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Gold für Schein-Nadeln, Silber für Stärkepillen- Meisterschaft des Placebo-Effekts
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Verschiedene Scheinbehandlungsmethoden verursachen unterschiedlich starke Placeboeffekte. Das haben amerikanische Forscher entdeckt, als sie die schmerzlindernde Wirkung einer Scheinakupunktur mit der einer wirkstofffreien Tablette verglichen. Die Patienten, die mit der Placebo-Akupunktur behandelt worden waren, berichteten nach dem Ende der Studie von einer deutlicheren Besserung als die Probanden aus der Medikamentengruppe. Zurückzuführen lässt sich dieser Unterschied wahrscheinlich auf das aufwändigere Ritual, das beim Setzen der Akupunkturnadeln nötig ist.

Insgesamt nahmen 270 Freiwillige mit chronischen Schmerzen in einem oder beiden Armen an der Untersuchung teil. Die Hälfte der Probanden erhielt während der gesamten Studiendauer eine Scheinbehandlung, während die andere Hälfte mit der echten Therapie behandelt wurde.

Innerhalb der Placebogruppe testeten die Forscher um Ted Kaptchuk von der Harvard Medical School in Boston zwei Behandlungsvarianten: Ein Teil der Probanden sollte jeden Tag eine wirkstofffreie Tablette einnehmen, während der Rest zweimal in der Woche zur Akupunktur geschickt wurde. Dabei verwendete der Therapeut jedoch keine normalen Akupunkturnadeln, sondern solche, bei denen die Nadelspitze im Griff verschwindet und nur scheinbar die Haut durchdringt. Alle Teilnehmer bekamen zusätzlich ein Merkblatt, auf dem sie über mögliche Nebenwirkungen der Behandlung informiert wurden – Hautreizungen bei der Akupunktur und Müdigkeit sowie ein trockener Mund bei der Pilleneinnahme.

Zwar verminderten beide Placebobehandlungen die Schmerzen der Probanden, bei der Akupunktur war dieser Effekt jedoch deutlich stärker ausgeprägt, zeigte die Auswertung. Interessanterweise hatten die Scheinbehandlungen sogar Nebenwirkungen: Ein Viertel der Akupunkturgruppe und sogar fast ein Drittel der Medikamentengruppe berichtete, an genau den Begleiterscheinungen zu leiden, die zuvor im Merkblatt beschrieben worden waren.

"Diese Ergebnisse deuten daraufhin, dass das Ritual bei der Verabreichung einer Therapie einen zusätzlichen Effekt verursacht, der den eigentlichen Placeboeffekt verstärkt", erklärt Studienleiter Kaptchuk. In weiteren Studien wollen die Wissenschaftler nun testen, welche Faktoren außerdem noch zur Placebowirkung beitragen und wie ausgeprägt die jeweiligen Effekte bei verschiedenen Krankheiten sind. Davon erhoffen sie sich Erkenntnisse über die neurologischen und biochemischen Grundlagen der Erkrankungen, die wiederum helfen sollen, effektivere Therapien zu entwickeln.

Ted Kaptchuk (Harvard Medical School, Boston) et al.: British Medical Journal, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1136/bmj.38726.603310.55
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Juni 2008 )
 

 
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Re:Zweiteingriff nach fehlgeschlagenem Sinuslift?
09.05.12, 09:46 von Borrmann
Ich würde jetzt auf Nummer "sicher" gehen. Als aller erstes AUFKLÄREN und DOKUMENTIEREN!! 1. Impl  (weiter...)

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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Anfang März berichtete ich von einer Impl.-Lockerung nach ext.  (weiter...)

Re:Implantatsystem unbekannt -> Türkei
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Moin. Ohne unfreundlich klingen zu wollen - das wusste ich auch schon. Vielleicht frage ich  (weiter...)

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