwächsten Aktien im Schweizer Aktienindex SIMM. Insbesondere Nobel sei «ausgebombt», so Helvea-Analyst Daniel Jelovcan. Als Underperformer sollten Nobel Biocare und Straumann daher für eine Kursrally bereit sein.

Die Kursziele für Nobel Biocare und Straumann wären ein Versprechen: Helvea sieht für die Nobel-Aktie ein Potenzial von rund 50 Prozent. Für die teurere Straumann-Aktie auch noch rund 15 Prozent. Diese Einschätzung wird nicht überall geteilt.

Zunächst sind die Aktien noch immer nicht billig: Für 2010 handelt Nobel bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 21, Straummann bei gut 23. Erst die für beide deutlich höheren Gewinnschätzungen für 2011  - rund 40 Prozent im Vergleich zum laufenden Jahr - lassen die Aktien günstiger erscheinen.

Was nützt das Marktpotenzial, wenn die Zahlungsbereitschaft fehlt?

Ob aber 2011 den Aufschwung bringt - einzelne Analysten rechnen bereits wieder mit einer zweistelligen Marktwachstum - ist unsicher. In den USA kehrt das Konsumentenvertrauen nur zögerlich zurück, der Zugang zu Privatkrediten bleibt schwierig. In Europa werden die Massnahmen gegen die Schuldenkrise dem Dentalimplantate-Markt nicht nützen.

Und Krankenkassen werden sich zurzeit hüten, ihren Leistungskatalog auszubauen. Der Haupttreiber in diesem teuren Geschäft, die tiefe Durchdringungsrate, ist in diesem Umfeld nicht mehr das Killer-Argument.

Dagegen gewinnt das Preis-Argument an Relevanz: Günstigere Anbieter haben sich in den vergangenen Jahren erfolgreich etabliert. Billig-Implantate kosten rund 200 Franken, die Premium-Produkte der Schweizer Marktführer bis zu 900 Franken. Sowohl Nobel-CEO Domenico Scala als auch Straumann-Chef Beat Spalinger spielen diesen Wettbewerbsfaktor immer wieder herunter.

Billig-Anbieter konnten die Marktschwäche nicht ausnützen

Das Preis-Argument hinkt tatsächlich: Erstens macht das Implantat nur etwa 20 Prozent am gesamten Kostenblock eines Eingriffs aus. Zweitens haben die Billig-Anbieter ihren Vorteil in der Rezession nicht wie erhofft ausspielen können. «Dies unterstützt die Ansicht, dass in diesem Markt Faktoren wie klinische Daten, Reputation und Kundenservice die Auswahl eines Implantats mehr bestimmen als der Preis», sagt Lisa Clive, Analystin bei Bernstein. Sie zieht Straumann gegenüber Nobel Biocare vor.

Der Schock des Umsatzrückgangs von Nobel im ersten Quartal sitzt den Investoren noch immer tief, zumal im vierten Quartal 2009 noch alle Zeichen auf Erholung standen. Nobel Biocare verliert aber weiter Marktanteile und Analysten fürchten nun, dass sich die Firma über aggressiveres Pricing zurückkämpft.

Fragezeichen: Scalas Strategie mit Procera

«Rabatte wären ein Weg, um die Marktanteile zurückzugewinnen», sagt Grégoire Biollaz von der Credit Suisse. «Das wäre aber für alle Premium-Dentalimplantat-Hersteller riskant, da höhere Preise später umso schwerer durchzusetzen wären.»

Kommt hinzu, dass die Diversifizierungsstrategie von Nobel Biocare mit dem Prothetik- und Scannergeschäft Procera am Ort tritt. Bernstein-Analystin Clive beurteilt das Geschäftsmodell mit Procera ohnehin skeptisch - übrigens auch das von Straumann mit seiner Plattform Etkon. Der Grund: Die Plattformen, welche eine digital gestützte Herstellung von Zahnimplanteten bis zu Prothesen ermöglichen, fesseln die Zahntechniker und Labors an ihre Lieferanten.

Scala verwendet zu viel Ressourcen für einen Bereich, der Nobel nur 15 Prozent Umsatz bringt und seit Jahren nicht vom Fleck kommt. Folge: Im Implantatemarkt, wo Nobel die Marktführerschaft hat, geht Terrain verloren. Während bei Straumann ein Investment zum jetzigen Zeitpunkt «nur» wegen externer Unsicherheiten ein Vabanque-Spiel ist, bleibt Nobel Biocare auch wegen strategischer Fragezeichen ein unsicheres Investment. Ein Einstieg ist erst zu empfehlen, wenn der Umsatz wieder steigt.

Quelle:  www.cash.ch/news/topnews/zahnimplantateaktien_noch_viel_geduld_noetig

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17. Juni 2010 )
 

 
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Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 17:50 von Borrmann
Glaube ich auch, 3i mit Goldschraube. Gruss Borrmann

Re:unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:14 von dr.baetcher
Könnte Biomed 3i sein?

unbekanntes Implantatsystem
06.02.12, 15:09 von zahnkett
Hallo zusammen! brauche Hilfe bei der Identifikation des Implantatsystem! Über eure Hilfe würde ich mich  (weiter...)

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